Tiefrote Zahlen nach politischem Nackenschlag und ratlose Köpfe an der Ostsee

Dank Corona: HSG Ostsee baut extreme Schulden auf

Vor der HSG-Geschäftsstelle: Geschäftsführer Peer-Hendrik Grenke-Klimstein (re.) und Finanzwart Jens Hamann
Foto: HSG Ostsee N/G
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Neustadt – Die Jamaika-Koalition hat in der vergangenen Woche einem weiteren Verein einen Dämpfer versetzt. Nicht nur die Fußballer des VfB Lübeck dürfen nicht mehr auf Unterstützung aus dem Landtag Schleswig-Holstein hoffen, sondern auch die Drittliga-Handballer der HSG Ostsee hat nichts aus Kiel zu erwarten.

Lübecker Bucht anscheinend kein Leuchtturm für Landesregierung

„Es war schön zu hören, dass sich die Landesregierung von Schleswig-Holstein dazu bekannt hat Spitzensport als Leuchtturm anzusehen. Allerdings ist es traurig, dass es kurzfristige Landeshilfen nicht zur Verfügung gestellt werden, wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, um das Überleben der Vereine zu sichern. Stattdessen wird es hier auf die Bundesregierung abgewälzt. Dadurch wird die ganze Sache so in die Länge gezogen, dass uns das nicht mehr helfen wird. Wir stehen vor einem tiefroten Sommerloch, was die Zahlen angeht“, sagt Peer Grenke-Klimstein zu HL-SPORTS.

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50.000 Euro sind schon verloren

Der HSG-Geschäftsführer ist ratlos, denn die Vermarktungsgesellschaft der Neustadt-Grömitzer wurde kurz vor Beginn der Corona-Pandemie gegründet, hat keine Ansprüche aus Hilfe-Fonds. Zuschauereinnahmen sind Fehlanzeige und auch sonst mussten die Ostsee-Handballer schon rund 50.000 Euro aus fest eingeplanten Einnahmen abschreiben. Die Zukunft ist noch ungewisser als zuvor und doch will man bei den Ostholsteinern nicht aufgeben. Beim Bundesverwaltungsamt will man nun Hilfen trotzdem beantragen, trotz der jungen Gesellschaft. „Wir hoffen, dass das klappt und man uns als Nachfolgegesellschaft akzeptiert“, so Grenke-Klimstein.

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