HSG Ostsee wartet auf Reaktion aus Kiel – zwei Landtagsabgeordnete unterstützen jetzt

Vor der HSG-Geschäftsstelle: Geschäftsführer Peer-Hendrik Grenke-Klimstein (re.) und Finanzwart Jens Hamann
Foto: HSG Ostsee N/G
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Grömitz – Ob die Saison in der 3. Liga noch einmal gestartet wird oder nicht, steht nach wie vor in den Sternen. Der Lockdown ist nach wie vor Maßgabe und das macht vor allem die Vereine nicht glücklich.

„Wir hängen total in der Luft“

Ziemlich dramatisch sieht es bei dem einzigen professionell geführten Vertreter aus Ostholstein aus. „Das Geld ist knapp!“ Die Meinung des Geschäftsführers Peer Grenke-Klimstein von der HSG Ostsee scheint in der Landeshauptstadt allerdings noch kein großes Gehör gefunden zu haben. „Wir haben nur eine Eingangsbestätigung auf unseren Förderungsantrag erhalten. Das ist aber schon einige Zeit her. Wir hängen total in der Luft“, sagt er zu HL-SPORTS. „Wir gehören nicht mehr zum Breitensport, aber als Profis gehen wir anscheinend auch nicht durch“, klagt er. Im Vergleich: Die 2. Frauen-Bundesliga wurde finanziell bedacht, obwohl die 3. Liga beim DOSB als Profi-Liga gilt. „Wir sind auf die Hilfe vom Land angewiesen“, erklärt der HSG-Chef.

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Keine Unternehmenshilfen möglich

Kurzarbeitergeld oder ähnliches kann die HSG nicht beantragen, da die „Mitarbeiter“ nicht ausreichend „verdienen“. Zwischen 300 Euro und 1.200 Euro mit Aufwandsentschädigungen, Fahrtkostenzuschüssen und „Gehalt“ gibt es. Er fühlt sich in „einer leeren Mitte, um die sich niemand kümmert“. Das einzige Geld, was die Ostsee-Handballer erhalten haben, waren 8.900 Euro aus den fehlenden Zuschauereinnahmen. Sonstige Hilfen kann die „HSG Ostseespielbetriebsgesellschaft UG“ nicht beantragen. Die Gesellschaft wurde erst 2020 gegründet. Somit können Zahlen aus dem Jahr 2019 gar nicht vorgewiesen werden.

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Zwei Parteien unterstützen, zwei andere nicht

Dabei suchten die Grömitz-Neustädter schon bei den Landtagsabgeordneten im Kreis nach Hilfe. „Wir sind guter Dinge, dass wir durch zwei Parteien Unterstützung erfahren. Vielleicht bewegt sich jetzt etwas“, so Grenke-Klimstein. Peer Knöfler (CDU) und Volker Schnurrbusch (AfD) waren die einzigen beiden, die sich um den Handball in der Region kümmern. „Das ist für uns sehr wichtig und wir sind ihnen dankbar, dass sie sich darum kümmern und für die HSG Ostsee kämpfen.“ Von der SPD und den Grünen gab es nach seiner Aussage nicht einmal eine Antwort auf den „Hilferuf“. In Mecklenburg-Vorpommern sieht das alles ganz anders aus. Empor Rostock und Mecklenburger Stiere erhielten von der dortigen Politik jeweils rund 170.000 Euro. In Schleswig-Holstein scheint man hier zu schlafen…

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