Trainer Tobias Schröder verlässt die HSG Ostsee
Foto: HSG Ostsee
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Neustadt i.H. – Die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz hat den Vertrag mit Trainer Tobias Schröder in beiderseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Durch die Corona-Krise gab es für Schröder – Vater von zwei kleinen Kindern – nicht nur familiär neue Herausforderungen sondern auch beruflich als Vertriebsmitarbeiter gravierende Änderungen, was sich mit der Trainertätigkeit beim Drittligisten nicht mehr vereinbaren ließ.

In den vergangenen Wochen telefonierten und kommunizierten der sportliche Leiter Frank Barthel und Tobias Schröder viel miteinander und Barthel kam dem Wunsch von Schröder auf vorzeitige Vertragsauflösung nach.

Corona-Krise fordert Opfer bei der HSG

„Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen der HSG, dem Trainerteam und natürlich bei den Spielern für das Vertrauen und die immer gute Zusammenarbeit. Leider waren wir sportlich nicht so erfolgreich, wie ich mir das gewünscht hatte. Am Ende hat es dann doch durch die derzeit ungewöhnlichen Umstände für den Klassenerhalt gereicht, was mich sehr freut. Es tut mir leid diesen Weg gehen zu müssen, aber es gibt für mich keine andere Möglichkeit, weil Familie und Beruf Vorrang für mich haben. Ich wünsche der HSG für die Zukunft alles Gute und ganz sicher werde ich mich wieder in der Halle in Neustadt oder Grömitz sehen lassen“, so Tobias Schröder.

„Wir haben seinerzeit in der laufenden Saison nach einem Trainer gesucht, der unser Team weiterentwickelt. Wir befanden uns in einer sehr schwierigen Situation, weil sportlich nicht viel gepasst hat. Tobias Schröder hat damals den Mut gehabt diese Herausforderung anzunehmen. Wir hatten mit ihm einen Zwei-Jahres-Vertrag – unabhängig vom Verbleib in der 3. Liga – geschlossen, weil wir uns sicher waren, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe war und ist. Er hat intensiv und gut mit den Jungs gearbeitet und unabhängig von dem sportlichen Erfolg hat jeder von dieser Arbeit profitiert. Familie und Beruf haben definitiv Vorrang vor dem Sport und deshalb akzeptieren wir Tobias Entscheidung voll und ganz.“

Mannschaft gegenüber Schröder voll des Lobes

Kapitän und Torwart Max Folchert ergänzte: „Wir als Mannschaft sind sehr froh darüber, dass Tobi uns in einer schwierigen Phase übernommen und weiterentwickelt hat. Ich habe ihn als einen extrem ehrlichen, zielstrebigen und sympathischen Trainer kennengelernt und freue mich, wenn sich unsere Wege in der Zukunft auf oder neben dem Handballfeld noch einmal kreuzen werden.“

Spielmacher und Regisseur Alexander Mendle findet ähnliche Worte: „Ich habe vollstes Verständnis für Tobis Entscheidung, dass er den zeitlichen Aufwand für die 3. Liga nicht mehr stemmen kann. Wir hatten immer einen guten und direkten Austausch auf und neben dem Spielfeld. Leider konnten wir in seiner Amtszeit nicht die sportlichen Ergebnisse erzielen, die wir uns vorgestellt haben. Ich wünsche ihm und seiner Familie nur das Beste für die Zukunft!“

Frank Barthel ist schon seit einigen Wochen auf der Suche nach einem passenden Nachfolger und ist sehr optimistisch, zeitnah eine Lösung präsentieren zu können. „Tobias und ich hatten immer einen guten und offenen Austausch, in dem wir schon vor längerer Zeit die Situation bewertet haben und ich dadurch wertvolle Zeit bei der Suche nach einem Nachfolger gewinnen konnte. Wir sind derzeit in sehr guten Gesprächen“, so der sportliche Leiter der HSG.

Mißling verlässt HSG in Richtung Stralsund

Neben dem Abgang von Tobias Schröder gab es noch einen weiteren, Maximilian Mißling verlässt die HSG in Richtung Stralsund. „Max hatte mich bereits vor einigen Wochen darüber informiert, dass er in Stralsund ein Probetraining absolvieren wollte. Danach gab es keinerlei weitere Rückmeldung von ihm. Dass er zu Stralsund wechselt habe ich dann vor ein paar Tagen überraschend von unserem Geschäftsführer Peer Grenke-Klimstein erfahren, der wiederum von Max Vater über den Weggang von Max informiert wurde. Wir hatten Max beim VfL Lübeck-Schwartau die Möglichkeit gegeben, am Training des Zweitligisten teilzunehmen, sogar ein Zweitspielrecht hatten wir im Vertrag festgehalten. Soweit ich weiß, will Max aber sein Studium in Rostock fortführen – dann ist Stralsund für ihn eine gute Wahl. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute“, so das Statement des sportlichen Leiters.

Nachwuchs bei der HSG Ostsee

Nach zwei Abgängen bei der HSG gibt es aber auch einen Zugang und zwar einen weiblichen, denn Geschäftsführer Peer Grenke-Klimstein und Frau Lena sind Eltern einer kleinen Tochter geworden.

Ehefrau Lena von HSG-Geschäftsführers Peer Grenke-Klimstein mit dem Nachwuchs
Foto: HSG Ostsee

Martha und ihre Mama Lena sind beide gesund und wohlauf. Die Mannschaft hat den Dreien viel Glück und Gesundheit in Form einer Videobotschaft gesendet, in der jeder Spieler seine persönlichen Worte an die junge Familie gerichtet hat.

(PM)

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