Todesfelde scheitert in den ersten 30 Minuten an der Chancenverwertung

HSV-Torhüterin macht am Ende die Aufholjagd zu Nichte

Franziska Haupt (# 22) kam nicht wie gewohnt zur Entfaltung
Foto: Lobeca/Fabian Lamprecht
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Todesfelde – Der Aufsteiger SV Todesfelde hat in der 2. Handball Bundesliga Frauen (HBF) gegen das gestandene Zweitligateam HSV Solingen-Gräfrath 76 in der mit 580 Zuschauern restlos ausverkauften Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau erneut Lehrgeld gezahlt und den Kürzeren gezogen. Die späte Aufholjagd wurde durch die Gästetorhüterin in der Schlussphase zu Nichte gemacht. Nach dieser neuerlichen Niederlage wartet Tofe weiter auf den ersten doppelten Punktgewinn, absolvierte allerdings vier der fünf Spiele gegen Teams des oberen Tabellendrittels.

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SV Todesfelde – HSV Solingen-Gräfrath 76 26:32 (8:18)

In der Begegnung stand auf der Seite des SV Todesfelde mit Lara Röhrig eine ehemalige Spielerin des HSV Solingen-Gräfrath 76 auf der Platte, die drei Tore erzielte.
In den ersten Minuten wollte das Runde auf beiden Seiten nicht in das Eckige, was auf Seiten des SVT Victoria Nigbur mit ihren Paraden verhinderte. Erst in der 5. Minute gelang dem HSV Solingen-Gräfrath 76 der erste Treffer des Spiels, doch postwendend fiel der Ausgleich für die Gastgeberinnen, es sollte der einzige Ausgleich bleiben. Durch Ballverlust und einen Lattentreffer von Franziska Haupt sah sich die Heimmannschaft mit 1:4 (9.) im Hintertreffen. Innerhalb einer Minute erzielten Röhrig und Marit Kaps den Anschlusstreffer zum 3:4. Wenig später lag der HSV allerdings mit 9:4 (15.) in Front, hieran hatte deren Torhüterin Liv-Stine Eckardt einen großen Anteil. Todesfelde verkürzte noch auf 6:9 (19.), doch die Gäste nutzten jeden Fehler der Todesfelderinnen aus und zogen bis zur Pause bereits vorentscheidend auf 18:8 davon.
„Das war für uns die schwächste erste Halbzeit, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, richtig plan- und ideenlos“, brachte es Florian Haupt auf den Punkt.

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todesfelder bank feiert aufholjagd foto fabian lamprecht @ Todesfelde scheitert in den ersten 30 Minuten an der Chancenverwertung
Todesfelder Bank feiert Aufholjagd, die am Ende nicht belohnt wird
Foto: Lobeca/Fabian Lamprecht

Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielten die Gastgeberinnen, doch Solingen-Gräfrath ließ sich noch nicht beeindrucken und zog auf 22:10 (36.) davon. Die Mannschaft von Trainer Henning Ammen zeigte sich anschließend in der Defensive kompakter und startete einen 6:0-Lauf, den Marie-Sophie Grabowski zum 16:22 (43.) abschloss. In der Folgezeit baute der HSV den Vorsprung erneut aus und es ging mit einem 27:18 in die letzten zehn Minuten. Diese startete der SV Todesfelde mit einem 6:1-Lauf und verkürzte auf 24:28 (55.), unterstützt von einer lautstarken Halle. Jetzt schien die Sensation noch möglich, doch Solingens Torhüterin Luisa Steffen, die in der Schlussphase gleich reihenweise klare Torchancen von Tofe vereitelte, ebnete den Weg, dass die Gäste beim 31:24 (58.) endgültig den Deckel draufsetzten. Am Ende wurde die späte Aufholjagd des Aufsteigers nicht belohnt und er blieb mit dem 26:32 weiterhin ohne Sieg in der neuen Liga.

„In der zweiten Hälfte bewies die Mannschaft eine tolle Moral. Nach zwischenzeitlichem Zwölf-Tore-Rückstand gab es die Chance zehn Minuten vor Schluss auf drei Tore heranzukommen. Wenn uns das gelungen wäre, wäre vielleicht noch, wie gegen Leverkusen, ein Unentschieden möglich gewesen. Doch leichtfertige Ballverluste und leichte Unkonzentriertheit verhinderten dieses. Die zweite Halbzeit war völlig in Ordnung und darauf sollten wir aufbauen“, zeigte sich Haupt aber am Ende nicht ganz unzufrieden.

„Wir haben in der Abwehr nicht den Zugriff bekommen und im Angriff zu statisch gespielt. Folgerichtig haben wir nur acht Tore die erste Halbzeit erzielt“, fasste Trainer Ammen zusammen. „Wir haben die zweite Halbzeit gewonnen, haben geduldig und mit Tempo gespielt und hatten in der Abwehr besseren Zugriff. Doch die Hypothek von minus zehn der ersten Halbzeit war schon arg schwierig.“

Torschützinnen für den SV Todesfelde
Franziska Haupt (8), Marie-Sophie Grabowski (6/2), Lara Röhrig (3), Rieka Thal (2), Marit Kaps, Lina-Cathleen Asmussen, Jul Steingraber, Mia Friedrichs, Finja Harms, Sophia Raven Bach, und Line Ruhe (je 1)

Alle Spiele der 2. Handball Bundesliga

Bergischer HC–SV Werder Bremen31:30
HC Rödertal–TuS Lindfort31:23
Rostocker HC–VfL Waiblingen20:29
HSG Freiburg–1.FSV Mainz 0524:29
Füchse Berlin–SG Nürtingen-Zizish.36:36
SV Todesfelde–HSV Solingen-Gräfrath26:32
HL Buchh. 08-Roseng.–TSV Bayer 04 Leverk.32:26

Die aktuelle Tabelle

11.FSV Mainz 0510:0166:13927
2SG Nürtingen-Zizish.9:1183:14043
3Bergischer HC9:1156:13917
4VfL Waiblingen8:2153:12033
5Füchse Berlin8:2166:13828
6HSV Solingen-Gräfrath8:2154:13222
7ESV 1927 Regensb.6:2122:9725
8HC Rödertal6:4160:13525
9HL Buchh. 08-Roseng.4:6143:154-11
10HSG Freiburg2:6112:136-24
11SG 1909 Kirchhof2:6100:125-25
12SV Werder Bremen2:8146:169-23
13SV Todesfelde1:9152:172-20
14TSV Bayer 04 Leverk.1:9134:174-40
15Rostocker HC0:889:134-45
16TuS Lindfort0:10127:159-32

 

Bildquellen

  • Franziska Haupt SVT: Lobeca/Fabian Lamprecht
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