HSG Ostsee in der Halbzeitbesprechung beim THW Kiel U23
Foto: Björn Bork
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Neustadt i.H. – Die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz hat ihr erstes Testspiel unter dem neuen Trainer Jens Häusler bei der zweiten Mannschaft des dreifachen Champions-League-Siegers THW Kiel mit 47:42 im Leistungszentrum des THW siegreich beendet. Damit setzte die HSG gegen den THW Kiel U23 ein erstes Zeichen, in welche Richtung es sich in der Vorbereitungszeit bereits entwickelt hatte.

Frank Barthel, verantwortlich für die sportliche Leitung der HSG Ostsee, war sichtlich zufrieden nach dem Abpfiff. „Es war schon jetzt klar zu sehen, dass sich die Art und Weise unseres Spiels gewandelt hat“, so Barthel. „Wir haben wesentlich mehr Dynamik und die Erkenntnisse der ersten Trainingseinheiten wurden deutlich sichtbar. Das ist sehr positiv.“

Erste Hälfte voller Konzentration

Von Beginn an agierte die HSG Ostsee mit viel Tempo, spielte in der Abwehr gewonnene Bälle zügig nach vorne und erarbeite so auch aufgrund von Gegenstößen im Laufe der ersten Minuten einen Vorsprung heraus. Erzielten die Kieler nach sieben Minuten noch den Anschlusstreffer zum 2:3, so schafften sie es innerhalb der nächsten vier Minuten nicht, den Ball im Tor der HSG unterzubringen. Diese hingehen traf fünfmal, baute ihre Führung auf 8:2 aus. Dies lag vor allem an der Abwehr, die kompakt stand und nur wenige Abschlüsse des Oberligisten zuließ.

Doch auch in der Vorwärtsbewegung spielte Ostsee strukturiert und ließ kaum einen Angriff ungenutzt. Das Spiel wurde breit gestaltet, die Außenspieler kamen vielfach zum Zug und auch durch die Kreisspieler wurden Offensiv-Aktionen erfolgreich abgeschlossen. Die HSG behielt ihr schnelles Spiel kontinuierlich bei und baute den Abstand zur U23 weiter aus. So führten die Ostholsteiner nach 24 Minuten beim 14:6 bereits mit acht Toren.

Unkonzentriertheiten im zweiten Abschnitt

In der zweiten Hälfte wurde ohne Seitenwechsel im Trainingszentrum des THW Kiel weitergespielt. Die Spielzüge im Angriff, aber auch die Interaktionen in der Abwehr gelangen Ostsee weiterhin. Aus dieser Leistung resultierte eine zwischenzeitliche Führung von 30:20 (46.). Doch Ostsee schaffte es nun nicht mehr so konstant in der Offensive erfolgreich abzuschließen, vergab häufiger Chancen. Diese Phase nutzten die Kieler, machten bis zur 44. Minute vier Treffer gut. Das beide Teams den Test ernst nahmen, zeigte eine Zeitstrafe die parallel für beide Teams von dem sehr souverän agierenden Gespann Lauenroth/Surrow ausgesprochen wurde, um die Gemüter wieder zu beruhigen. In der Folge verkürzte die U23 des THW um zwei weitere Tore.

Nachdem die Führung auf 34:32 (61.) zusammen geschmolzen war, fing sich die Mannschaft von Jens Häusler wieder, vergab zwar weiterhin zu viele Chancen, baute den Vorsprung dennoch wieder aus. In den letzten Minuten überzeugte Ostsee erneut mit einer guten Leistung in der Abwehr und in der Vorwärtsbewegung, sodass nach einem über zehn Minuten verlängerten Spiel der Endstand von 47:42 für die HSG feststand.

Frank Barthel bescheiningt Mannschaft gute Leistung

„Wir können aus der Partie viel mitnehmen. Ich freue mich am meisten darüber, dass sich die Mannschaft nach fast genau sechs Monaten Pause so positiv zurück gemeldet hat und das sich niemand verletzt hat. Das ist zu diesem Zeitpunkt immer noch eine sehr latente Gefahr. Wir ziehen ein positives Fazit aus der Partie und können die gewonnenen Erkenntnisse in die verbleibenden vier Wochen der Vorbereitung einfließen lassen“, so Frank Barthel abschließend.

Am Dienstag (8.9.) absolviert die HSG ihr zweites Testspiel in eigener Halle in Grömitz gegen den Ligakonkurrent HG Hamburg-Barmbek.

(PM)

Bildquellen

  • HSG Ostsee gegen THW U23 – Björn Bork: Björn Bork