Niels Versteijnen beim Siebenmeter im Duell mit Felix Storbeck (Foto: Lobeca/Patrick Nuhn)
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Hamm – Der VfL Lübeck-Schwartau erkämpft sich in einer turbulenten Partie gegen den ASV Hamm-Westfalen ein 32:32 (16:14). Die Lübecker setzten über 60 Minuten konsequent auf den siebten Feldspieler, hielten die Partie bis zum Ende offen und feierten trotz Rückstand in der Schlussphase einen verdienten Punktgewinn.

Die technischen Fehler abstellen und die Chancen effektiv nutzen, lautete die Devise des VfL beim schweren Auswärtsspiel beim ASV Hamm-Westfalen – und das Team von Michael Roth zeigte von Beginn an eine konzentrierte Leistung gegen den Tabellenzweiten.

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Drei-Tore-Führung durch Kretschmer

Im Spiel Sieben gegen Sechs fanden die Lübecker immer wieder Lösungen über den Kreis oder den starken Niels Versteijnen, der aus dem Rückraum erfolgreich war. In einer ausgeglichenen Partie konnte sich der VfL Mitte der ersten Halbzeit erstmals absetzen – Finn Kretschmer sorgte mit dem 9:6 für die Drei-Tore-Führung (17.).

Die Lübecker setzten konsequent auf das Überzahlspiel und waren damit erfolgreich. Bis zur Halbzeit blieb das Roth-Team in Führung, hatte mit Blaz Voncina zudem einen sicheren Rückhalt im Tor. Mit zwei Toren Vorsprung ging es in die Pause – Joscha Ritterbach sorgte für die 16:14-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel war es vor allem Hamms Spielmacher Dani Baijens, der das Spiel der Gäste an sich riss und den VfL mit viel Tempo vor Probleme stellte. Der Niederländer besorgte schließlich mit dem Treffer zum 23:21 auch die erste Zwei-Tore-Führung für die Gastgeber (44.).

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VfL hielt die Partie offen

Es war ein temporeiches Spiel, in dem vor allem die Gastgeber immer wieder mit der schnellen Mitte erfolgreich waren. Dennoch blieben die Lübecker dran, hielten die Partie offen. Niels Versteijnen sorgte per Schlagwurf für den 25:25-Ausgleich (49.), wenige Sekunden später ging der VfL nach einem Tempogegenstoß von Kretschmer wieder in Führung.

Es ging in die entscheidende Phase – und ausgerechnet jetzt leistete sich der VfL technische Fehler. Der ASV bestrafte die leichtfertigen Ballverluste mit Treffern ins leere Tor und holte sich die Führung prompt zurück. Orlowski traf aus der eigenen Hälfte zum 28:26 (52.). Bitter für die Lübecker: Nach einem Foul an Jan von Boenigk sah Martin Waschul die Rote Karte (54.). In den letzten Minuten musste der VfL ohne seinen Abwehrchef auskommen.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Spannung pur in der Schlussphase, aber wieder machte sich der VfL durch individuelle Fehler das Leben schwer. Nach einem Fehlpass konnten die Gäste den Ball erneut zum 32:30 im leeren Tor unterbringen (58.). Doch es blieb bis zum Ende offen: Fabian Huesmann hatte die Entscheidung in der Hand, scheiterte eine Minute vor dem Ende per Siebenmeter aber an Blaz Voncina. Im Gegenzug erzielte Matej Klima den 32:32- Ausgleich (60.). Am Ende blieb dem ASV nur ein Freiwurf, der im Block der Lübecker landete. Es blieb bei der Punkteteilung.

Trainer Roth lobt Teamgeist

Michael Roth: „Wir haben heute über den Teamgeist, über den Kampfgeist und spielerische Mittel beim Tabellenzweiten einen Punkt mitgenommen. Es hätte auch ein Sieg oder eine Niederlage werden können. Das Ergebnis ist am Ende gerecht. Die Jungs haben alles gegeben. Wir haben in der zweiten Hälfte in diesem Hexenkessel teilweise den Kopf verloren, haben am Schluss mit unseren taktischen Mitteln aber den Punkt ergattern können.“

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