Stockelsdorf, Sülfeld und “Elbdiven“ Gewinner des Spieltages

Für TuS 93 wird der Kittel langsam eng

Maite Gutenberg (#3, ATSV II) setzt sich gegen Henstedter Abwehr durch
Foto: ATSV/Nadja Glass
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Lübeck – In der Schleswig-Holstein-Liga (SHL) der Frauen hat es einen kompletten Spieltag gegeben. Dabei setzte sich der SV Sülfeld bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg durch. In den Derbys blieben die Gastgeber Sieger. Die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf setzte sich gegen die ebenfalls Zweite des SV Henstedt-Ulzburg wie auch die „Elbdiven“ gegen den TuS Lübeck 93 durch. Für TuS 93 wird es langsam brenzlig, liegen doch schon sieben Punkte zum ersten Platz, der nicht den Regelabstieg bedeutet.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg – SV Sülfeld 19:25 (8:14)
Für den SV Sülfeld stand das erste Spiel des Jahres 2023, gleichzeitig das erste Rückrunden- und vorletzte Auswärtsspiel der Saison, auf dem Plan. Das Spiel begann sehr zögerlich und verhalten, die Mannschaft von Trainer Maik Iwastschenko schien noch nicht erkannt zu haben, dass der Ernst der Saison bereits wieder angefangen hatte. Daraus resultierten überhaste Abschlüsse und unnötige Ballverluste, so markierte Laura Beth das 1:0 erst in der 5. Minute und legte aber gleich das 2:0 nach. Es schleppte sich zäh weiter, so stand es in der 19. Minute nur 6:5. Langsam kamen die Gäste auf Betriebstemperatur und setzten sich mit einem 4:0-Lauf auf 10:5 (22.) ab. Bis zur Pause baute Sülfeld den Vorsprung auf 14:8 aus.
Der Start in die zweite Halbzeit gelang ebenfalls und die Führung wurde auf 22:10 (49.) vorentscheiden ausgebaut. Plötzlich riss der Faden und der berühmte Einbruch hielt im Spiel Einzug und die Gastgeber netzten fünffach, was Trainer Iwastschenko beim 22:15 (54.) zur Auszeit nötigte. Der Schlendrian war eingekehrt, aber die Zeit spielte für die Gäste, die am Ende einen ungefährdeten 25:19-Auswärtssieg mit nach Hause nahmen.

Sülfeld feiert den Sieg am Nord-Ostsee-Kanal
Foto: Maik Iwastschenko

Spielerin Julia Studt brachte es auf den Punkt: „Wir haben in diesem Spiel viele vermeidbare Fehler gemacht. Dennoch haben wir in den richtigen Phasen die Konzentration behalten und konnten einen nie gefährdeten Sieg einfahren. Es gilt nun in der nächsten Woche die Fehler zu minimieren, um auch in Lauenburg Punkten zu können.“

Torschützen für den SV Sülfeld
Laura Beth (7), Lara Zube (4/1), Julia Fritsche (4), Merle Butzlaff (3), Julia Studt, Rieke Hornig und Lena Ewen (je 2), Ronja Voß (1)

ATSV Stockelsdorf II – SV Henstedt-Ulzburg II 26:19 (16:9)
Nach dem Sieg am Donnerstag legte die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf gleich noch einen Sieg gegen die Drittligareserve des SV Henstedt-Ulzburg nach. Aus einer konzentriert und aggressiv arbeitenden Abwehr unterbanden die Gastgeberinnen von Beginn an das Aufbauspiel der Henstedt-Ulzburgerinnen, was zu Ballgewinnen führte, die wiederum in einfache Tore umgesetzt wurden. So wurde aus dem 1:1 in der 3. Minute ein 7:1 nach etwas mehr als zwölf Minuten, selbst eine zwischenzeitliche Auszeit der Gäste änderte daran nichts. Langsam aber sicher kam auch Henstedt-Ulzburg besser ins Spiel und verkürzte auf 5:9 (18.), brachte auch die Gastgeberinnen nicht in Gefahr. So wechselten die Seiten beim 16:9.

