Anzeige
Kanzlei Proff

Hamburg – Nachdem bereits im Jahr 2014 – nach dem Ausstieg von Andreas Rudolph als wichtigsten Gesellschafter – die Lizenz erst nach einem Einspruchsverfahren vom Deutschen Handballbund (DHB) nur unter Auflagen erteilt wurde, verbesserte sich die finanzielle Lage nicht. Daraufhin stellte Christian Fitzek als Geschäftsführer am 16. Dezember 2015 einen Insolvenzantrag. Am 20. Januar 2016 entzog die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) dem HSV Handball nachträglich die Lizenz für die Saison 2015/16 und sämtliche Spiele der Saison wurden aus der Wertung genommen. Die Hamburger standen als erster Absteiger fest.

Die zweite Mannschaft spielte zu dem Zeitpunkt in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (4. Liga), wurde dort mit 45:7 Punkten und 895:739 Toren souverän Meister und schaffte somit den Sprung in die 3. Liga. Dieses stand gleichzeitig für den Neubeginn nach der Insolvenz. Als einziger Spieler war Niklas Weller von der Oberliga – bis zum Aufstieg im Jahr 2021 in die LIQUI MOLY HBL – immer dabei und versäumte in der gesamten Zeit lediglich vier Spiele, davon drei in der abgelaufenen Saison.

- Anzeige -

Neuanfang nach der Insolvenz in der Oberliga

Nach der Insolvenz der Erstliga-Mannschaft unterstützte Stefan Schröder das Team in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und trug durch seine Erfahrung mit dazu bei, dass der Aufstieg in die 3. Liga vollbracht wurde. Dort spielte der Aufsteiger fortan als erste Mannschaft des Handball Sport Verein Hamburg.

Erste Drittliga-Saison bereits auf Platz 3

Im ersten Drittligajahr übernahm am 29. März 2017 der bisherige Co-Trainer Torsten Jansen das Amt des Cheftrainers von Jens Häusler und führte den HSV Hamburg auf Platz 3 mit 46:14 Punkten und 926:826 Toren. Der HSV Hamburg musste nur den TSV Altenholz (52:8) und die HSG Nord Henstedt-Ulzburg (48:12) vorbeiziehen lassen. Die Hamburger hatten – neben dem Meister Altenholz – bei 30:0 Punkten eine makelloses Heimbilanz, allerdings auswärts nur 16:14 Punkte auf dem Konto. In dieser Saison stießen Lukas Ossenkopp (HF Springe), Jan Forstbauer (MT Melsungen) und Finn Wullenweber (eigenen A-Jugend) zum Drittliga-Kader.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige

Für Leif Tissier – noch A-Jugendspieler – kam der Sprung ins kalte Wasser als Spielmacher in der Herrenmannschaft am 25. März 2017 gegen die SG Flensburg-Handewitt II. Bei der 22:29-Auswärtsniederlage feierte Tissier einen guten Einstand und steuerte gleich zwei Treffer bei. Einen Spieltag später hatte Dominik Vogt (A-Jugendspieler) sein Debüt im Seniorenbereich und traf beim 37:34-Heimsieg gegen den Spitzenreiter TSV Altenholz einmal. Am 15. April hatte mit Jan Kleineidam der nächste A-Jugendspieler beim 28:25-Sieg über den HV Grün-Weiß Werder in den Herren seinen ersten Einsatz. Als junger Jahrgang in der A-Jugend gehörte ebenfalls Dominik Axmann mit zum Drittliga-Kader.

Im zweiten Drittligajahr Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga

Im Jahr Zwei nach der Insolvenz gelang dem Handball Sport Verein Hamburg der erste große Wurf mit der Meisterschaft in der 3. Liga. Die Hamburger feierten mit 50:6 Punkten und 865:678 Toren nach der Meisterschaft – mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Zweiten TSV Altenholz (43:13) – auch den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga im zweiten Anlauf. Im Aufstiegsjahr beendete der HSV Hamburg die Serie auswärts bei 27:1 Punkten ungeschlagen und gab lediglich bei der SG Flensburg-Handewitt II einen Punkt beim 27:27 ab. In heimischer Halle kassierten die Hamburger zwei Niederlagen (29:30 TSV Altenholz und 32:33 Mecklenburger Stiere) und ein Unentschieden (25:25 HSV Hannover) bei 23:5 Punkten.

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.