
Lübeck – In der 3. Liga der Frauen hat der verlustpunktfreie Spitzenreiter SV Todesfelde auch die schwere Auswärtshürde in Schwerin in den letzten 15 Minuten souverän gemeistert, die weiße Weste verteidigt und den nächsten großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga vollzogen. Weiterhin durch die Heimniederlage der Zweiten des VfL Oldenburg gegen das Schlusslicht Frankfurter HC auch in Richtung Meisterschaft. Für den SV Henstedt-Ulzburg gab es nach einer starken Aufholjagd am Ende doch nichts Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen. Während Todesfelde weiter von der Spitze grüßt, stehen die „Frogs-Ladies“ mit dem Rücken an der Wand, nur einen Punkt vor dem Abstiegsplatz.
SV GW Schwerin – SV Todesfelde 27:32 (13:12)
Das Spitzenspiel hielt was es versprach, Spannung pur, Der Killerinstinkt des verlustpunktfreien Spitzenreiters entschied in der Schlussphase das Top-Spiel und ließ den Aufsteiger weiter den Blick in Richtung Zweitliga-Aufstieg richten.
Es dauerte bis zur 4. Minute, bis das 1:0 für die Gastgeberinnen fiel, doch der Spitzenreiter glich nicht nur aus sondern übernahm durch zwei Treffer von Franziska Haupt, einen von der Siebenmetermarke, mit 2:1 in der 6. Minute die Führung. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht, in der der SV Todesfelde in Unterzahl das 2:3 (11.) und anschließend das 2:4 hinnahm. Dieses veranlasste Trainer Henning Ammen zur frühen Auszeit. Sie zeigte Wirkung, es folgte der Anschlusstreffer zum 4:5 (15.) durch einen Doppelschlag von Rieke Thal und Svea Schüller und Lina-Cathleen Asmussen machten den 4:0-Lauf zum 6:5 (18.) perfekt. Jetzt meldete Schwerin Redebedarf an. Auch diese Auszeit zeigte Wirkung und die Gastgeberinnen zogen mit drei Tore in Folge auf 8:6 (20.) davon. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Seiten beim 13:12 für die Gastgeberinnen gewechselt wurden.
Zu Beginn der zweiten Hälfte kassierte Tofe gleich zwei schnelle Gegentore zum 12:15 (32.). Die Hintermannschaft und die Offensive des SV Todesfelde fanden nicht ins Spiel, so hatte Trainer Ammen beim 14:17 (35.) bereits erneut frühzeitig Redebedarf. Erneut zeigte die Auszeit Wirkung, Todesfelde verkürzte auf 17:18 (39.), was die Gastgeberinnen ebenfalls zum Team-Time-Out veranlasste. Diese Auszeit nutzte die Mannschaft von Trainer Ammen, die anschließend durch zwei schnelle Tore mit 19:18 (42.) die Führung zurückeroberte. Nun legten die Gäste vor und die Gastgeberinnen glichen aus. Trotz zweier Zeitstrafen baute Tofe den Vorsprung auf 24:21 (50.) aus, was die letzte Auszeit der Schwerinerinnen zur Folge hatte. Von der Siebenmeterlinie erhöhte Haupt zum 25:21 (52.) was wie eine Art Vorentscheidung des Spiels schien. Doch Schwerin gab sich noch nicht geschlagen, verkürzte auf 24:26 (55.), doch mit dem 30:26 (58.) machte Asmussen, die die letzten drei Treffer für den Spitzenreiter erzielte, den Sack endgültig zu. An Ende verteidigte der SV Todesfelde seine weiße Weste in der zweiten Halbzeit noch deutlich mit 32:27.
„Es war das erwartete intensive Top-Spiel mit viel Kampf auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit haben wir offensiv nicht die richtigen Lösungen gegen die aggressive Deckung von Schwerin gefunden, defensiv aber sehr gut dagegengehalten. Nach einem schwachen Start in die zweite Hälfte mit zu vielen vergebenen Chancen haben wir zunehmend besser ins Tempospiel gefunden. Die letzte Viertelstunde war dann wieder klar unser Attackehandball. Auch nach der roten Karte gegen Franziska Haupt haben wir als Mannschaft sehr geschlossen agiert. Besonders gefreut hat mich das Drittligadebüt von Helene Stübinger, die trotz fehlendem Tor ein starkes Spiel gemacht hat. Der Sieg war verdient und hätte sogar höher ausfallen können“, zeigte sich Trainer Ammen am Ende rund um begeistert.
