U19: MTV verlangt HSV Hamburg alles ab – Platz 7 in Abschlusstabelle

Am Ende reicht es nicht ganz, trotz guter Leistung

Tom Kalkmann zeigt sich erneut treffsicher mit 7 Treffern
Foto: MTV/Arnd Habermann

Lübeck – Der MTV Lübeck hat mit seiner U19-Mannschaft in der Jugend-Bundesliga-Handball (JBLH) sein letztes Vorrundenspiel vor 380 Zuschauern in der Hansehalle gegen den Handball Sport Verein Hamburg mit 33:34 (17:16) knapp verloren und die Vorrunde auf Platz 7 mit 6:12 Punkten und 251:280 Toren bei drei Siegen abgeschlossen. Nach zweiwöchiger Pause geht es für die Mannschaft von Trainer Andrej Kurchev in der Pokalrunde weiter.

Der MTV legt los wie die Feuerwehr

Trainer Kurchev hielt über weite Strecken an seiner Taktik fest, in zwei taktischen Blöcken spielen zu lassen und so fing dieses Mal der schnelle und wendige Rückraum mit Adrian Wagner, Elias Moussa und Johannes Petrowa an. Heuer eröffnete das Spiel mit seinem einzigen Tor zum 1:0 bereits nach 35 Sekunden, die Gäste glichen wenig später aus. Nach dem 2:2 waren es Fabian Hübner, Tom Kalkmann und Ivan Kurchev die für den MTV Lübeck auf 5:2 (6.) erhöhten, was eine Auszeit von Trainer Sven Rusbült zur Folge hatte. Die Lübecker ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und hielten ihren Drei-Tore-Vorsprung bis zum 9:6 in der 10. Minute. Langsam fanden die Hamburger ins Spiel und glichen zum 9:9 (14.) aus, was Trainer Kurchev seinerseits Gesprächsbedarf abverlangte. Mit Reinhard Canzler, Daniel Baasch und Vincent Gottstein im Rückraum, Luis Ciudad Benitez auf Außen und Guéric Gehrmann am Kreis kam nun etwas mehr Körper und Bundesligaerfahrung auf die Platte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen, wobei sich keine Mannschaft absetzte und der MTV nahm ein 17:16 mit in die Pause.

- Anzeige -
Ivan Kurchev erzielt einen seiner 3 Treffer gegen den HSV Hamburg
Foto: MTV/Arnd Habermann

Schneller Rückstand lassen Gastgeber hinterherlaufen

Das Spiel begann in der zweiten Hälfte wie es in der ersten endete, keine Mannschaft setzte sich entscheidend ab. In der 34. Minute erhielt der Lübecker Johannes Petrowa beim Stand von 20:20 wegen einer Abwehr-Aktion die rote Karte. Den fälligen Strafwurf wehrte Julian Hammon im Tor der Lübecker ab. Die erste Zwei-Tore-Führung erzielten die Hamburger beim 22:20 per Siebenmeter in der 38. Minute. Von nun an lief der MTV Lübeck ständig hinterher und musste, trotz Auszeit, beim 22:26 erstmals einen Rückstand von vier Toren zulassen. Als der Handball Sport Verein Hamburg auf 29:24 (48.) enteilt war, schien das Spiel entschieden. „In dieser Phase sind wir öfter am Torhüter gescheitert und haben wieder mehr technische Fehler gemacht“, stellte Trainer Kurchev fest. Weit gefehlt, die Lübecker bäumten sich nochmals auf und waren beim 30:31 (55.) durch Vincent Gottstein wieder in Schlagdistanz. Der HSVH spielte all seine Cleverness aus und zog vorentscheiden auf 34:30 in der 58. Minute davon. Die letzte Auszeit von Trainer Kurchev brachte seine Mannschaft noch einmal in die Spur, doch die Aufholjagd – jetzt mit einer offenen Manndeckung – wurde am Ende nicht belohnt, so ging die Partie mit 33:34 verloren.

„Alles in allem können wir sehr zufrieden mit diesem Spiel vor so vielen Zuschauern und einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel sein. Wir wollten den HSVH etwas ärgern und nun waren wir ähnlich nah an einem Punkt dran wie gegen Kiel. Tolle Leistung der Jungs“, ließ der Sportlicher Leiter des MTV Matthias Deppisch keinen Zweifel an seiner Zufriedenheit über den Verlauf der Vorrunde. Trainer Kurchev schaute schon über die zweiwöchige Spielpause hinaus: „Wir machen jetzt einen Schnitt und fokussieren uns auf die Pokalrunde.“

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

Der MTV Lübeck spielte in folgender Aufstellung:
Julian Hammon, Piet Bäumer – Guèric Gehrmann (1), Reinhard Canzler (2), Tjorben Patzke, Tom Kalkmann (7), Ivan Kurchev (3), Luis Ciudad Benitez (2/1), Daniel Baasch (2), Vincent Gottstein (6), Elias Moussa, Johannes Petrowa (1), Adrian Heuer (1), Fabian Hübner (8)

Alle Spiele und die Abschlusstabelle der Vorrunde

1. VfL Potsdam 1990HC Empor Rostock32:35
THW KielMecklenburger Stiere Schwerin35:24
Füchse Berlin ReinickendorfHSG Eider Harde45:25
MTV LübeckHandball Sport Verein Hamburg33:34
HC BremenSG Flensburg-Handewitt24:27
SG Flensburg-HandewittHC Empor Rostock41:34
1Füchse Berlin Reinickendorf18:0317:194123
2THW Kiel15:3268:22840
3Handball Sport Verein Hamburg14:4282:26220
4HC Empor Rostock11:7304:28321
5SG Flensburg-Handewitt10:8207:209-2
6HSG Eider Harde8:10270:292-22
7MTV Lübeck6:12251:280-29
81. VfL Potsdam 19904:14224:248-24
9Mecklenburger Stiere Schwerin4:14191:246-55
10HC Bremen0:18220:292-72

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.