Tor in Schlusssekunde verhindert Henstedter Aufstiegsfeier in Lauenburg

Sülfeld und Stodo halten weiter Kontakt zum Spitzentrio

Die Drittligareserve des SV Henstedt-Ulzburg feiert Auswärtssieg in Lauenburg
Foto: SV Henstedt-Ulzburg/Hannah Wulff

Lübeck – In der Schleswig-Holstein-Liga (SH-Liga) hat aus dem Bereich Lübeck, Ostholstein und Bad Segeberg die Drittligareserve des SV Henstedt-Ulzburg im Spitzenspiel des 20. Spieltages die vorzeitige Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg durch ein Gegentor der Lauenburgerinnen mit der Schlusssirene verpasst. Die zweite Mannschaft des ATSV Stockelsdorf feierte einen sicheren Heimerfolg und glich das Punktekonto aus. Auch dem SV Sülfeld gelang ein Heimerfolg und er blieb dem Spitzentrio auf den Fersen.

Wie schneidet das DFB-Team in den beiden Testspielen ab?

  • Zwei Niederlagen (24%, 150 Votes)
  • Zwei Siege (23%, 142 Votes)
  • Ist mir egal (17%, 106 Votes)
  • Ein Sieg und ein Unentschieden (17%, 102 Votes)
  • Ein Sieg und eine Niederlage (9%, 54 Votes)
  • Ein Unentschieden und eine Niederlage (9%, 53 Votes)
  • Zwei Unentschieden (2%, 10 Votes)

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ATSV Stockelsdorf II – HSG Horst/Kiebitzreihe 30:25 (13:13)
Die Zweite des ATSV Stockelsdorf profitierte davon, dass die Erste spielfrei war, so kamen durch die Kooperation mit der Schwartauer A-Jugend vier Spielerinnen in der SH-Liga zum Einsatz, um den Kader zu ergänzen.
In einer sehr zerfahrenen ersten Halbzeit, wo die Führung häufig wechselte, setzte sich der ATSV Stockelsdorf in der 26. Minute beim 12:10 erstmals auf zwei Tore ab, kassierte aber durch Unkonzentriertheiten bis zur Pause den Ausgleich zum 13:13.
In der Halbzeit war die Ansprache deutlich: „Die Abwehr steht gut, aber wir sind beim entscheidenden Pass nicht wachsam, um den Ball zu gewinnen,“ wusste Maite Gutenberg zu berichten. Diese Ansage fand die richtigen Adressaten und die Gastgeberinnen setzten sich in der zweiten Hälfe kontinuierlich ab. In der Abwehr wurden die Bälle erobert, auch durch eine gut aufgelegte Britta Reimann im Tor, um anschließend sicher verwandelt zu werden. So gelang über ein 21:17 in der 46. Minute und 25:17 (51.) am Ende ein sicherer 30:25-Erfolg und ein ausgeglichenes Punktekonto.

Die Zweite des ATSV Stockelsdorf nach dem Heimsieg
Foto: ATSV Stockelsdorf/Hannah Treichel

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf II
Jette Schwerdt (8), Berit Schwarz (7), Nane Drax (4/4), Lea Barten (4), Lene Forsbach (3), Alisa Lang (2), Isabel Neumann und Kassandra Vogler (je 1)

Lauenburger SV – SV Henstedt-Ulzburg II 21:22 (15:9)
Der SV Henstedt-Ulzburg erwischte einen Blitzstart und hatte in der 3. Minute die Nase mit 3:0 vorne, doch die „Elbdiven“ nahmen dieses als Weckruf. Sie kamen besser ins Spiel, holten Tor um Tor auf und glichen beim 7:7 (13.) nicht nur aus sondern schlossen einen 5:0-Lauf mit dem 10:7 (18.) ab. Das Spiel war zu Gunsten der Gastgeberinnen gekippt. Der Spitzenreiter hatte in dieser Phase dem Tabellenzweiten nichts entgegenzusetzen und so ging es mit einem 15:9 für die Lauenburgerinnen in die Kabine.
Die Halbzeitansprache des SV HU-Trainergespanns Hendrik Sörnsen und Schekeb Sakandari schlug ein wie der Blitz und der Tabellenführer zeigte mit einem 6:0-Lauf zum 15:15 (43.), dass er nicht gewillt war, hier ein Debakel zu erleben. Hier legte Torhüterin Lena Delfs den Grundstein, dass sie später zur Matchwinnerin wurde. Damit nicht genug, es wurde noch der Nachbrenner bei dem SV HU gezündet und in der 51. Minute war das Top-Spiel beim 19:17 durch Treffer von Hannah Wulff und Annika Fimmen zu Gunsten der Gäste gekippt. Beim 21:18 nach genau 54 Minuten war die Vorentscheidung, in einem Spiel mit zwei total unterschiedlichen Halbzeiten, gefallen. Nur 32 Sekunden vor Ultimo machte die Haupttorschützin des Spiel Tina Pejic mit dem 22:19 den Sack endgültig zu. Mit der Schlusssirene vermasselte Lauenburgs Lena Bahde mit dem Treffer zum 21:22 der Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg die vorzeitige Meisterfeier.
„Nach dem 3:0 verlieren wir den Faden und tun uns absolut schwer gegen eine robuste Abwehr, treffen falschen Entscheidungen und bekommen hinten wenig Zugriff“, war Trainer Sörnsen mit den ersten 30 Minuten unzufrieden. „Die Mädels haben anschließend eine enorme Willensleistung gezeigt und die Abwehr hat enorm gut gearbeitet in der zweiten Halbzeit. Hut ab vor der Mentalität meiner Mannschaft!“
Bei noch zwei ausstehenden Spielen und vier Punkten Vorsprung des SV Henstedt-Ulzburg II vor dem Lauenburger SV ist die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga nur noch Formsache, da ein Pünktchen für den Spitzenreiter ausreicht, aber eben noch nicht perfekt ist. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich über Meisterschaft und Aufstieg entscheidet, dieser aber punkt- und torgleich endete, würde es in dem Falle zu einem Entscheidungsspiel kommen müssen. Dafür müsste allerdings der SV HU II die beiden ausstehenden Spiele verlieren und die „Elbdiven“ diese gewinnen.

