Philipp Bauer hängt seine Handballschuhe an den Nagel

Jura-Studium und Doktorarbeit haben Priorität für den 25-Jährigen

Philipp Bauer hängt für seine Doktorarbeit die Handballschuhe an den Nagel
Foto: Lobeca/Max Krause
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Kanzlei Proff

Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat bekanntgegeben, dass Rückraumspieler Philipp Bauer nach Abschluss der Saison im Sommer seine Handballer-Laufbahn nach einer Saison in der 1. Liga und viereinhalb Jahren im HSVH-Trikot beendet. Der 25-Jährige wird sich ganz seinem Jura-Studium und seiner Doktorarbeit widmen, dafür wird er Hamburg verlassen und nach Frankfurt ziehen.

Bauer tauscht Trikot gegen Anzug

Nach der laufenden Saison tauscht Philipp Bauer sein Handball-Trikot gegen einen Anzug. Noch sechs Spiele lang wird der 25-Jährige als Handball-Profi in der LIQUI MOLY HBL auf Torejagd gehen, bevor er seinen Fokus auf seine zweite Karriere legen wird. Bauer absolviert ein Jura-Studium, hat sein Staatsexamen in der Tasche und wird als nächstes die Doktorarbeit in Angriff nehmen. „Mein Studium ist für mich bislang gut gelaufen, jetzt will ich promovieren und werde in einer Kanzlei arbeiten, um die nächsten Schritte zu machen. Es ist zwar sehr schade, dass die schöne Zeit in Hamburg nun endet, aber im Sommer soll ein neuer Lebensabschnitt beginnen“, sagte Bauer.

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„Mega stolz darauf, dass wir das geschafft haben“

Seit Januar 2018 spielt Bauer in Hamburg, kam noch zu Drittliga-Zeiten von der SG Leutershausen. In den restlichen Spielen der Saison 2017/18 hatte er großen Anteil daran, dass der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga gelang. Auch in den drei Zweitliga-Spielzeiten war er ein wichtiger Faktor für das Team von Trainer Torsten Jansen, er war in der Aufstiegssaison 2020/21 mit 99 Treffern der viertbeste Hamburger Torschütze.

Nach viereinhalb Jahren mit der rot-blauen Burg auf der Brust wird er im Sommer Abschied nehmen – auf dem Höhepunkt seiner Karriere. „Es ist ein toller Abschluss für mich, noch einmal in der Bundesliga spielen zu können. Man hat es sich immer erhofft, irgendwann 1. Liga zu spielen und ich bin mega stolz darauf, dass wir das geschafft haben mit den beiden Aufstiegen in den letzten Jahren“, erklärte Bauer. „Die Bundesliga ist handballerisch das Größte, was ich mir vorstellen konnte und deshalb ist es schön, aufzuhören, wenn es am besten war.“ Bis heute hat er 121 Liga-Spiele für den HSV Hamburg bestritten und erzielte dabei 379 Tore, 25 Spiele und 53 Tore davon in der LIQUI MOLY HBL.

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„Umfeld des Vereins ist einmalig“

Bauer will künftig gar keinen Mannschaftssport mehr betreiben, sondern sich neben dem Job und dem Studium nur noch privat fit halten. Er wird aber immer positiv auf seine Zeit in Hamburg zurückblicken. „Das Umfeld des Vereins und wie der Verein aufgebaut ist, das ist einmalig“, sagte er, und will gerade deshalb nicht bei irgendeinem anderen Verein spielen. „Auch die Jungs in der Mannschaft sind alle Weltklasse und ich habe hier viele Freunde gefunden.“

Philipp Bauer wird nach dem letzten Heimspiel am 9. Juni gegen den TVB 1898 Stuttgart (Barclays-Arena) gemeinsam mit allen anderen Abgängen offiziell verabschiedet.

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