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Alisa Lang (# 7, ATSV II) setzt sich über Außen durch
Foto: ATSV/Nadja Glass

In der zweiten Hälfte dauerte es bis zur 39. Minute, bis das erste Tor der zweiten Hälfte für den ATSV zum 17:9 fiel. In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Henstedt-Ulzburg aber den großen Rückstand der Anfangsphase des Spiels nicht reduzieren konnte. Am Ende gab es einen ungefährdeten 26:19-Rfolg für den ATSV Stockelsdorf, was den ATSV an den Henstedterinnen auf Platz 7 vorbeiziehen ließ. „Durch die aktuelle Negativserie ist das Selbstvertrauen des jungen Teams am Boden. Wir werden in der Woche hart arbeiten, um uns am kommenden Wochenende mit Erfolgserlebnissen zu belohnen“, fasste Henstedt-Ulzburgs Trainer Norbert Eichel die Situation zusammen. „Der Druck wird nun langsam immer größer, aber damit müssen wir lernen umzugehen.“

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II
Lara Kieckbusch (6), Jil Enke (5/2), Maite Gutenberg, Hannah Treichel, Nina Kindler und Susen Grotzky (je 3), Alisa Lang (2), Kathi Werdin (1)

Torschützen für den SV Henstedt-Ulzburg II
Hannah Wulff (6/3), Fiona Schermer (6), Taina Schermer (3), Shirley Wruck und Sina Retelstorf (je 1/1), Inga Butzmann-Schlegel und Pauline Eggert (je 1)

Lauenburger SV – TuS Lübeck 93 26:21 (15:10)
Die Anfangsphase des Rückrundenspiels verlief ausgeglichen, keine der Mannschaften setzte sich bis zum 8:7 ab, auch bedingt durch Unkonzentriertheiten. Im Anschluss gewannen die „Elbdiven“ Oberwasser und zogen, auf eine starke Torhüterin gestützt, über 12:8 auf 15:9 zur Pause davon. In der zweiten Hälfte, nach einer 18:11-Führung, verkürzte TuS Lübeck 93 noch einmal auf vier Tore, doch zu einer Wende reichte es nicht. Am Ende hatten die Gastgeberinnen die zwei Punkte mit dem 26:21 eingesackt. Für beide Mannschaften heißt es nun weiter an den Fehlern zu arbeiten und diese im nächsten Spiel zu minimieren.
Torschützen liegen vom Spiel in Lauenburg leider nicht vor, da die Technik für die Online-Dokumentation kurz vor der Halbzeit ausfiel.

TuS Lübeck 93 schwört sich auf das Spiel ein
Foto: TuS 93/Denise Bruhn

Alle Spiele und die aktuelle Tabelle auf einen Blick

ATSV Stockelsdorf IISG Dithmarschen Süd29:20
TSV LindewittIF Stjernen Flensborg21:18
HC Treia/JübekHSG Tarp/Wanderup29:26
SG Dithmarschen SüdHSG Horst/Kiebitzreihe24:38
HSG Schü/We/ReSV Sülfeld19:25
ATSV Stockelsdorf IISV Henstedt-Ulzburg II26:19
Lauenburger SVTuS Lübeck 9326:21
1HSG Tarp/Wanderup17:5 321:249 72
2HC Treia/Jübek16:8 362:321 41
3HSG Horst/Kiebitzreihe16:8 324:290 34
4IF Stjernen Flensborg15:9 339:305 34
5TSV Lindewitt15:9 308:288 20
6Lauenburger SV14:8 311:281 30
7SV Sülfeld13:11 320:307 13
8ATSV Stockelsdorf II13:11 280:280 0
9SV Henstedt-Ulzburg II12:12 310:323 -13
10TuS Lübeck 935:17 276:325 -49
11HSG Schü/We/Re2:20 245:303 -58
12SG Dithmarschen Süd2:22 280:404 -124
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