HSV Hamburg schlägt sich selbst beim MT Melsungen

Fast so viele technische Fehler wie Tore - Gastgeber nimmt es dankend an

Das Trainergespann Torsten Jansen und Blazenko Lackovic ratlos in Melsungen
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in seinem ersten Auswärtsspiel der Saison bei der MT Melsungen mit 27:30 (12:13) verloren und dabei durch mehr als 20 eigene technische Fehler sich selbst um die Früchte eines Erfolges gebracht.

Starke Beginn – Einbruch nach Verletzung von Magaard bringt Bruch

In den ersten zwei Minuten standen beide Torhüter im Mittelpunkt, dass der HSV Hamburg erst nach fast drei Minuten das erste Tor der Partie durch Jacob Lassen erzielte. Melsungen glich zum zweiten Mal aus, nachdem Dani Baijens seine Farben wieder in Front gebracht hatte. Mit einem 3:0-Lauf erhöhten die Gäste auf 5:2 in der 9. Minute. Beim 3:7 (13.) nahm die MT Melsungen die erste Auszeit, kassierte aber noch den 4:8-Rückstand. Auf Seiten der Hamburger gab es eine Reihe technischer Fehler, die der Gastgeber konsequent nutze und einen 6:1-Lauf hinlegte, trotz zwischenzeitlicher Auszeit von Trainer Torsten Jansen.

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In der 21. Minute schied Andreas Magaard nach eine Abwehraktion verletzt aus. Jansen stellte nun sowohl Dominik Axmann wie auch Tobias Schimmelbauer auf die für sie ungewohnte Kreis-Position. Die erste Führung der MT beim 10:9 (24.) wehrten die Hamburger mit erneut drei Toren in Folge zum 12:10 (28.) noch ab. Die MT Melsungen erhielt einen Siebenmeter, der verwandelt wurde, und gleichzeitig Leif Tissier eine Zeitstrafe. Mit zwei weiteren Treffern ins leere Tor der Hamburger ging Melsungen mit einer 13:12-Führung in die Pause. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Magaard lief in der Offensive wenig zusammen.

Fehlerrate in zweiter Hälfte bricht Hamburg das Genick

Melsungen machte nach Wiederbeginn dort weiter wo es vor der Pause aufgehört hatte. Erneut drei Treffer in Folge, begünstig durch Hamburger Fehler, beendeten einen die Halbzeit übergreifenden 6:0-Lauf der Gastgeber zum 16:12 (33.). Toto Jansen nahm sofort seine zweite Auszeit, die den HSV Hamburg beim 15:17 (35.) per Siebenmeter durch Casper Ulrich Mortensen wieder in Schlagdistanz brachten. Erneut gelang im Angriff kaum etwas, Melsungen nutze die Gunst der Stunde und zog auf 20:15 (38.) davon. Kurz vorher wechselte Toto Jansen den glücklosen Johannes Bitter gegen Ivan Budalic im Tor aus, der Schlimmeres in der Phase des Spiels verhinderte.

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Nach dem 18:24 (48.) – der Deckel schien bereits drauf zu sein – nahm Jansen seine letzte Auszeit und brachte Thore Feith als etatmäßigen Kreisläufer ins Spiel. Feith netzte in seinem ersten Angriff zum 19:24 und wenig später zum 21:26 (51.). Dieses Tor löste noch einmal die Bremse zu einem 4:0-Lauf, den Leif Tissier zum 24:26 (53.) abschloss, obwohl noch mehrere klare Chancen liegenblieben, wo teilweise bei Torhüter Simic Endstation war. Nach der Auszeit der MT Melsungen gelang Baijens und Mortensen der Anschlusstreffer beim 26:27 (55.), alles schien wieder möglich. Während einer Zeitstrafe gegen Azat Valiullin erhöhte Melsungen wieder auf 28:26, doch Mortensen verkürzte vom Siebenmeterpunkt noch einmal auf 27:28 (58.). In den verbleibenden fast drei Minuten gelang dem Handball Sport Verein Hamburg in der Offensive nichts mehr und am Ende brachte die MT Melsungen einen 30:27-Erfolg ins Ziel.

Fazit: Die Hamburger schlugen sich selbst, indem sie mehr als 20 technische Fehler produzierten, was unter normalen Umständen für drei Spiele ausreichend ist. Mit einer solchen Fehlerrate und einer unterdurchschnittlichen Torhüterleistung (Bitter 2 und Budalic 4 Paraden) ist ein Bundesligaspiel gegen einen solchen Gegner nicht siegreich zu beenden. Nun heißt es schnell dieses große Defizit abzustellen, damit im nächsten Heimspiel gegen GWD Minden die ersten doppelten Punkte auf die Habenseite kommen.

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung:
Johannes Bitter, Ivan Budalic – Tobias Schimmelbauer, Andreas Magaard (1), Casper Ulrich Mortensen (8/3), Leif Tissier (2), Levin Unbehaun, Jacob Lassen (2), Dominik Axmann, Frederik Bo Andersen (5), Nicolai Theilinger (1), Thore Feith (2), Azat Valiullin (2), Dani Baijens (4)

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