Stodo verpasst Spitzenreiter erste Niederlage – Talfahrt von Sülfeld geht weiter

ATSV verbucht Bonuspunkte und Platz 4

Geduldig bereitet der ATSV-Rückraum den Positionsangriff vor
Foto: Nadja Glass
Anzeige
OH-Aktuell

Lübeck – Die Schleswig-Holstein-Liga (SHL) der Frauen hat an diesem Wochenende in den vier Begegnungen die große Überraschung parat, die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf verpasst dem Spitzenreiter HSG Tarp/Wanderup die erste Saisonniederlage und verbessert sich dadurch in der Tabelle auf Platz 4. Für den SV Sülfeld gab es beim HC Treia/Jübek die dritte Niederlage in Folge und ein Abrutschen auf Platz 8.

ATSV Stockelsdorf II – HSG Tarp/Wanderup 26:23 (13:8)
Die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf ging von Beginn an hochkonzentriert ans Werk gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter HSG Tarp/Wanderup und rührte in der Hintermannschaft Beton an und Britta Reimann zeigte gleich ihr ganzes Können, als sie in der ersten Minute einen Strafwurf entschärfte. So gelang den Gästen erst in der 6. Minute der erste Treffer zum 1:3. Stodo legte auf 4:1 nach und baute den Vorsprung auf 8:4 (17.) aus – Dank einer Torhüterin Reimann, die einen „Sahnetag“ erwischte und somit dazu beitrug, dass die erste und zweite Welle griff. Selbst die Disqualifikation gegen Nina Kindler brachte die Gastgeberinnen nicht aus dem Tritt, sie legten Tor um Tor aus einer sicheren Defensive nach und wechselten die Seiten beim 13:8.

- Anzeige -
Trainerin Christiane Veldkamp mit letzten Instruktionen beim Team-Time-Out
Foto: Nadja Glass

Die zweite Hälfte begann leicht zerfahren im Angriff, doch die Defensive blieb eine Macht, dass der ATSV sich langsam aber sicher entscheidend auf 22:14 (43.), durch eine gute erste und zweite Welle, absetzte. Nach der Auszeit der Gäste stellten diese auf eine 4:2-Deckung um, die Stodo einige Schwierigkeiten bereitete. Technische Fehler und Aluminiumtreffer ließen die HSG wieder auf zwei Tore beim 22:24 (57.) herankommen, doch kontrollierten die Gastgeberinnen die Partie souverän bis zum 26:23-Endstand. Mit diesem Start-Ziel-Sieg verpasste der ATSV Stockelsdorf dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage und verbuchte zwei wichtige Bonuspunkte auf der Habenseite, verbesserte sich auf Rang 4 und liegt nur noch zwei Minuspunkte hinter dem Spitzenreiter zurück.

„Wir waren von Anfang an konzentriert und haben einen sehr guten Start erwischt. Eine kompakte Abwehr und ein konsequent durchgesetzter Angriff haben uns das Polster gebracht, welches uns durch unsere schwierige Endphase geholfen und uns den Sieg bewahrt hat“, fasste Haupttorschützin Lara Kiekbusch den fantastischen Sieg zusammen. „Das war richtig geil heute! Dieser Sieg geht auf das gesamte Team, jeder hat heute alles gegeben und gekämpft. Das macht richtig Spaß“, resümierte und ergänzte Britta Reimann.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II
Lara Kieckbusch (5), Hannah Treichel und Alisa Lang (je 4), Jil Enke und Berit Schwarz (je 3), Maite Gutenberg (2/1), Fenja Schreiber und Susen Grotzky (je 2), Kathi Werdin (1)

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

HC Treia/Jübek – SV Sülfeld 33:27 (16:16)
Beim HC Treia/Jübek gab es für den SV Sülfeld – trotz hinreichend großem Kader und viel Motivation die Niederlagen vergessen machen – die dritte Niederlage in Folge und den Absturz auf Platz 8. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen mit wechselnden Führungen. Keine Mannschaft setzte sich ab und es ging mit einem 16:16 in die Kabinen.
Nach der Pause fand der SV Sülfeld überhaupt nicht zurück ins Spiel und lief schnell einem deutlichen Rückstand hinterher. Trotz der Disqualifikation von Sabrina Boddenberg setzten sich die Gastgeberinnen weiter ab, so lag Sülfeld in der 45. Minute vorentscheiden 19:24 hinten. Die Einheit in der Abwehr fehlte durch schlechte Absprachen und im Angriff zu viele verlorene Bälle sowie eine schlechte Abschlussquote. Auch die Auszeit beim 21:26 (49.) brachte keine Wende, so ging das dritte Auswärtsspiel in Folge für den SV Sülfeld verloren und die Mannschaft von Trainer Iwastschenko fand sich auf Platz 8 wieder.
„Treia/Jübek gewinnt das Spiel, da wir – trotz guter Momente – in der Summe zu viele Fehler gemacht haben“, so Trainer Maik Iwastschenko nach dem Spiel. „Diese gilt es abzustellen. Wenn uns das gelingt, werden wir in den nächsten Wochen auch wieder punkten.“

Torschützen für den SV Sülfeld
Lara Zube (6/1), Julia Fritsch, Antonia Dsubenk und Laura Beth (je 5), Lena Even (3/1), Trixy Rohlfs (2), Julia Studt (1)

Alle Spiele und die aktuelle Tabelle auf einen Blick

IF Stjernen FlensborgTSV Lindewitt25:17
HSG Horst/KiebitzreiheSG Dithmarschen Süd34:19
ATSV Stockelsdorf IIHSG Tarp/Wanderup26:23
HC Treia/JübekSV Sülfeld33:27
1HSG Tarp/Wanderup11:3201:16239
2Lauenburger SV10:4212:18527
3IF Stjernen Flensborg (N)9:5212:18131
4ATSV Stockelsdorf II9:5162:15012
5HSG Horst/Kiebitzreihe8:6182:16715
6HC Treia/Jübek8:6211:20011
7SV Henstedt-Ulzburg II (N)8:6187:195-8
8SV Sülfeld7:7191:1883
9TSV Lindewitt5:9159:176-17
10TuS Lübeck 93 (N)5:9187:204-17
11HSG Schü/We/Re2:12165:185-20
12SG Dithmarschen Süd (N)2:12164:240-76

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here