MTV Lübeck krönt perfekte Turnierleistung und gewinnt den Rosier-Sauerland-Cup 2026

Schockmomente, Kantersiege und tolle Eindrücke

MTV Lübeck vor den Fans. Foto: MTV/oH

Menden – Der MTV Lübeck hat beim Rosier-Sauerland-Cup 2026 ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt und sich in einem der renommiertesten Jugendturniere Deutschlands ungeschlagen den Titel gesichert. Das Turnier gilt als das stärkste Einladungsturnier der weiblichen C-Jugend (U15) und ist ausschließlich den besten Mannschaften vorbehalten. Eine Teilnahme ist nicht frei möglich, Teams werden nach detaillierter sportlicher Analyse eingeladen. Tabellenkonstellation, Kaderentwicklung, Leistungsdaten und Saisonverläufe entscheiden über den Startplatz. Nationale Spitzenmannschaften aus den Regionalligen und ausgewählte internationale Titelanwärter prägen jährlich das Teilnehmerfeld.

Kantersiege zum Start

Trotz winterlicher Bedingungen und siebenstündiger Anreise ins sauerländische Menden zeigte der MTV von Beginn an eine außergewöhnliche Reife. Direkt im ersten Spiel setzte das Team ein Statement: Gegen den zweifachen Titelverteidiger VOC Amsterdam (2024 & 2025) gewann der MTV deutlich mit 22:9. Es folgten ein 23:8-Sieg gegen Co-Gastgeber TV Arnsberg und ein 19:13-Erfolg gegen den Regionalliga-Westfalen-Tabellenführer VfL Herford, der gleichzeitig den Gruppensieg bedeutete.

Schockmoment für MTV

Ein schwerer Moment überschattete die Vorrunde, als sich MTV-Spielerin Henriette Bansemer nach einem unglücklichen Zusammenprall eine Schädel-Hirn-Verletzung (Verdacht auf SHT) zuzog und 400 Kilometer entfernt von zuhause über Nacht im Krankenhaus beobachtet werden musste. Das Team reagierte geschlossen, emotional, aber stabil und spielte fortan #fürHetti. Der Schock verwandelte sich in zusätzliche Entschlossenheit.

Der Weg ins Halbfinale

Am zweiten Turniertag bestätigte der MTV seine Klasse eindrucksvoll. In der Zwischenrunde besiegte Lübeck zunächst den Niedersachsen-Regionalliga-Ersten Buxtehuder SV mit 21:9, danach den Nordrhein-Regionalliga-Dritten TuS Königsdorf mit 16:7. Auch im Achtelfinale blieb der MTV defensiv dominant und setzte sich gegen den körperlich starken Nordrhein-Regionalliga-Zweiten TV Aldekerk mit 14:8 durch. Mit der besten Defensive des Turniers und einer beeindruckenden Teamdisziplin ging es ins Halbfinale.

Unterstützung von der Tribüne reicht aus

Dort traf der MTV auf den Regionalliga-Baden-Württemberg-Tabellenführer HSG Freiburg, ein Abwehr-Duell auf Augenhöhe. Trotz mehrerer Zeitstrafen kämpfte sich Lübeck in einem dramatischen Spiel zu einem 8:7-Sieg. Henriette Bansemer, kurz zuvor noch im Krankenhaus, verfolgte die Partie bereits wieder von der Tribüne, ein bewegender Moment der Erleichterung für Mannschaft und mitgereiste Eltern.

Beste Mannschaft, beste Spielerin

Das Finale wurde zur Krönung einer makellosen Turnierleistung. Vor rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauern traf der MTV auf das württembergische Regionalliga-Topteam VfL Waiblingen und gewann überzeugend mit 14:8. Die frühe Dominanz über 6:1 und 10:2 legte den Grundstein, sodass alle Spielerinnen wertvolle Einsatzzeit erhielten, ein sportlich wie menschlich perfekter Abschluss. Ein weiterer Höhepunkt: MTV-Spielerin Leonie Lopes wurde zur besten Spielerin des Turniers ausgezeichnet, als sichtbares Symbol für die außergewöhnliche Coach-Player-Connection, das Vertrauen und die starke Teamkultur in Lübeck.

Große Zufriedenheit – der Blick geht nach Vorne

Insgesamt reiste der MTV mit einem außergewöhnlichen Tross von über 30 Eltern, gemeinschaftlichem Kochen und breitem Support an. Acht Spiele, acht Siege, zahlreiche Torschützinnen und die stärkste Abwehrreihe des Turniers unterstreichen die Verdientheit des Erfolgs. Christoph Nisius, Cheftrainer des MTV Lübeck meint: „Das Wochenende war die härteste sportliche Prüfung, die ein Team im Jahrgang 2011/2012 bekommen kann und meine Mannschaft hat sie gemeinsam, geschlossen und mit Freude bestanden. Dieser Titel gehört dem gesamten Team und ganz besonders Hetti. Für uns geht jetzt aber der Alltag weiter. Wir wissen, was wir erreicht haben, verlieren dabei aber nicht den Blick nach vorne. Unser Ziel ist es, die Tabellenführung zu behaupten und damit die Grundlage zu legen, um das Final-Four bei uns ausrichten zu dürfen. Parallel dazu arbeiten wir sehr gezielt daran, unsere Auswahlspielerin bestmöglich auf die DHB-Sichtung Ende Januar vorzubereiten. Genau diese Mischung aus Teamzielen und individueller Entwicklung wird uns in den kommenden Wochen antreiben.“

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  • MTV Lübeck vor den Fans: MTV/oH
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