Nach langer Verletzungspause erneuter Rückschlag für den Keeper der HSG Ostsee Max Folchert (# 12)
Foto: PM/HSG Ostsee N/G
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Neustadt i.H. – Die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz hat am Sonntag (28.3.) entschieden, dass die Mannschaft nicht wie geplant am Ligapokal teilnimmt.

Mehrere Gespräche zwischen Trainer Jens Häusler, Geschäftsführer Peer Grenke-Klimstein
und Sportchef Frank Barthel führten am Sonntagabend zur Absage des Ligapokals des Deutschen Handballbundes (DHB). „Unser Chef-Trainer Jens Häusler hat und hatte Bedenken, das die Vorbereitungszeit für den Ligapokal, der am 10. April starten soll, für das Team zu kurz ist. Wir haben gemeinsam entschieden unsere Meldung zurückzuziehen“, so Frank Barthel.

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Die HSG Ostsee war wegen der starken Lockdown Beschränkungen erst am 8. März wieder ins Mannschafts- und Hallentraining eingestiegen und hätte bis zum ersten Spieltag des Ligapokal am 10. April nur fünf Wochen Vorbereitung gehabt. „Wir waren hier zu optimistisch, was den Wiedereinstieg ins Training und die Vorbereitungszeit angeht. Wir hatten ehrlich gesagt auch mit einem Wettkampfbeginn ab frühestens Ende April gerechnet, das ist aber wegen des angedachten Spielmodus nicht machbar. Die Euphorie wieder spielen zu können hat uns die Situation nicht richtig einschätzen lassen. Ich habe das gestern der spielleitenden Stelle des DHB mitgeteilt und ich kann nachvollziehen, dass Andreas Thiemann, der diesen Bereich beim DHB verantwortet, nicht begeistert davon war, weil er dadurch wieder umplanen muss und das ist aufwendig, zumal er in den letzten Tagen durch mehrere andere Absagen immer wieder anpassen und ändern musste. Den Schuh müssen wir uns jetzt aber anziehen, ich halte unsere Entscheidung trotzdem für richtig, nachdem wir die vergangenen Trainingseinheiten analysiert hatten“, so Barthel weiter.

Es gab beim Training mehrere auffällige Situationen, in denen Spieler nach der langen Pause seit Dezember nur knapp Verletzungen beim Training entgangen sind, die deutlich gemacht haben, dass es einen längeren Zeitraum braucht, um wieder auf Wettkampfniveau zu kommen. Erschwerend hinzu kam in der vergangenen Woche, das Torwart Max Folchert eine Knochenabsplitterung im Ellbogen erlitten hat, die nicht operiert werden kann und konservativ behandelt wird, was den Stammtorwart der HSG Ostsee für mehrere Wochen ausfallen lässt.

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Statt am Ligapokal teilzunehmen werden jetzt Freundschaftsspiele mit Liga-Konkurrenten abgestimmt und für frühestens Ende April terminiert, bis dahin will das Team um Christoph Schlichting, Alexander Mendle und Tim Claasen wieder auf einem entsprechenden Trainingsstand sein.

(PM)

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