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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat im Nachholspiel des ersten Spieltages beim Tabellensechsten TuS N.-Lübbecke mit 28:24 (12:12) den dritten Auswärtssieg eingefahren, seinen dritten Tabellenplatz gefestigt und dem Gastgeber die zweite Heimniederlage beigebracht. Das alles, obwohl die Hamburger zum Spitzenspiel ohne Lukas Ossenkopp mit nur zehn Feldspielern antraten.

Gastgeber hat in erster Hälfte fast immer die Nase vorn

Der HSV Hamburg nutzte zu Beginn zwei Zeitstrafen gegen den TuS N.-Lübbecke mit einem Doppelschlag über die rechte Außen-Position durch Thies Bergemann zum 2:0 in der 5. Minute. Nach dem Anschluss gelang dem Gastgeber – ebenfalls in Überzahl – nicht nur der Ausgleich, sondern er übernahm mit 3:2 die Führung. Die Hamburger blieben bis zum 5:5 dran, kassierten anschließend innerhalb von drei Minuten durch Dominik Ebner drei Tore in Folge und sahen sich mit 5:8 im Hintertreffen. Trainer Torsten Jansen nahm sein erstes Team-Time-Out und brachte die Mannschaft wieder in die Spur, die zwar die gefährlichen Außen im Griff hatten, aber durch den Rückraum immer wieder in Verlegenheit gebracht wurden.

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Die Hintermannschaft stand nach der Auszeit sicherer und Torhüter Jonas Maier kaufte den Schützen wichtige Bälle ab, so erzielten Jan Forstbauer und Niklas Weller den Anschluss zum 7:8, was die Auszeit des TuS zur Folge hatte. Erneut traf Weller mit einem Heber zum 8:8 (22.), bevor der Gastgeber wieder mit zwei Toren auf 10:8 enteilte. Der HSVH blieb dran und glich durch zwei von Weller verwandelte Siebenmeter zum 10:10 aus. Trotz doppelter Überzahl gelang es den Hamburgern nicht sich abzusetzen. So ging es mit 12:12 in die Kabinen, da Bergemann unmittelbar vor der Pause an Johannes Jepsen im Tor scheiterte.

Schlussphase gehörte dem HSV Hamburg

Den ersten Treffer der zweiten Hälfte steuerte Dominik Axmann zur 13:12-Führung der Hamburger bei, die anschließend durch zwei kurz aufeinander folgende Zeitstrafen mit 13:15 (37.) ins Hintertreffen gerieten. Die Hamburger bekamen die Angreifer immer besser in den Griff und erneut war es Maier, der sich präsent zeigte. Zwischen der 38. und 45. Minute wechselte die Führung mehrfach, doch keine Mannschaft setzte sich deutlich ab. Nachdem Jonas Gertges Jepsen mit einem Treffer ins kurze Eck zum 20:20 bezwungen hatte, zog Nettelstedt zum zweiten Mal die grüne Karte.

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Trainer Torsten Jansen stellte sein dezimiertes Team optimal ein
Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Jansen hatte in der Auszeit der Gastgeber sein Team in die richtige Spur gesetzt, das mit fünf Torerfolgen bei nur zwei Gegentreffern sich auf 25:22 (56.) vorentscheidend absetzte. Endgültig den Deckel machte Bergemann drauf, der mit zwei Toren das 27:23 – gut zwei Minuten vor dem Ende – erzielte. Auch den Schlusstreffer dieser Partie setzte Bergemann zum 28:24-Endstand und bescherte dem Handball Sport Verein Hamburg seinen dritten Auswärtssieg, der mit 12:4 Punkten Platz 3 festigte.

Fazit: Der HSV Hamburg verstand es im Spitzenspiel von Beginn an den gefährlichen Links-Außen Tom Skroblien (43 Tore) zu neutralisieren – er erzielte nur zwei Tore vom Siebenmeterpunkt – und selbst über die Außen und den Kreis zum Erfolg zu kommen. In einem Spiel auf Augenhöhe steigerten sich die Hamburger in der Schlussphase in Angriff und Abwehr, unterstützt von einem gut aufgelegten Maier im Tor, dass es am Ende ein verdienter Sieg einer kompakten Mannschaft war.

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Besetzung:
Marcel Kokoszka, Jonas Maier – Tobias Schimmelbauer (1), Pelle Fick, Leif Tissier (4), Niklas Weller (8/4), Dominik Axmann (3), Jonas Gertges (1), Philipp Bauer (4), Jan Forstbauer (1), Thies Bergemann (6), Jan Kleineidam

Bildquellen

  • HSV jubelt_40423_Ralf_Homburg: Lobeca/Ralf Homburg
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