HSV Hamburg trennt sich von Geschäftsführer

Suche nach Ersatz läuft mit Bedacht

Johannes Bitter (Sportdirektor HSV Handball) wird künftig mit einem neuen Geschäftsführer arbeiten. Foto: Lobeca/Andreas Knothe
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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg und Geschäftsführer Christian Hüneburg werden ihre Zusammenarbeit zum 30. Juni 2026 im gegenseitigen Einvernehmen beenden. Hüneburg hatte seine Tätigkeit beim HSVH am 7. Oktober 2024 in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase des Vereins aufgenommen und seitdem entscheidend zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Clubs beigetragen.

Wichtiger Vorantreiber

Während seiner Amtszeit wurden wichtige Schritte in der wirtschaftlichen Konsolidierung umgesetzt. Dazu zählen unter anderem ein umfassender Schuldenschnitt, strukturelle Anpassungen innerhalb des Vereins sowie die erfolgreichen Abschlüsse der Lizenzierungsverfahren. Darüber hinaus wurde Anfang 2026 ein Strategieprozess angestoßen, in dessen Rahmen gemeinsam mit den verschiedenen Stakeholdern die Grundlagen und Leitlinien für die zukünftige Entwicklung des HSVH erarbeitet wurden.

Bestmögliche statt schnellste Lösung

Die Suche nach einer Nachfolge läuft bereits in einem strukturierten und sorgfältigen Auswahlprozess. Im Fokus steht dabei nicht eine schnelle Entscheidung, sondern die Verpflichtung einer Persönlichkeit, die den Verein gemeinsam mit Sportdirektor Johannes Bitter und dem gesamten HSVH-Team langfristig bestmöglich weiterentwickeln kann. Dabei werden sowohl interne als auch externe Optionen geprüft.

Hintergrund der vorgezogenen Mitteilung sind aktuelle Berichterstattungen und öffentliche Spekulationen rund um die zukünftige personelle Besetzung der Geschäftsführung. Ursprünglich hatten sich die Gesellschafter und Christian Hüneburg auf einen späteren Zeitpunkt für die Kommunikation verständigt. Um jedoch größtmögliche Transparenz zu schaffen und Partner, Sponsoren sowie Mitarbeitende frühzeitig und verlässlich zu informieren, wurde die Entscheidung bewusst vorgezogen. Offene und ehrliche Kommunikation sehen alle Beteiligten dabei als wichtige Grundlage der Zusammenarbeit an.

„Zentrale Phase der Entwicklung abgeschlossen“

Kay Spanger, Präsident des HSVH begründet die Entscheidung: „Christian Hüneburg hat in den vergangenen knapp zwei Jahren in einer für den Club sehr anspruchsvollen Phase Verantwortung übernommen. Insbesondere die wirtschaftliche Konsolidierung und die stabile Lizenzierung sind wesentliche Verdienste seiner Arbeit. Mit der erfolgreichen Stabilisierung und der Einleitung des Strategieprozesses für die kommenden Jahre ist eine zentrale Phase der Entwicklung des HSVH abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist der jetzige Zeitpunkt für das einvernehmliche Ende des Sanierungsprojektes folgerichtig. Wir danken Christian Hüneburg ausdrücklich für seinen Einsatz und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.“

„Mich selbst überflüssig machen“

Auch Christian Hüneburg selbst blickt findet ähnliche Worte: „Wir haben in den vergangenen knapp zwei Jahren gemeinsam viel erreicht. Nach dem erfolgreichen Sanierungsprozess und einem Schuldenschnitt von rund zehn Millionen Euro ist es uns gelungen, den Club zu stabilisieren und wirtschaftlich auf ein solides Fundament zu stellen. Mit dem im Januar gestarteten Strategieprozess haben wir zudem die zentralen Leitlinien für die zukünftige Entwicklung des HSVH definiert. Damit ist eine Phase abgeschlossen, die stark von Stabilisierung und Strukturaufbau geprägt war. Meine Aufgabe habe ich immer auch darin gesehen, den Club in einer schwierigen Situation zu ordnen, ihm Perspektive zu geben und Strukturen zu schaffen – unabhängig von einzelnen Personen.“

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„Ein wesentlicher Teil des Projektes war es immer, mich selbst überflüssig zu machen. Vor diesem Hintergrund ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Verantwortung zu übergeben und den nächsten Entwicklungsschritt in neue Hände zu legen. Ich danke dem gesamten Club mit seinen tollen Fans und Partnern, den Gremien sowie allen Mitarbeitenden für den Zusammenhalt und das Vertrauen. Ich habe auch in herausfordernden Zeiten sehr gern für den HSVH gearbeitet und wünsche dem Verein für die Zukunft maximalen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg“, zeigte sich Hüneburg dankbar.

Welche Note würdet ihr dem VfB Lübeck für die Regionalliga-Saison geben?

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