
Lübeck. Der MTV Lübeck hat seine herausragende Saison in der weiblichen C-Jugend mit dem Gewinn des Final Four der Handballregion Nord gekrönt. Mit zwei souveränen Siegen am Endrundentag sicherte sich das Team nicht nur den Titel, sondern bestätigte auch seine Ausnahmestellung in dieser Spielzeit: Mit einer makellosen Bilanz von 36:0 Punkten ist der MTV Lübeck die beste Mannschaft Hamburgs und Schleswig-Holsteins in der weiblichen C-Jugend. Als Meister der Handballregion Nord darf das Team nun vom 24. bis 26. April beim Cup der Landessieger in Berlin antreten.
Große Kulisse in der Hansehalle
Auch organisatorisch bot das Final Four den würdigen Rahmen für einen besonderen Saisonhöhepunkt. Das Ausrichterteam stellte eine rundum gelungene Veranstaltung auf die Beine. Von Verkaufsbuffet, Hallensprecher und Einlaufmusik bis hin zur stimmungsvollen Siegerehrung mit Konfettikanonen wurde Spielern, Trainern und Zuschauern ein Endrundentag geboten, der dem Anlass in jeder Hinsicht gerecht wurde. Allein das Finale verfolgten mehr als 600 Zuschauer, über den gesamten Tag hinweg fanden über 1.000 Handballinteressierte den Weg in die Halle.
MTV lässt nichts anbrennen
Im ersten Halbfinale traf der MTV Lübeck auf den Handewitter SV, einen individuell stark besetzten Gegner mit mehreren Auswahlspielerinnen. Doch die Lübeckerinnen zeigten von Beginn an eine beeindruckend konzentrierte Leistung. Über eine aggressive und stabile Abwehrarbeit bekam der MTV sofort Zugriff auf die Partie und setzte sich früh ab. Bereits nach zwölf Minuten führte Lübeck mit 9:4, zur Halbzeit stand eine deutliche 15:8-Führung. Gerade gegen einen Gegner mit hoher individueller Qualität unterstrich die Mannschaft damit einmal mehr ihre besondere Stärke in dieser Saison: Geschlossenheit, Klarheit in den Abläufen und ein hohes Maß an mannschaftlicher Reife. In der zweiten Halbzeit ließ der MTV nichts mehr anbrennen, konnte früh rotieren und gewann am Ende hochverdient mit 33:22.
Nervöser Beginn
Im zweiten Halbfinale setzte sich die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 35:31 gegen den SV Henstedt-Ulzburg durch und zog damit ins Endspiel ein. Das Spiel um Platz drei entschied anschließend der Handewitter SV in einer spannenden Partie mit 28:27 für sich und sicherte sich damit die Bronzemedaille. Im Finale wartete mit der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg ein Gegner, der dem MTV Lübeck zunächst alles abverlangte. Defensiv war das Team von Trainer Christoph Nisius von Beginn an voll auf Betriebstemperatur, zwang den Gegner immer wieder ins Zeitspiel und hatte früh guten Zugriff. Im Angriff fehlte in der Anfangsphase jedoch zunächst das nötige Glück. Gleich sechsmal landete der Ball bei den ersten zehn Würfen an Pfosten oder Latte, sodass der MTV trotz guter Spielkontrolle in der 12. Minute mit 4:6 zurücklag.
Beeindruckende Reaktion
Die Reaktion der Lübeckerinnen fiel allerdings bemerkenswert aus. Die Mannschaft blieb ruhig, verteidigte weiter auf extrem hohem Niveau und ließ in den folgenden 13 Minuten nur noch drei Gegentreffer zu – ein Spitzenwert in einem Finale auf diesem Leistungsniveau. So drehte der MTV die Partie, übernahm zunehmend die Kontrolle und setzte sich bis zur Pause auf 16:9 ab. Nach dem Seitenwechsel baute Lübeck den Vorsprung konsequent weiter aus, zog zwischenzeitlich auf 28:19 davon und brachte den Vorsprung schließlich sicher über die Zeit. Mit dem 30:25-Erfolg war der Turniersieg perfekt.

„Druck“ war spürbar
Mit den beiden Siegen beim Final Four setzte der MTV Lübeck den Schlusspunkt unter eine außergewöhnliche Saison. Neben der sportlichen Dominanz war es vor allem die Konstanz, mit der sich die Mannschaft über Monate hinweg präsentierte, die den Weg zum Titel ebnete. Die perfekte Bilanz von 36:0 Punkten spiegelt eindrucksvoll wider, auf welchem Niveau sich das Team in dieser Spielzeit bewegt hat. Mit dem Gewinn der Handballregion Nord ist der MTV Lübeck damit die Nummer eins der weiblichen C-Jugend in Hamburg und Schleswig-Holstein. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Freude im Lübecker Lager. Cheftrainer Christoph Nisius sagte nach dem Titelgewinn: „Das muss alles erstmal sacken. Ich bin mir sicher, dass wir erst in ein paar Tagen wirklich realisieren, was für eine unglaubliche Reise diese Saison war. Gerade am Ende lag schon auch Druck auf unseren Schultern, aber die Mädels haben das unfassbar stark gelöst. Ich bin stolz auf jede Einzelne, auf unser Trainerteam, auf unseren Staff und auf das gesamte Umfeld. Was diese Mannschaft in dieser Saison geleistet hat, ist außergewöhnlich – sportlich, aber vor allem auch als Gemeinschaft.“
Ein Highlight steht noch aus
Neben dem Sportlichen rückte nach dem Final Four auch der Dank an alle Beteiligten in den Vordergrund. Der MTV Lübeck bedankte sich ausdrücklich bei den Gastmannschaften und deren Anhängern, die mit ihrer Unterstützung und fairen Atmosphäre ihren Teil zu einem hochklassigen Endrundentag beitrugen. Ebenso sorgte der eigene MTV-Anhang für eine beeindruckende Kulisse und phasenweise echte Gänsehautatmosphäre auf den Rängen. Für den MTV Lübeck ist die Saison damit noch nicht ganz beendet. Vom 24. bis 26. April geht es zum Cup der Landessieger nach Berlin, wo das Team auf die Meister anderer Handballregionen treffen wird. Dort will der frisch gekürte Titelträger die Handballregion Nord würdig vertreten und seine außergewöhnliche Saison auf nationaler Bühne fortsetzen.
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Bildquellen
- MTV Lübeck jubelt vor der Halle: Sellispix Fotos Sellispix, Michael Sellmann/oH
- Das Trainerteam des MTV Lübeck: Sellispix Fotos Sellispix, Michael Sellmann/oH
- Leonie Lopes: Sellispix Fotos Sellispix, Michael Sellmann/oH
- Regio-Meister MTV Lübeck: Sellispix Fotos Sellispix, Michael Sellmann/oH
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