Damit erhöhte der SVT den Abstand zu Schwerin auf neun Punkte auf der Negativ- und elf auf der Habenseite. Nach der sensationellen 22:28-Heimniederlage des VfL Oldenburg II – relativ auf Platz 2 – gegen das Schlusslicht Frankfurter HC hat der SVT auch den Abstand zum VfL erhöht, der nun sechs Verlustpunkte aufweist bei noch drei Spielen Rückstand des VfL. Allerdings muss der SVT noch beide Partien gegen Oldenburg bestreiten.
Torschützinnen des SV Todesfelde
Franziska Haupt (11/3), Rieka Thal (8), Lina-Cathleen Asmussen und Svea Schüller (je 4), Lena-Marie Müller (3), Leonie Wulf (2)
TV Hann.-Badenstedt – SV Henstedt-Ulzburg 28:27 (14:11)
Nach ausgeglichener Anfangsphase geriet der SV Henstedt-Ulzburg Mitte der ersten Hälfte mit 4:10 in der 18. Minute deutlich in Rückstand. Bis zur Pause kämpften sich die „Frogs-Ladies“ auf 11:14 heran.
Direkt nach Wiederbeginn der Ausgleich zum 14:14 und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe in dem der SVHU erstmals beim 21:20 (50.) die Führung übernahm. Es blieb ein Spiel auf des Messers Schneide, dass die Gastgeberinnen erst unmittelbar vor der Schlusssirene für sich entschieden.
Torschützinnen des SV Henstedt-Ulzburg
Tara Richter (11/4), Svenja Dornseiffer (4), Jana Schmütz (3), Emilie Wolf, Hannah Wulff und Lia Rüsch (je 2), Emma Hüge, Annika Günther und Lina Röttger (je 1)
Alle Spiele der Staffel Nord-Ost
| TuS 97 Bielef./Jöll. | – | SC SFN Vechta | 36:30 |
| TSV Altenholz | – | Buxtehuder SV II | 25:32 |
| TV Hann.-Badenstedt | – | SV Henstedt-Ulzburg | 28:27 |
| SV GW Schwerin | – | SV Todesfelde | 27:32 |
| HSG Blomb.-Lippe II | – | TSV Nord Harrislee | 30:24 |
| VfL Oldenburg II | – | Frankfurter HC | 22:28 |
Die aktuelle Tabelle
| 1 | SV Todesfelde | 28 | : | 0 | 500 | : | 399 | 101 |
| 2 | SV GW Schwerin | 17 | : | 9 | 361 | : | 326 | 35 |
| 3 | VfL Oldenburg II | 16 | : | 6 | 339 | : | 311 | 28 |
| 4 | TuS 97 Bielef./Jöll. | 16 | : | 10 | 392 | : | 356 | 36 |
| 5 | TV Hann.-Badenstedt | 14 | : | 12 | 412 | : | 366 | 46 |
| 6 | TSV Nord Harrislee | 13 | : | 13 | 358 | : | 354 | 4 |
| 7 | HSG Blomb.-Lippe II | 12 | : | 16 | 432 | : | 443 | -11 |
| 8 | TSV Altenholz | 12 | : | 16 | 394 | : | 405 | -11 |
| 9 | Buxtehuder SV II | 9 | : | 17 | 366 | : | 400 | -34 |
| 10 | SV Henstedt-Ulzburg | 8 | : | 18 | 364 | : | 382 | -18 |
| 11 | SC SFN Vechta | 7 | : | 19 | 400 | : | 432 | -32 |
| 12 | Frankfurter HC | 6 | : | 22 | 300 | : | 444 | -144 |
Bildquellen
- SVT mit Fans: Lobeca/Felix Schlikis
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