Neuling Henstedt-Ulzburg weiter mit weißer Weste – „Elbdiven“ halten Tuchfühlung

Stockelsdorf scheitert fünf von sechs Mal vom Siebenmeterpunkt

Die ATSV-Abwehr immer beweglich und voll konzentriert
Foto: Hannah Treichel
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Lübeck – In der Schleswig-Holstein-Liga (SHL) der Frauen hat die zweite Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg das erste Aufsteiger-Duell gegen IF Stjernen Flensborg mit 36:32 in einem Spiel im Stil „Tag der offenen Tür“ für sich entschieden und blieb weiterhin ohne Verlustpunkt. Die „Elbdiven“ setzten sich bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 33:25 durch, sowie auch im zweiten Aufsteiger-Duell der TuS Lübeck 93 mit 34:24 gegen die SG Dithmarschen-Süd. Die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf musste sich knapp – fünf vergebene Siebenmeter – mit 24:25 bei der HSG Horst/Kiebitzreihe geschlagen geben.

SV Henstedt-Ulzburg II – IF Stjernen Flensborg 36:32 (19:19)
Im Aufsteiger-Duell behielt die zweite Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg in einem Spiel des „Tages der offenen Abwehrreihen“ mit 36:32 die Oberhand und brachte den dritten Sieg im dritten Spiel auf die Habenseite. Nach einem Blitzstart zum 3:0 in der 4. Minute, glich IF Stjernen Flensborg beim 4:4 aus, doch der Gastgeber setzte sich über das Tempospiel erneut auf 15:12 (23.) ab. Die Gäste gingen nach einem 4:0-Lauf erstmals mit 16:15 (27.) in Führung, was die hektische Spielweise der Henstedt-Ulzburgerinnen ermöglichte. Bis zum 19:19 zur Pause ging es Schlag auf Schlag weiter.

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Co-Trainerin Tina Pejic packte in der Halbzeit die Mannschaft bei der Ehre und forderte eine deutlich bessere Abwehrleistung ein. Der Gast probierte das Tempo herauszunehmen, was anfangs gelang und die Führung brachte. Langsam fruchtete die Halbzeitansprache, die Abwehr gewann Oberhand, was einen 4:0-Lauf und die damit verbundene 23:21-Führung zur Folge hatte. Diese wurde bis auf 30:23 (49.) ausgebaut, was allerdings keine Sicherheit in die Aktionen brachte. Flensburg verkürzte noch einmal auf 28:31 (55.), doch der SV Henstedt-Ulzburg verstand es am Ende einen 36:32-Erfolg ins Ziel zubringen.

SV Henstedt-Ulzburg in Siegerlaune nach Aufsteiger-Duell
Foto: Hannah Wulff

„Das waren schwer erkämpfte Punkte. Flensburg gab zu keinem Zeitpunkt auf und ging das hohe Tempo mit. Intensive Trainingsarbeit wird nächste Woche in der Abwehrarbeit liegen“, brachte es Trainer Norbert Eichel auf den Punkt. „So offen können wir nächste Woche in Lauenburg gegen einen der Meisterschaftsfavoriten nicht auftreten. Gut, dass wir mit dem aktuellen Punktepuffer dort befreit aufspielen können.“

Torschützen für den SV Henstedt-Ulzburg II
Hannah Wulff (8), Annika Fimmen (7), Shirley Wruck, Lara Witzleben und Taina Schermer (je 4), Christine Grawitter (3/3), Fiona Schermer (3), Bente Trepping (2), Inga Butzmann-Schlegel (1)

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg – Lauenburger SV 25:33 (12:17)
Die „Elbdiven“ legten einen guten Start mit 8:3 in der 12. Minute hin und zogen in der Folgezeit kontinuierlich auf 16:7 (22.) davon. Anschließend erzielten der Lauenburger SV bis zu Pause nur noch einen Treffer und ließ die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg auf 12:17 verkürzen. „Die erste und zweite Welle klappte hervorragend und die Abwehr stand extrem gut. Leider versäumten wir es kurz vor der Pause uns weiter abzusetzen“, so das Fazit der ersten 30 Minuten von Trainer Daniel Schwarz.

Nach Wiederbeginn ging doch noch die Post ab und die Lauenburgerinnen setzten sich schnell auf 22:14 (36.) und nach 45 Minuten auf 28:18 ab. Langsam kam der Gastgeber – bedingt durch Zeitstrafen und nicht konsequent vorgetragener Angriffe – wieder besser ins Spiel und hielt dadurch die 25:33-Niederlage in Grenzen. „Somit beenden wir unseren Auswärtsmarathon mit drei Auswärtsspielen am Stück und einer sehr guten Bilanz mit 5:1 Punkten und freuen uns, uns am 4. Spieltag endlich unserem eigenen Publikum zu präsentieren,“ fasste Trainer Schwarz den Saisonstart zusammen.

