Nach hohem Rückstand kämpft sich Hamburg gegen den Tabellenzweiten zurück

In der ausverkauften Sporthalle Hamburg zeigt HSV Hamburg Zähne

Niklas Weller und Frederik Bo Andersen stoppen Berlins Mathias Gidsel
Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
Anzeige
Kanzlei Proff

Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat in der mit 3.750 Zuschauern ausverkauften Sporthalle Hamburg gegen die Füchse Berlin ein starkes Spiel gezeigt. Am Ende brachten schwachen 15 Minuten, Halbzeit übergreifend, die Entscheidung. Kreisspieler Dino Corak erzielten seinen ersten Bundesligatreffer unmittelbar vor der Halbzeitpause.

Wo beendet der FC St. Pauli die Spielzeit 2023/2024?

  • Direkter Aufstieg (35%, 152 Votes)
  • Meister (34%, 150 Votes)
  • Außerhalb der Top 3 (18%, 78 Votes)
  • Relegationsplatz (13%, 58 Votes)

Total Voters: 438

Anzeige
AOK
Wird geladen ... Wird geladen ...

Nach starkem Beginn, Einbruch in den letzten Minuten der ersten Hälfte

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in der ersten Halbzeit nach dem Motto: Wir haben keine Chance, lass sie uns nutzen. Nach dem 1:0 der Berliner nach 48 Sekunden glich Zoran Ilic aus und Casper Ulrich Mortensen brachte die Hamburger mit 2:1 in der 3. Minute per Gegenstoß in Führung. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Torhüter auf beiden Seiten keine Rolle spielten, so hieß es 5:4 (6.), erneut durch Ilic. Berlin trat die Hamburger Angreifer auf der rechten Seite, Azat Valiullin und Dani Baijens, offensiver heraus, was zu Fehlern des HSV Hamburg führte. So gelang ein 3:0-Lauf der Gäste, der per Gegenstoß nach einem Steal zum 7:5 vollendet wurde. Hamburg steckte im Tempo nicht zurück und glich durch Ilic und Baijens per Gegenstoß zum 7:7 erneut aus.
Es bleib ein offener Schlagabtausch, in dem die Füchse Berlin immer vorlegten und nach dem 8:8 wurden es zwei Tore beim 10:8 (14.). In dieser Phase hielt Johannes Bitter seine Farben im Spiel, als er einen Gegenstoß entschärfte. Hamburg hielt Kontakt, als beim 11:12 die Berliner Dejan Milosavljev für Victor Kireev ins Tor stellten und er sich gleich mit Paraden ins Licht setzte. Baijens glich mit einer starken Eins-gegen-Eins-Aktion zum 13:13 (21.) aus. Aufgrund der dünnen Spielerdecke schlichen sich ein paar Unkonzentriertheiten ein, die Berlin gnadenlos nutzte. So wechselten die Seiten beim 15:19, womit Dino Corak sein erstes Bundesligator für Hamburg erzielte.

Fehlstart zu Beginn der zweiten Hälfte bricht Hamburg das Genick

Die zweite Hälfte begann mit einem Hamburger 0:5-Fehlstart, was Halbzeit übergreifend in einem 1:9 gipfelte, von 14:15 (23.) auf 15:24 (37.). Hier scheiterten die Hamburger reihenweise an Berlins Torhüter Milosavljev. Die zweite Auszeit von Trainer Jansen wurde bereits beim 15:22 fällig. Er stauchte seine Mannschaft zurecht, was sich auf dem Spielfeld positiv bemerkbar machte.
„Uns war klar, dass wir das nicht nochmal so enden lassen wollten, wie gegen Flensburg. Das hat schon an der Ehre gekratzt und da waren wir den Fans heute etwas schuldig“, sagte Leif Tissier nach dem Spiel. Nach sechs Treffern des HSV Hamburg bei nur zwei Gegentreffern, verkürzten die Gastgeber auf 21:26 (43.) und Baijens verpasste mit einem Lattentreffer noch das 22. Tor der Hamburger, bevor Berlin die nächste Auszeit nahm.
In der letzten viertel Stunden zeigte der HSV Hamburg noch einmal, trotz der dünnen Spielerdecke, dass er nicht gewillt war, das Spiel aufzugeben. Bitter warf sein Können in die Waagschale – er brachte es insgesamt auf 14 Paraden – und die Angreifer zeigten Zug zum Tor, was sich auch in Zählbarem widerspiegelte. Hamburg verkürzte Tor um Tor und kam wenige Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 30:32. Zu mehr reichte es am Ende eines über 50 Minuten kampfbetonten Spiels nicht mehr, doch die Zuschauer honorierten diese Aufholjagd mit Beifall.
Durch diese Niederlage und dem gleichzeitigen Stuttgarter Sieg rutschte der Handball Sport Verein Hamburg auf Rang 15 ab, nur noch einen Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz, den derzeit der ThSV Eisenach einnimmt.

Der Handball Sport Verein Hamburg spielte in folgender Aufstellung:
Johannes Bitter, Alexander Pinski – Casper Ulrich Mortensen (6/3), Leif Tissier (2), Niklas Weller (4), Dino Corak (1), Frederik Bo Andersen, Max Niemann, Alexander Hartwig, Tomislav Severec, Thies Bergemann (1), Zoran Ilic (6), Azat Valiullin (2), Dani Baijens (8)

Bildquellen

  • Niklas Weller und Frederik Bo Anderson: Lobeca/Henning Rohlfs
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein