MTV Lübeck vor dem großen Finale: Herausragende Saison soll in der Hansehalle gekrönt werden

Der letzte, große Schritt

MTV Lübeck jubelt mit Fans, Freunden und Helfern. Foto: MTV/oH
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Lübeck – Eine Saison fast wie aus dem Bilderbuch, ein Team mit außergewöhnlicher Entwicklung und jetzt ein Heim-Event, das zum echten Handball-Highlight für die ganze Region werden soll: Die weibliche C-Jugend des MTV Lübeck steht vor dem größten Tag ihrer Saison. Am kommenden Sonntag richtet der MTV in der Hansehalle Lübeck das Final Four um die Meisterschaft der Regionalliga Nord der Handballregion Nord aus – und möchte einer ohnehin schon beeindruckenden Spielzeit die Krone aufsetzen.

Beeindruckender Weg

Dabei ist schon der bisherige Weg bemerkenswert. Der MTV ging mit einem sehr ausgeglichenen Kader in die Saison, in dem sogar mehr Spielerinnen des Jahrgangs 2012 als des älteren Jahrgangs 2011 standen. Viele Talente kommen aus dem Lübecker Umland und dem direkten Umfeld, viele mussten sich erst als Mannschaft finden. Dass aus dieser Konstellation eine so starke Einheit entstehen würde, war früh zu erahnen – spätestens in der Vorbereitung, als die Lübeckerinnen ihre Ambitionen direkt untermauerten und unter anderem den prestigeträchtigen Eulencup in Tarp gewannen und auch bei den Handball-Days in Lübeck mehr als überzeugten.

Pure Dominanz

Was danach folgte, war in dieser Konsequenz außergewöhnlich: In der Liga marschierte der MTV Lübeck verlustpunktfrei durch die Saison, holte 36:0 Punkte und schloss die Hin- und Rückrunde mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 638:333 ab. Das bedeutet: Die Mannschaft erzielte im Schnitt 35,4 Tore pro Spiel, ließ gleichzeitig nur 18,5 Gegentore zu und gewann ihre Partien damit durchschnittlich mit fast 17 Toren Vorsprung. Zahlen, die die Dominanz dieser Mannschaft eindrucksvoll belegen.

MTV Lübeck – Teamfoto vor dem Tor. Foto: MTV/oH

Der Ablauf

Doch damit nicht genug. Im Januar setzte der MTV noch ein weiteres Ausrufezeichen und gewann den Sauerland Cup, der im Jugendhandball als eine Art inoffizielle deutsche Meisterschaft gilt. Ein Erfolg, der nur wenigen Teams gelingt und die außergewöhnliche Qualität dieser Mannschaft auch über die Region hinaus sichtbar gemacht hat. Nun fehlt noch ein letzter Schritt, um diese Saison endgültig unvergesslich zu machen. Nach Platz drei beim Final Four im Vorjahr soll diesmal der ganz große Wurf gelingen. Dass das Finalturnier nun in Lübeck stattfindet, ist kein Zufall: Der MTV hatte sich mit einer überzeugenden Bewerbung um die Ausrichtung beworben und den Zuschlag erhalten. Am kommenden Sonntag soll die Hansehalle damit zur Bühne für hochklassigen weiblichen C-Jugend-Handball werden. Das erste Halbfinale beginnt um 11 Uhr. Als Hauptrundenerster trifft der MTV Lübeck auf den Handewitter SV, einen körperlich starken und individuell hochkarätig besetzten Gegner, in dessen Reihen mehrere Landesauswahlspielerinnen sowie aktuell auch zwei U15-Juniorinnen-Nationalspielerinnen stehen. Im zweiten Halbfinale um 12.30 Uhr begegnen sich SV Henstedt-Ulzburg und die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Das Finale steigt um 16 Uhr und wird den Meister der Regionalliga Nord küren.

