Mirko Spieckermann verlässt den MTV Lübeck

Bundesligist braucht neuen Trainer

Trainer Mirko Spieckermann hört beim MTV Lübeck auf. Foto: Lobeca/Michael Raasch

Lübeck – Der MTV Lübeck hat vor kurzem die Bundesliga-Qualifikation zum zweiten Mal für die A-Jugend geschafft, doch nun muss sich der Verein einen neuen Trainer für die U19 suchen. Mirko Spieckermann hört auf. Das erfuhr HL-SPORTS rund eine Woche nach dem Abschlusstraining der vergangenen Saison. Der 49-Jährige bestätigte seinen Abschied auf Nachfrage.

Entscheidung schon zu Ostern gefallen

„Am 16. Juni hatte ich das letzte Training mit meiner Mannschaft – und ganz ehrlich war das kein ganz einfacher Abschied. Einige Tage nach der Wiederqualifikation der männlichen A-Jugend in Cottbus habe ich meinen Entschluss beim MTV aufzuhören, der Mannschaft mitgeteilt. Meine Entscheidung stand bereits in den Osterferien fest. In Abstimmung mit dem Verein haben wir vereinbart, dass ich noch die Bundesliga-Qualifikation für den MTV Lübeck spielen werde, da ich meine Mannschaft und die Spielweise der Bundesliga kenne und ich über einen großen Erfahrungsschatz im Spielen von Qualifikationsturnieren verfüge“, sagt Spieckermann.

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Warum hört der Erfolgstrainer jetzt auf?

Für den Verein ein Riesen-Verlust, doch was sind die Gründe dafür? Spieckermann: „Das hat mehrere Gründe. Anfang des Jahres habe ich den Kader für die Saison 22/23 zusammengestellt. Es ist dabei eine schlagkräftige Mannschaft zusammengekommen. Die Zusagen der Spieler lagen vor. Doch ist dann alles anders gekommen. Aufgrund des Schulsystems und G8 verlassen einige Spieler Lübeck, um zu studieren bzw. eine Ausbildung zu beginnen. Drei bis vier Spieler verlassen den Verein zum HSV Handball oder zu anderen Bundesligisten. Vereinsintern spielen nicht die besten Spieler in der ersten Mannschaft. Hier ist ein Umdenken der Spieler aber auch meiner Trainerkollegen erforderlich. Die Jugend-Bundesliga ist das Aushängeschild des Vereins. Es muss klar formuliert werden, was die Aufgabe einer 2. Mannschaft ist. Ziel muss es sein, dass die besten Spieler des Vereins in der 1. Mannschaft spielen. Um genau das zu erreichen und um die nächsten Schritte der Professionalisierung zu gehen, mache ich den Weg frei für einen neuen Trainer. Ich möchte auch noch einmal unterstreichen, dass nicht meine knapp bemessene Zeit der Grund ist, dass ich aufhöre. Auch das hätte ich in der neuen Saison weiter hinbekommen.“

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„Ich übergebe eine Mannschaft mit hohem Potential“

Ich bin jetzt 33 Jahre Trainer, unter anderem 25 Jahre Landesauswahltrainer und hatte wirklich ganz tolle fünf Jahre beim MTV Lübeck. Wir haben gerade in der letzten Saison außergewöhnliches in der Jugend-Bundesliga geleistet – gekrönt mit der Auszeichnung zur Mannschaft des Jahres. MTV Lübeck ist die beste Adresse für den Jugendhandball im südlichen Schleswig-Holstein. Ich übergebe eine Mannschaft mit hohem Potential. Ich wünsche den Jungs für die kommende Saison viel Erfolg und alles Gute – die Liga habt ihr Euch verdient.“

MTV braucht neues Trainerteam

Mit Spieckermann gehen ebenfalls Co-Trainer Jan-Philipp Piel und Physiotherapeutin Christina Grünwald. Der Verein hat nun Zeit bis zum Saisonstart Mitte September eine Lösung zu finden.

Bildquellen

  • Spieckermann: Lobeca/Michael Raasch
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