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Mit diesem Sieg im Spitzenspiel baute die Zweite des SV Henstedt-Ulzburg ihre Siegesserie auf elf Siege aus, während die Serie der Lauenburgerinnen nach neun Spielen ohne Niederlage endete.

Torschützen für den SV Henstedt-Ulzburg
Tina Pejic (7), Hannah Wulff (5/2), Annika Fimmen (3), Laura Neu (2/1), Inga Butzmann-Schlegel und Sina Retelstorf (je 2), Lea Störtenbecker (1)

SV Sülfeld – TSV Lindewitt 32:29 (18:15)
Es dauerte bis zu 2. Minute als Charlyn Krause das 1:0 erzielte. Die Abwehr stand sehr kompakt, allerdings bekam der Angriff das Runde auch nicht in das Eckige, so viel der Ausgleich zum 1:1 als mehr als sechs Minuten gespielt waren. Im Gegenzug war es Lena Ewen, die das 2:1 erzielte, doch im Angriff blieben vorerst die Probleme. So übernahm der TSV Lindewitt beim 3:2 (8.) die Führung. Beim 6:7 nahm das Trainergespann Maik Iwastschenko und Ole Klann eine Auszeit, nach der es besser lief. Mit drei Treffern in Folge brachte Sülfeld sich mit 9:7 (17.) wieder in Vorteil und gab die Führung bis zur Pause nicht wieder ab, dass beim 18:15 die Seiten gewechselt wurden.
Die Sülfelderinnen machten Lindewitt, durch viele technische Fehler in der zweiten Hälfte, wieder stark, dass sie die Chance nutzten und beim 25:25 (48.) ausglichen. Der Gastgeber legte vor, der Gast glich aus, so ging es bis zum 28:28 (54.). Trixy Rohlfs und Julia Studt brachten ihre Farben mit 30:28 (56.) in Führung, was die Vorentscheidung des Spiels darstellte. Am Ende stand ein schwer erkämpfter 32:29-Erfolg auf der Anzeige, was Platz 4 festigte.
„Wir hatten mit Lindewitt einen starken Gegner. Wir hatten viele gute Phasen im Spiel, doch standen wir uns auch streckenweise selbst im Weg“, so ein wenig kritisch Trainer Iwastschenko. „Dennoch haben wir mit Willenskraft sowie Kampf- und Mannschaftsgeist gewinnen können.“

Torschützen für den SV Sülfeld
Melanie Heß (9/2), Trixy Rohlfs (5), Lena Ewen (4), Anni Knutzen, Kristin Eggert, Rieke Hornig, Ronja Voß und Charlyn Krause (je 2), Frederike Krieg, Laura-Marie Belling, Julia Studt und Sophie Frank (je 1)

Alle Ergebnisse auf einen Blick

HSG Krem/MünstHSG 91 Nortorf33 : 28
ATSV Stockelsd 2HSG Horst/Kieb30 : 25
Lauenburger SVSV Henst-Ulzb 221 : 22
HSG HKiel/KronTuS Aum-Wohlt27 : 22
SV SülfeldTSV Lindewitt32 : 29

Die aktuelle Tabelle

1SV Henstedt-Ulzburg 2601:46835:5
2Lauenburger SV565:47131:9
3TSV Bargteheide546:51024:14
4SV Sülfeld515:53821:17
5ATSV Stockelsdorf 2547:53220:20
6TSV Lindewitt540:55119:21
7IF Stjernen Flensborg516:52918:20
8HSG Holstein Kiel/Kronsh.509:54418:22
9HSG Kremperh./Münsterd.549:54017:23
10HSG Horst/Kiebitzreihe496:51316:22
11TuS Aumühle-Wohltorf490:58910:30
12HSG 91 Nortorf472:5617:33
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