Torschützen für den Lauenburger SV
Maren Knakowski (10), Svea Böge (7), Sabrina Reimers und Stine Buhmann (je 5), Lena Hadeler (3/2), Alina-Sophie Stapelfeldt, Lena Bahde und Joelle Gümüsdere (je 1)

HSG Horst/Kiebitzreihe – ATSV Stockelsdorf II 25:24 (16:13)
Das Spiel gestaltete sich von Beginn an ausgeglichen, in dem die Gastgeberinnen immer etwas die Nase vorne hatten. Nach dem 9:9 in der 19. Minute traf der ATSV Stockelsdorf mehrfach das Aluminium, was die HSG Horst/Kiebitzreihe zu einem 5:0-Lauf nutzte und auf 14:9 (26.) davonzog. Der ATSV zeigte Kampfgeist und verkürzte bis zur Pause auf 13:16.

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In der zweiten Hälfte erwischten die Haie den besseren Start und bauten ihre Führung innerhalb von knapp zwei Minuten auf 19:13 aus. Erneut zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit bei den Gästen, die Tor um Tor aufholten und beim 18:20 (46.) auf Tuchfühlung waren. Etwas unsicher abgeschlossene Angriffe und zwei vergebene Siebenmeter bauen die Gastgeber auf, die wieder auf 25:20 (56.) enteilen. Die Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt und der ATSV Stockelsdorf kehrte mit einer unglücklichen 24:25-Niederlage nach Hause. Aber wer fünf von sechs Siebenmeter liegen lässt, darf sich nicht wundern.

Kompakte ATSV-Abwehr lässt nichts anbrennen
Foto: Hannah Treichel

„Ich bin echt stolz auf das Team – das heute war „Mannschaft“! Alle haben füreinander gekämpft, das war beeindruckend und ich ziehe meinen Hut vor dem Einsatz. Spielerisch passte vielleicht nicht immer alles, aber weitaus mehr als in den ersten beiden Spielen. Das rücken wir in den nächsten Wochen zurecht und dann geht es ab“, so der Blick nach vorne von Trainerin Christiane Veldkamp.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II
Johanna Andersson (6), Nina Kindler (4), Hannah Treichel (3/1), Berit Schwarz und Lara Kieckbusch (je 3), Alisa Lang (2), Maite Gutenberg, Kathi Werdin und Siri Meißner (j 1)

TuS Lübeck 93 – SG Dithmarschen-Süd 34:24 (22:11)
Beim Aufsteiger TuS Lübeck 93 passte es von Beginn an, die Abwehr war hellwach und attackierte auf schnellen Beinen, es wurde ständig geholfen, wenn es notwendig war. Der Blitzstart über 9:2 in der 12. Minute und 15:5 (20.) war das Ergebnis, dass sofort aufs Gas gedrückt wurde. Es gab kaum Fehler und die Fang- und Passgenauigkeit stimmte – in den vorherigen Spielen war dieses ein großes Defizit – und die Treffer fielen wie reife Früchte. So ging TuS im Aufsteiger-Duell bereits spielentscheidend mit 22:11 in die Halbzeit.

Isabel Macedo vom TuS Lübeck wird hart attackiert
Foto: Reiner Sprengel

Wie ausgewechselt im negativen Sinne kamen die Gastgeberinnen zurück auf die Platte, alles schien „Schnee von gestern“ zu sein, was in der ersten Hälfte grandios funktionierte. Die Abwehr wurde löchrig und im Angriff lief es auch nicht mehr so einfach wie in der ersten Halbzeit. Trotz dieser Schwäche kam TuS Lübeck nicht in Bedrängnis und am Ende stand ein ungefährdeter 34:24-Erfolg als erster Sieg auf der Habenseite.

Torschützen für den TuS Lübeck 93
Svea Thullesen (9), Sabrina Eppl (7/3), Stina Wieckberg (4/2), Jennifer Schmidt und Merit Verheyen (je 3), Rebecca Dappen, Pauline Behnke und Laura Schmidt (je 2), Sophia Ostheimer und Isabel Macedo (je 1)

Alle SHL-Spiele und die aktuelle Tabelle

HSG Tarp/WanderupTSV Lindewitt29:22
SV Henstedt-Ulzburg IIIF Stjernen Flensborg36:32
TuS Lübeck 93SG Dithmarschen Süd34:24
HSG Schü/We/ReLauenburger SV25:33
HSG Horst/KiebitzreiheATSV Stockelsdorf II25:24

Tabelle

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