Torhüter Nowottny das Zünglein an der Waage zum Hamburger Pokalerfolg

Hamburg zeigt ersatzgeschwächt zwei Gesichter in Dresden

Leon Nowottny wird in der Schlussphase zum Match-Winner bei Hamburg
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Club Hamburg (HC Hamburg) hat im DHB-Pokal in der 2. Runde beim aktuellen Tabellenvierten der 2. Bundesliga, dem HC Elbflorenz Dresden, nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten, mit einem Herzschlagfinale das Achtelfinale erreicht. Die Hamburger mussten auch noch auf ihren Top-Torjäger Nicolaj Jørgensen verzichten, dass der Druck aus dem Rückraum nicht wie gewohnt aufgebaut wurde. Es dauerte bis in die Schlussphase, als bei Dresden die Kräfte schwanden, bis die Hamburger ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch drehten.
Hinzu kam in den Hinterköpfen, dass die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen in der vergangenen Saison an gleicher Stelle nach zweifacher Verlängerung in der 2. Runde ausschied.

HC Elbflorenz Dresden – HC Hamburg 30:31 (18:14)

Beide Mannschaften starteten mit einem nervösen Beginn, dass das 1:0 für den HC Elbflorenz Dresden erst nach zwei Minuten fiel. Die Hamburger glichen postwendend durch Dominik Axmann aus. Nach dem 1:2 gelang Oliver Norlyk mit einem Doppelschlag die einzige Hamburger Führung während der ersten Hälfte beim 3:2 in der 5. Minute. Hieran hatte Robin Haug mit seinen Paraden einen sehr großen Anteil. Mit einem 3:0-Lauf zogen die Gastgeber auf 5:3 (10.) davon, doch erneut Axmann und Toma Gadza hielten den HCH mit dem 5:5 (12.) im Spiel. Drei Gegentreffer in Folge für Dresden brachten die erste Drei-Tore-Führung beim 8:5 (14.) für die Hausherren. In dieser Phase leistete sich Hamburg viele unnötige Fehler und blieb zu harmlos im Angriff. Dem Handball Club Hamburg gelang es nicht, die Durchschlagskraft im Angriff zu erhöhen. Nicolaj Jørgensen wurde schmerzlich vermisst. So bauten die Gastgeber die Führung langsam aber sicher beim 13:9 (23.) auf vier Tore aus. Der Hamburger Angriff biss sich ein ums andere Mal die Zähne an der HCE-Abwehr aus. So ging es für die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen mit einem 14:18 in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte der HC Hamburg und verkürzte auf 19:21 (36.). In dieser Phase netzte Jan Schmidt dreifach, doch im Anschluss vergab er den Anschlusstreffer, als er einen freien Ball an das Gehäuse hämmerte. Die Gastgeber setzten sich erneut auf vier Tore beim 23:19 (40.) ab und legten noch einen drauf. So hieß es zwei Minuten später 20:25 gegen die Hanseaten. Dieser Rückstand hatte beim 21:26 (44.) weiter Bestand. Plötzlich schien die Abstimmung in der Defensive zu passen und der eingewechselte Torhüter Leon Nowottny wurde zum großen Rückhalt. Hamburg holte Tor um Tor auf und erzielte mit einem 5:0-Lauf den 26:26-Ausgleich als noch etwas mehr als sieben Minuten zu spielen waren. Alles war auf null gestellt.
Der HC Elbflorenz Dresden ging erneut in Führung, Hamburg glich aus und Dresden erneut mit dem 28:27 (54.), nachdem Frederik Bo Andersen die Führung für Hamburg liegenließ. Eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber und die gleichzeitige Auszeit von Trainer Jansen läuteten die Wende ein. Alem Hadzic traf zum 28:28-Ausgleich und Kaj Geenen brachte den HCH trotz Zeitstrafe mit 29:28 (56.) in Führung. Dieses war erst die zweite Führung der Hamburger, nach dem 3:2 zu Beginn der Partie. Postwendend fiel der Ausgleich doch ein erneuter Doppelschlag von Bo Andersen ließ die Hamburger beim 31:29 (58.) auf die Siegerstraße einbiegen. In Unterzahl kassierten die Gäste noch den Anschlusstreffer. In der Schlussphase öffnete Dresden die Abwehr, ging zur kurzen Deckung über und eroberte den Ball. Jetzt wurde Nowottny zum Match-Winner als er 20 Sekunden vor Ultimo den entscheidenden Wurf zum Ausgleich entschärfte. Trainer Jansen zog die letzte Auszeit, als noch 16 Sekunden zu spielen waren, und forderte nur noch kurze und sichere Pässe. Mit dieser Maßnahme brachte der Handball Club Hamburg den Sieg ins Ziel und zog damit in das Achtelfinale des DHB-Pokals ein.

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So spielte der Handball Club Hamburg
Robin Haug, Leon Nowottny – Toma Gadza (3), Oliver Norlyk (7), Elias Kofler (2), Mahmaud El-Shobaky, Dominik Axmann (2), Kaj Geenen (1), Frederik Bo Andersen (9/1), Noah Beyer, Einar Olafsson, Nicolai Daling, Levin Unbehaun, Jan Schmidt (4), Alem Hadzic (2), Martin Hovde (1)

Bildquellen

  • Leon Nowottny HCH: Lobeca/Ralf Homburg
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