
Owschlag – Großer Erfolg für den MTV Lübeck: Die weibliche B-Jugend hat sich am Sonntag in Owschlag direkt für die Jugend-Bundesliga 2026/27 qualifiziert und spielt damit das zweite Jahr in Folge in der höchsten deutschen Spielklasse ihrer Altersklasse.
Starke Entwicklung
Vor rund 250 Zuschauern setzte sich das Team in der Vorqualifikation zunächst im Halbfinale mit 17:12 gegen die SG Hamburg Handball/AMTV Hamburg durch und gewann anschließend auch das Finale gegen die HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen mit 24:19. Damit bestätigt der MTV Lübeck erneut die starke Entwicklung im weiblichen Nachwuchsbereich und setzt den eingeschlagenen Weg im leistungsorientierten Jugendhandball konsequent fort.
„Dass wir es als überwiegend jüngerer Jahrgang direkt schaffen, erneut in die Bundesliga einzuziehen, macht uns unglaublich stolz. Das ist eine große Bestätigung für die Arbeit der letzten Jahre im gesamten Verein“, ordnete das Trainerteam den Erfolg nach dem Turnier ein.
Defensive legt Grundstein gegen Hamburg
Im Halbfinale gegen die SG Hamburg Handball/AMTV Hamburg entwickelte sich zunächst das erwartete intensive und nervöse Spiel zweier Teams, die sich aus zahlreichen Duellen der vergangenen Jahre bestens kennen.
Beide Mannschaften starteten mit hoher Intensität in der Defensive, sodass nach zehn Minuten lediglich ein 2:2 auf der Anzeigetafel stand. Anschließend fand der MTV Lübeck jedoch immer besser ins Spiel und vor allem defensiv nahezu perfekte Lösungen. Besonders beeindruckend: In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit ließ der MTV keinen einzigen Gegentreffer mehr zu und zog bis zur Pause auf 8:2 davon. Insgesamt kassierte die Mannschaft in den ersten 20 Minuten lediglich zwei Gegentore.
Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Lübeck das Spielgeschehen souverän. Beim 13:6 in der 29. Minute war die Partie praktisch entschieden, sodass das Trainerteam bereits früh durchwechselte. Am Ende stand ein verdienter 17:12-Erfolg und damit der Finaleinzug. Beste Torschützin der Partie war Melina Marquardt mit vier Treffern.
Starke Reaktion nach Rückstand im Finale
Im Finale wartete mit der HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen der Gastgeber und nächste hochkarätige Gegner. Der MTV startete stark in die Begegnung und führte bereits in der neunten Minute mit 7:3. Im weiteren Verlauf verlor die Mannschaft jedoch etwas den Rhythmus. Die HGOKT stellte sich zunehmend besser auf die offensive Abwehrformation des MTV ein und drehte den Spielstand bis zur Halbzeit auf 12:11.
In der Pause reagierte das Trainerteam mit taktischen Anpassungen und veränderte unter anderem die Abwehrformation – mit Erfolg. Direkt nach Wiederbeginn fand der MTV wieder Zugriff auf die Partie und glich schnell zum 13:13 aus. Vor allem defensiv stabilisierte sich Lübeck erneut deutlich und ließ in der zweiten Halbzeit lediglich sieben Gegentore zu. Über ein 18:15 in der 28. Minute setzte sich der MTV Schritt für Schritt weiter ab und baute die Führung in der 33. Minute sogar auf 21:15 aus. Am Ende brachte die Mannschaft den Vorsprung souverän ins Ziel und gewann das Finale verdient mit 24:19.
Großen Anteil am Erfolg im Endspiel hatte insbesondere Leonie Lopes, die offensiv immer wieder Verantwortung übernahm und das Team mit ihrer Dynamik und Energie mitriss.
Bundesliga als Bestätigung der Nachwuchsarbeit
Besonders bemerkenswert: Der MTV Lübeck trat überwiegend mit Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs an und hatte zahlreiche 2011er- und sogar 2012er-Spielerinnen im Kader, während viele Konkurrenten vor allem auf den älteren Jahrgang setzten.
Mit der erneuten Qualifikation für die Jugend-Bundesliga setzt der Verein damit ein weiteres Ausrufezeichen im weiblichen Nachwuchsbereich und bestätigt die kontinuierliche Ausbildungsarbeit der vergangenen Jahre.
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in Owschlag keine Grenzen mehr. Vor den mitgereisten Fans und Zuschauern feierte das Team emotional den erneuten Einzug in die höchste deutsche Spielklasse.