„Tripple“ ist möglich

Für den MTV ist die Ausgangslage besonders reizvoll: In den vergangenen zehn Jahren hat kein Verein in der weiblichen C-Jugend sowohl den Eulencup, den Sauerland Cup als auch die Meisterschaft gewonnen. Die Lübeckerinnen stehen also kurz davor, etwas historisch Besonderes zu schaffen. Vielleicht sogar mit einer perfekten Saison. Gleichzeitig ist allen Beteiligten bewusst, dass ein Final Four eigenen Gesetzen folgt. Die Statistik spricht sogar eher gegen den Hauptrundenersten: In den vergangenen Jahren wurde nur selten tatsächlich auch das Team Meister, das nach der Punktspielrunde ganz oben stand. Genau das macht den Reiz – und die Herausforderung – dieses Tages aus. Der MTV bereitet sich entsprechend fokussiert auf das Saisonfinale vor, geht bewusst ins Tapering, arbeitet intensiv an Frische und Fokus und bindet auch noch einmal Sportmentaltrainerin Maike Koberg ein. Hinzu kommt die Hoffnung, die aktuell noch angeschlagenen Spielerinnen rechtzeitig fit zu bekommen.

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„Ziehe meinen Hut“

Trainer Christoph Niesius blickt deshalb mit Stolz, aber auch mit Demut auf das, was seine Mannschaft bereits geleistet hat: „Ich ziehe jetzt schon den Hut vor den Leistungen meiner Mannschaft, meines Trainerteams und unseres gesamten Staffs. Wie hier Woche für Woche gearbeitet wurde, wie sich jede einzelne Spielerin eingebracht hat, wie konsequent Ziele verfolgt wurden – und das alles mit Freude, mit Leidenschaft und mit einer richtig starken Gemeinschaft – das ist schon etwas Besonderes. Jetzt haben wir die Chance, die Kirsche auf die Torte zu setzen und eine ohnehin schon überragende Saison mit einem ganz besonderen Highlight zu krönen, doch an so einem Tag kann alles im Jugendhandball passieren und wir haben richtig starke Gegner die Klasse ausbilden!“

MTV Lübeck feiert den Turniersieg. Foto: MTV/oH

Passendes Gesamterlebnis

Mindestens genauso wichtig wie das Sportliche ist dem MTV aber auch der Rahmen dieses Tages. Denn in Lübeck soll nicht einfach nur ein Finalturnier gespielt werden – es soll ein echtes Event entstehen. Seit Tagen arbeiten zahlreiche Ehrenamtliche im Hintergrund daran, der Endrunde einen würdigen und besonderen Charakter zu geben. Der Verein rechnet mit 450 bis 600 Zuschauerinnen und Zuschauern und will zeigen, was in Lübeck möglich ist, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Zuschauer dürfen sich auf einen außergewöhnlichen Turniertag freuen: mit eigens eingerichteten Fan- und Teamblöcken, Hallensprecher und Musik, individuellen Einlaufliedern und Tormusik für alle Mannschaften, einem Showact zwischen den Spielen, einem reichhaltigen Buffet mit Kuchen, Würstchen und Kaffee, Akkreditierungen sowie einem separaten Raum für Trainer und Offizielle, um auch abseits des Feldes professionelle Bedingungen zu schaffen. Hinzu kommt eine besondere Siegerzeremonie, die dem Anlass gerecht werden soll.

Final Four für alle

Ein starkes Signal des Vereins: Obwohl der MTV durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, Eintritt zu nehmen, wurde bewusst entschieden, das Final Four für alle frei zugänglich zu machen. Der Verein möchte möglichst vielen Menschen die Chance geben, hochklassigen Jugendhandball live zu erleben und die Hansehalle in einen stimmungsvollen, vollen Handballort zu verwandeln. Und sportlich hat das Event ohnehin außergewöhnliches Niveau: Insgesamt werden beim Final Four vier U15-Nationalkader-gesichtete Spielerinnen auf der Platte stehen. Wer am Sonntag nach Lübeck kommt, bekommt also weiblichen C-Jugend-Handball auf allerhöchstem Niveau zu sehen.

Welche Mannschaft zieht ins Pokalfinale ein?

  • VfB Lübeck (57%, 189 Votes)
  • SV Todesfelde (26%, 87 Votes)
  • Regulär endet das Spiel unentschieden, dann gewinnt der VfB (10%, 32 Votes)
  • Ist mir egal (5%, 16 Votes)
  • Regulär endet das Spiel unentschieden, dann gewinnt Todesfelde (2%, 8 Votes)
  • Ich weiß es nicht (0%, 1 Votes)

Total Voters: 333

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Bildquellen

  • MTV Lübeck – Teamfoto vor dem Tor: MTV/oH
  • MTV Lübeck feiert den Turniersieg: MTV/oH
  • MTV Lübeck jubelt mit Fans, Freunden und Helfern: MTV/oH
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