MTV Lübeck schlägt sich selbst – Sieg durch Ungeduld verspielt

Acht Zeitstrafen der Gäste in zweiter Hälfte nicht konsequent genutzt

Raul Rodriguez setzt sich durch setzt sich erfolgreich durch
Foto: Linus Wagner
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Lübeck – Der MTV Lübeck hat mit seiner U19-Mannschaft in der Hansehalle vor 175 Zuschauern in der Jugendbundesliga Handball (JBLH) sein erstes Spiel in der Staffel 1 der Hauptrunde B gegen den fünften der Vorrundenstaffel 2, die JSG HLZ Ahlen, mit 30:31 (15:20) verloren einen unglücklichen Start in die Hauptrunde hingelegt.

Nach ausgeglichenem Beginn geriet Lübeck schnell in Rückstand

Nach kurzem Abtasten fielen in den ersten Minuten die Tore wie reife Früchte. Das 1:0 in der 3. Minute durch Raul Rodriguez folgte ein Doppelschlag von Ahlen zur 2:1-Fühung 60 Sekunden später. Der Gast hatte die Nase vorne, doch der MTV glich immer wieder aus bis zum 4:4 (6.) durch den Haupttorschützen der Lübecker Luis Ciudad Benitez. Beim 4:6 (8.) zog Trainer Mirko Spiekermann seine grüne Karte. Der Gastgeber schloss bis auf ein Tor beim 8:9 (14.) auf, schaffte aber den Ausgleich nicht. Zwei kurz aufeinander folgende Zeitstrafen warfen die Lübecker auf 9:14 (19.) zurück und mit einem 15:20-Rückstand ging es in die Kabine.

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Acht Zeitstrafen in zweiter Halbzeit der Gäste nicht konsequent genutzt

Trainer Spiekermann schien in der Pause an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben, seine Mannschaft verkürzte in der 37. Minute auf 19:21, doch der Gast zog erneut auf vier Tore zum 26:22 (46.) davon. Der MTV Lübeck gab nicht auf und kämpfte sich innerhalb von zwei Minute auf 24:26 heran und ließ nicht locker. Beim Ahlener 29:27 nach 54 Minuten nahm der Gast seine zweite Auszeit. In Überzahl schloss der MTV beim 28:29 auf, kassierte aber postwendend einen weiteren Treffer.

Bei doppelter Überzahl ab der 59. Minute vergab der Gastgeber vom Siebenmeterpunkt die Möglichkeit zum Anschlusstreffer durch einen Pfostentreffer und kassierte im Gegenzug das 28:31. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse, zwei schnelle Lübecker Tore brachten das 30:31 zehn Sekunden vor Ultimo und eine weitere Zeitstrafe gegen die Gäste. Die verbliebene Zeit reichte nicht mehr trotz dreifacher Überzahl zum Ausgleich, so stand der MTV Lübeck am Ende mit leeren Händen da.

Linus Stegen frei durch versenkt den Ball im Netz
Foto: Linus Wagner

Raul Rodriguez unmittelbar nach dem Spiel: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, waren zu inkonsequent und haben am Ende ungeduldig zu früh abgeschlossen. Wir sind aber gut in die Hauptrunde gestartet und nun kann es nur noch Bergauf gehen“.

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Dabei ist die Art und Weise dieser Niederlage, das was Trainer Spiekermann ärgert: „Wir haben uns selbst geschlagen. Ahlen musste selbst gar nichts machen, wir haben vorne die Bälle vertändelt und hinten keinen Abpraller abgefangen, sondern immer den Nachwurf zugelassen. Dann schießen wir den Torwart (Ahlens Sven Brockmeyer) zum Helden oder werfen die Bälle an den Pfosten“, schäumte der Coach kurz nach dem Abpfiff.

Die technisch und disziplinarisch gut ausgebildeten Schüler des Ahlener Trainerteams um den erst 23-jährigen Coach Christopher Brehl nutzten die Lübecker Fehler sehr konsequent und mit schnellem Tempospiel. „Wir freuen uns sehr über die Punkte aus Lübeck, weil wir schon mit Respekt angereist sind“, resümierte Brehl.

Die nächste Aufgabe steht schon am kommenden Freitag um 19 Uhr in Rostock an. Da sollte am Ende aber auch etwas Zählbares stehen, um den Anschluss an den so sehr gewünschten vierten Platz nicht aus den Augen zu verlieren.

Der MTV Lübeck ist mit folgender Besetzung aufgelaufen:
Lovis Meinert, Bjarne Gronek – Reinhard Canzler (2), Linus Stegen (2), Tjorben Patzke, Linus Eggerichs, Elias Moussa (3), Luis Ciudad Benitez (10/1), Daniel Baasch (6), Vincent Gottstein (1), Elias Ciudad Benitez, Raul Rodriguez (4), David Rudi, Adrian Heuer (2)

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