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Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat nach fast fünfmonatiger Pause das Mannschaftstraining am Mittwoch (5.8.) wieder aufgenommen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Präsident Marc Evermann nahm Trainer Torsten Jansen mit seinem Trainerstab (Co-Trainer Blazenko Lackovic und Athletik-Trainer Philipp Winterhoff) mit insgesamt 15 Spielern aus dem 16-köpfigen Kader das erste Training auf. Lediglich Finn Wullenweber fehlte wegen einer Rücken-Operation (HL-SPORTS berichtete) beim Trainingsstart in der Volksbank-Arena.

Keine Neuzugänge beim HSV Hamburg

Dem Abgang von Jens Schöngarth, dem Vertragsende von Marius Fuchs und dem Wechsel von Blazenko Lackovic auf die Trainerbank standen beim HSV Hamburg in diesem Sommer keine Neuzugänge gegenüber. Jansen geht mit einem Kader von 16 Spielern in die Saison.

Die ersten Trainingseinheiten dienen vor allem der Gewöhnung ans Werfen und an die Belastung. „Wir müssen jetzt gucken, wie jeder einzelne zurückkommt. Wir sind diesmal in einer ganz anderen Situation als sonst, wo jeder nur vier Wochen frei hat und Urlaub macht, um den Akku wieder aufzuladen“, beschrieb Trainer Torsten Jansen die spezielle Herausforderung nach der langen Corona-Pause, in der die Spieler ausschließlich individuell trainieren konnten und handballspezifische Bewegungen völlig fehlten.

Trainer Torsten Jansen rief die Mannschaft zum ersten Training
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Jansen zeigte sich sehr zufrieden mit den Trainingsergebnissen seiner Spieler während der Corona-Pause: „Einige haben an Muskelmasse zugenommen, was grundsätzlich gut ist, gerade bei den jungen Spielern. Andere hatten schon eine gute Basis, konnten aber noch ein paar Prozentpunkte draufsetzen. Jetzt geht es in den nächsten Wochen darum, dass aus diesem athletischen Vorteil auch ein handballerischer Vorteil wird.“

Evermann sieht Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte

„Aufgrund der tollen Leistungen kurz vor der Corona-Pause sind wir sehr optimistisch und wollen uns stabil in der oberen Tabellenhälfte einfinden“, erklärte Präsident Evermann die Marschrichtung für die kommende Spielzeit, die er durchaus vorsichtig formuliert, da es aufgrund der Corona-Beschränkungen noch viele wirtschaftliche Fragezeichen gibt. „Wir werden uns auf einen Rückgang des Gesamtetats von mindestens 30 Prozent einstellen müssen“, schaut Evermann voraus. Wirtschaftliche Stabilität sei deshalb das übergeordnete Ziel in den kommenden Monaten.

Trainer Jansen hat vor allem sportliche Ziele und will sein junges Team weiter entwickeln und auch in dieser Spielzeit wieder einen Schritt nach vorne machen: „Wir wollen uns wieder steigern im Vergleich zum letzten Jahr – und da waren wir schon auf einem ganz guten Weg. Wenn wir am Ende den einen oder anderen Platz besser dastehen als letzte Saison, wäre das für mich schon sehr gut.“ Die wegen der Corona-Pandemie abgebrochene Spielzeit 2019/20 schloss der HSVH auf Rang acht ab. Jansen hält viel von seinem Team, weiß aber um die besondere Schwierigkeit in dieser Saison, die auch eine Chance sein kann: „Ich will auch nichts ausschließen. Die 2. Liga ist so eine gute Liga, da ist es sehr eng – sowohl nach oben als auch nach unten. Vielleicht können wir für die eine oder andere Überraschung mehr sorgen, als wir das in der Vergangenheit konnten.“

(PM)