
Lübeck – In der Jugendbundesliga B-Jugend weiblich wartet auf den MTV Lübeck am kommenden Sonnabend die bislang größte Herausforderung der Saison. Um 14 Uhr empfängt der noch ungeschlagene Tabellenführer in der Hansehalle den ebenfalls verlustpunktfreien Handewitter SV.
Natio-Erfahrung beim HSV
Die Rollen sind trotz der aktuellen Tabellensituation klar verteilt. Handewitt zählt zu den Topteams der Jugendbundesliga und unterstrich zuletzt eindrucksvoll seine Qualität. Nach dem 34:25 beim VfL Bad Schwartau folgte ein deutliches 31:15 gegen die HG OKT. Zudem wurden mit Nika Lemke, Azelya Alici und Tilda Plöhn gleich drei HSV-Talente von Bundestrainer Gino Smits für die deutsche U16-Nationalmannschaft und die anstehende U16-Weltmeisterschaft in Marokko nominiert.
Wie weit ist der MTV?
Der MTV geht dennoch mit viel Selbstvertrauen in das Duell. Drei Spiele, drei Siege und 6:0 Punkte stehen bislang zu Buche. Für die Lübeckerinnen ist die Partie deshalb vor allem die nächste Gelegenheit, die Entwicklung der vergangenen Wochen auf höchstem Niveau zu überprüfen. „Handewitt ist für uns der klare Favorit und verfügt über außergewöhnliche individuelle Qualität. Gleichzeitig haben wir uns diese Ausgangslage durch unsere Leistungen selbst erarbeitet. Jetzt wollen wir sehen, wie weit wir gegen eines der Topteams der Liga schon sind“, sagt MTV-Trainer Christoph Nisius.
Kein Abtasten nötig
Ganz unbekannt sind sich beide Mannschaften nicht. Bereits beim Eulen Cup in Tarp trafen sie im Finale aufeinander. Der MTV erwischte dort einen starken Start, musste sich nach einem Einbruch im weiteren Spielverlauf jedoch mit 18:22 geschlagen geben. Seitdem hat sich in Lübeck einiges entwickelt. Der MTV setzt bewusst darauf, seine jungen Spielerinnen individuell und taktisch weiterzubringen, ihnen Verantwortung zu übertragen und einen mutigen, temporeichen Handball zu entwickeln. Genau diesen Weg wollen die Lübeckerinnen auch gegen einen Gegner fortsetzen, der auf vielen Positionen über herausragende Talente verfügt.

„Die Spiele, die wir wollen“
„Für unsere Spielerinnen sind genau das die Spiele, die wir wollen. Wir möchten uns mit den Besten messen und zeigen, dass junge Talente bei uns den Raum bekommen, mutig zu spielen, Verantwortung zu übernehmen und sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Wir werden nicht versuchen, das Spiel nur irgendwie eng zu halten. Wir wollen unseren Handball spielen, mutige Aktionen zeigen und Handewitt vor Aufgaben stellen – vielleicht auch mit der einen oder anderen Sache, die man von uns bisher noch nicht gesehen hat“, so Nisius.
Rollenverteilung in der Hansehalle
Dass der MTV nach drei Spieltagen selbst von der Tabellenspitze grüßt, verändert die Herangehensweise dabei nicht. Vielmehr soll die aktuelle Euphorie genutzt werden, ohne die eigene Entwicklung aus den Augen zu verlieren. Nisius: „Wir wissen, wo wir herkommen und gegen wen wir spielen. Aber wir wollen diese Welle weiterreiten. Ich bin mir sicher, dass Handewitt uns sehr ernst nehmen und gut vorbereitet nach Lübeck kommen wird. Das haben sich unsere Mädels mit ihren bisherigen Auftritten auch verdient. Jetzt freuen wir uns auf eine volle Hansehalle, viel Energie von den Rängen und darauf, den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern.“
Wo landen die Beach Devils am Ende der Saison in der Tabelle?
- Im oberen Bereich (36%, 29 Votes)
- Ganz oben (23%, 18 Votes)
- Ist mir egal (20%, 16 Votes)
- Im Mittelfeld (11%, 9 Votes)
- Im unteren Bereich (5%, 4 Votes)
- Ganz unten (5%, 4 Votes)
- Weiß ich nicht (0%, 0 Votes)
Total Voters: 80








