Trotz Niederlage „nicht unzufrieden“: Der VfL verliert in Nordhorn

VfL Lübeck-Schwartau nach dem Spiel. Hier im Fokus: Finn Kretschmer (VfL Lübeck-Schwartau). Archivfoto: Lobeca/Felix Schlikis
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Nordhorn – Der VfL Lübeck-Schwartau verliert gegen die HSG Nordhorn-Lingen in einer umkämpften Partie mit 29:33 (10:15). Die Lübecker liefen in der ersten Halbzeit bereits einem deutlichen Rückstand hinterher, kämpften sich durch taktische Veränderungen im zweiten Durchgang wieder zurück, konnten sich am Ende aber nicht mit Punkten belohnen. Erfolgreichster Torschütze war Paul Skorupa mit acht Treffern. Beide Mannschaften kamen gut in die Partie und nutzten ihre ersten Chancen – Niko Blauuw traf zum 0:1 nach einer Minute, bis Alexander Terwolbeck eine Minute später den Ausgleich für die Nordhorner erzielte.

Die Defensivreihen glänzen

In der sechsten Minute ging Nordhorn erstmals in Führung – Georg Pöhle besorgte das 4:3 für Nordhorn. Der VfL ließ sich nicht beirren, blieb trotz fehlendem Tempo im Angriffsspiel dran und übernahm nach einem gehaltenen Siebenmeter von Paul Dreyer durch Finn Kretschmar erneut die Führung – 5:6 (11.). Doch die 6-0-Verteidigung von Daniel Kubes Team stellte den VfL vor immer größere Probleme, sieben Minuten lang blieben die Lübecker ohne eigenen Treffer, bis Speckmann einen Siebenmeter zum 9:7 (17.) verwandeln konnte. Doch die Lübecker konnten nicht weiter aufzuschließen, vergaben sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl ihre Chancen, sodass die HSG durch Lasse Seidel erstmals mit sechs Toren in Führung ging. Nach dem 14:8 Treffer in der 24. Minute kam Dennis Klockmann in die Partie hinein. Und der 41-jährige Torwart der Schwartauer wurde direkt zum Faktor, parierte direkt die ersten beiden Würfe auf das Tor. Fünf Minuten blieb er ohne Gegentor – auch dank guter Abwehrleistung der Lübecker. Georg Pöhle besiegelte mit seinem fünften Treffer schließlich den 15:10 (28.) Halbzeitstand.

5-1-Abwehr bringt Umschwung

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte Röhrig auf eine 5-1-Verteidigung um, die direkt Wirkung zeigte. Die Schwartauer kamen binnen zwei Minuten wieder auf drei Tore heran. Nach 34 Minuten erzielte der starke Skorupa den 16:15 Anschlusstreffer. Doch die Nordhorner blieben davon unbeeindruckt und konnten in Überzahl wieder auf 21:16 durch Kalafut erhöhen (39.). Mit schnellen Angriffen überwand die HSG die 5-1 Verteidigung des VfL immer wieder. In der Schlussphase stellte Röhrig noch einmal um. Der bärenstarke Pöhle wurde in Manndeckung genommen und auch diese Variante zeigte Wirkung. Mit dem 28:26 durch Skorupa waren die Lübecker wieder (51.). Eine folgende Überzahl nutzten die Gastgeber und zogen wieder auf vier Tore weg – Maximilian Lux eruielte das 31:27 (54.). Und trotzdem war der VfL noch nicht geschlagen, Klockmann brachte drei Minuten vor Schluss wieder Spannung ins Spiel hinein. Seine Parade leitet den 31:29 Treffer durch Skorupa ein (57.). In den letzten Minuten behielt Nordhorn allerdings die Nerven und der VfL konnte sich nicht für einen großen Kampf belohnen.

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„Wir haben heute alles reingelegt, was wir hatten“, sagte VfL-Trainer David Röhrig nach dem Spiel. „Wir hatten einige angeschlagene Spieler, das hat man im Angriff gemerkt. Da hatten wir nicht das Tempo wie zuletzt. Georg Pöhle hat heute dazu einen Sahnetag erwischt, den haben wir nicht in den Griff bekommen. Trotzdem kommen wir in der zweiten Halbzeit noch einmal ran, am Ende war Nordhorn heute aber einfach stärker als wir. Ich bin trotzdem nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

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