Sülfeld zieht die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Oberliga zurück

Startrecht für die Verbandsliga geht an den SV Todesfelde

Am Ende reichte es für den SV Sülfeld nicht
Foto: SV Sülfeld/Rieke Hornig
Anzeige
Kanzlei Proff

Sülfeld – In die Oberliga Schleswig-Holstein der Frauen hat der SV Sülfeld den Kampf um den Klassenerhalt verloren und musste die Liga auf dem ersten Abstiegsplatz liegend verlassen. Dieses hatte zur Folge, dass aufgrund des kleinen Kaders sich die Verantwortlichen entschieden die Mannschaft in der kommenden Saison nicht wieder an den Start zu schicken und die Auflösung beschlossen. Gleichzeitig gab der SV Sülfeld die Startlizenz für die Verbandsliga an den SV Todesfelde ab, der damit in der Saison 2026/27 eine zweite Mannschaft dort an den Start schicken wird.

Welche Note würdet ihr dem VfB Lübeck für die Regionalliga-Saison geben?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...

Klassenerhalt wurde bereits in der Hinserie verspielt

Mit einem kleinen Kader in die Saison gestartet, gelang in der ersten Begegnung gleich der erste von am Ende nur zwei Auswärtssiegen und dieses beim späteren Aufsteiger in die Regionalliga, dem TSV Bargteheide. Nach vier Niederlagen in Folge folgte endlich auch der erste Heimsieg gegen IF Stjernen Flensborg, doch es folgten erneut zwei Niederlagen. Mit nur 6:14 Punkten und Platz 12, dem ersten Nichtabstiegsplatz, ging es in die Weihnachtspause. Allerdings punktgleich mit Platz 8 und Platz 10, dem ersten Abstiegsplatz. Die Hinrunde wurde im neuen Jahr mit einer deftigen Klatsche beim späteren Meister DHK Flensborg abgeschlossen.
Damit nicht genug, auch die nächsten vier Spiele blieben ohne jeden Punktgewinn, dass die Sülfelderinnen auf Platz 10 mit nunmehr 6:24 und bereits sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer am Rand des Abgrundes standen. Auch wenn von den letzten sieben Partien vier siegreich beendet wurde, kam das Aufbäumen zu spät, der Abstieg war nicht mehr zu verhindern. So verabschiedete sich der SV Sülfeld am letzten Spieltag noch mit einem sensationellen 35:33-Sieg über die zu dem Zeitpunkt bereits als Aufsteiger in die Regionalliga feststehenden DHK Flensborg.

Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK

Nachdem der Abstieg feststand wurden schnell Nägel mit Köpfen gemacht, nachdem feststand, dass es für die kommende Saison in Sülfeld keine spielfähige Mannschaft mehr geben würde. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, das Spielrecht für die Verbandsliga Süd wurde einvernehmlich an den SV Todesfelde, nach Zustimmung des Verbandes, übertragen. Schnell stand auch fest, dass sowohl Trainer Marcel Reimers wie auch zehn Spielerinnen einen Neuanfang als zweite Mannschaft in Todesfelde starten wollten.

„Erst einmal ist es schade, dass die Mannschaft bei Sülfeld nicht am Leben erhalten werden konnte. Wir wurden beim SV Todesfelde herzlich aufgenommen und werden dort den Unterbau für die 2. Liga stellen, was für einige junge Spielerinnen sehr attraktiv sein wird,“ zeigte sich Trainer Marcel Reimers äußerst positiv in die Zukunft schauend.

Die Top-Fünf der internen Torschützenliste

Unangefochten an der Spitze stand Annabell Hahn mit 22 Spielen und 121 erzielten Toren, davon 4 per Siebenmeter, was einen Schnitt von 5,5 Toren pro Spiel bedeutete. Auf den nächsten vier Plätzen folgten Anna Steputat (22/84/39/4,5), Anni Knutzen (21/80/2/3,8), Laura Martens (21/64/20/3,1) und Julia Studt (18/59/6/3,3). Damit erzielten die fünf führenden Torschützinnen fast zweidrittel aller Sülfelder Tore. Es trugen sich 14 der insgesamt 19 eingesetzten Spielerinnen in die Torschützenliste ein. Allerdings waren fünf Spielerinnen weniger als zehnmal im Einsatz, was die angespannte Personalsituation der Saison widerspiegelt.

„Mannschafts-Rüpel“ mit insgesamt 14 Zeitstrafen

In der abgelaufenen Saison sprachen die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen beim SV Sülfeld insgesamt 16 Verwarnungen, 89 Zeitstrafen und 0 Disqualifikation aus. Als „Rüpel“ des SV Sülfeld (ausschlaggebend für die Reihenfolge waren die Zeitstrafen) kassierte Merle Ernst in 22 Spielen 4 Verwarnungen und 14 Zeitstrafen. Es folgte die interne Top-Torschützin Annabell Hahn (22/0/12/0) vor Laura Martens (21/4/12/0).

Alle Spiele der SV Sülfeld

Hinrunde   
Heim GastErgebnis
TSV BargteheideSV Sülfeld23:25
SV SülfeldHSG Kremp./Münsterd.28:32
HSG H. Kiel/Kronsh.SV Sülfeld33:27
SV SülfeldTSV Nord Harrislee II22:30
TuS Aumühle-WohltorfSV Sülfeld35:30
SV SülfeldIF Stjernen Flensborg25:23
Suchsdorfer SVSV Sülfeld28:25
SV SülfeldSG WIFT Neumünster15:22
SV SülfeldHSG FoNA24:19
SV SülfeldATSV Stockelsdorf II22:23
DHK FlensborgSV Sülfeld44:29
Rückrunde   
SV SülfeldTSV Bargteheide17:25
HSG Kremp./Münsterd.SV Sülfeld36:27
SV SülfeldHSG H. Kiel/Kronsh.17:29
TSV Nord Harrislee IISV Sülfeld35:22
SV SülfeldTuS Aumühle-Wohltorf31:28
IF Stjernen FlensborgSV Sülfeld24:21
SV SülfeldSuchsdorfer SV29:24
SG WIFT NeumünsterSV Sülfeld30:21
HSG FoNASV Sülfeld25:34
ATSV Stockelsdorf IISV Sülfeld25:23
SV SülfeldDHK Flensborg35:33

Abschlusstabelle der Oberliga Schleswig-Holstein

1DHK Flensborg35:9666:561105
2TSV Bargteheide34:10696:553143
3HSG Kremp./Münsterd.30:14712:602110
4ATSV Stockelsdorf II26:18563:581-18
5HSG H. Kiel/Kronsh.25:19595:53758
6SG WIFT Neumünster25:19554:5468
7TSV Nord Harrislee II21:23575:5750
8IF Stjernen Flensborg19:25573:593-20
9HSG FoNA18:26547:592-45
10SV Sülfeld14:30549:626-77
11TuS Aumühle-Wohltorf13:31562:671-109
12Suchsdorfer SV4:40520:675-155

Bildquellen

  • TTO beim SV Sülfeld: SV Sülfeld/Rieke Hornig
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein