Ansprache der Trainerin Susen Grotzky im Team Time Out
Foto: Michael Sellmann
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Pansdorf – Die weibliche Jugend D1 (wJD1) des TSV Pansdorf hat das erste Drittel der Saison (6 von 18 Spielen) in der Regionsliga Süd/Ostsee hinter sich und steht mit 10:2 Punkten und 142:103 Toren hinter der führenden HSG Tills Löwen (10:0 Punkte) auf Platz 2 vor dem VfL Bad Schwartau (6:6). Da die Staffel nur aus sieben Mannschaft besteht, wird eine Dreier-Runde absolviert.

Mit einem 28:15 Auftaktsieg gegen den SV Henstedt-Ulzburg 2 glückte ein positiver Start in die Saison. Auch das folgende Spiel gegen die erste Mannschaft aus Henstedt-Ulzburg gewann der TSV mit 34:21. Die beiden Siege gaben etwas Sicherheit und Selbstvertrauen in der für dieses Alter höchsten Spielklasse.

Im dritten Heimspiel in Folge ging es gegen die ebenfalls noch ungeschlagene HSG Tills-Löwen. Es war lange ein offenes und enges Spiel, jedoch wurde besonders im Angriff nicht entschlossen genug agiert, so dass das Spiel am Ende nicht unverdient mit 17:20 verloren ging.

Das wohl verrückteste Spiel folgte gegen den MTV Lübeck in einer für die Mädchen noch unbekannten Halle im Hochschulstadtteil. Ungewöhnlich viele technische Fehler, Fehlpässe, kaum Druck aufs Tor und ohne den nötigen Biss, lagen die Pansdorfer-Mädels in der 24. Minute bereits mit sieben Toren (7:14) zurück und die Niederlage schien besiegelt. Doch es folgte eine unfassbare Aufholjagd. In der 30. Minute gelang dem MTV zwar noch der Treffer zum 17:13, doch das sollte das letzte Tor für die Lübecker gewesen sein. Die Pansdorfer Abwehr ließ zehn Minuten kein Gegentor mehr zu und im Angriff fand das Runde endlich den Weg ins Eckige. So traf der Gast zum 17:17-Ausgleich (38.) und wenig später gelang durch einen Siebenmeter der Siegtreffer zum 17:18 in einem fairen Spiel.

„Das war besonders mental eine unglaubliche Leistung, die die Mädchen da gezeigt haben. Sie haben bis zum Schluss an sich geglaubt, sich nie aufgegeben und als Team gekämpft. Ich bin mega stolz auf meine Mädels, dass sie das Spiel noch drehen konnten“, so die Trainerin Susen Grotzky nach dem Spiel. Neben der sportlichen Weiterentwicklung, sind die mentale Stärke und die mannschaftliche Geschlossenheit vermutlich das Erfolgsrezept der jungen Pansdorferinnen – das bestätigte sich auch im vorletzten Spiel der Hinrunde!

Das Trainerteam Daniela Sellmann (links) und Susen Grotzky
Foto: Guido Kollmeier

Die wJD1 des VfL Bad Schwartau war zu Gast in Pansdorf. Die beiden Mannschaften kennen sich seit der E-Jugend und lieferten sich schon viele spannende Duelle. Bisher hieß der Sieger immer TSV Pansdorf. Es war also damit zu rechnen, dass die Gäste ihre Negativserie gegen den Dorfverein unbedingt brechen wollten. Bis zur Halbzeit war es auch das erwartet enge Spiel, in dem die Pansdorferinnen es mehrfach versäumten, sich entscheidend abzusetzen. Die Gäste blieben dran und so ging es mit 13:13 in die Halbzeitpause. Eine 17:14-Führung (25.) des Gastgebers glichen die Schwartauerinnen erneut zum 18:18 (31.) aus. In der 33. Minute startete der TSV Pansdorf einen 7:0-Lauf, was auf der Tribüne Begeisterung auslöste.

In den letzten neun Minuten ließ die Hintermannschaft keinen Treffer mehr zu, wobei die Torhüterin erneut über sich hinaus wuchs. Die Pansdorferinnen spielten sich nun geradezu in einen Rausch und die Schwartauer-Mädchen fanden keine Mittel mehr, um dagegenzuhalten. Mit 25:18 entschieden der TSV Pansdorf dieses Spiel gegen den VfL Bad Schwartau deutlich für sich und behielt somit im Nachbarschaftsderby weiterhin die weiße Weste.

Im letzten Spiel der Hinrunde ging es gegen TuS Aumühle-Wohltorf nochmals in eigener Halle an den Ball. Mit einer eher durchwachsenen Leistung hieß es am Ende 20:12 (10:5) für den TSV Pansdorf.

„Die Mädchen können an einem guten Tag gegen jede Mannschaft der Liga mindestens mithalten. Ein konkretes Saisonziel wird dennoch ganz bewusst weiterhin nicht ausgesprochen. Die Liga ist insgesamt sehr dicht beieinander, so dass nicht der Tabellenplatz, sondern die sportliche und charakterliche Aus- und Weiterbildung des Teams im Vordergrund stehen. Wir sind da auf einem guten Weg“, so das Fazit von Michael Sellmann.

(PM/kbi)