VfL in der Spitzengruppe: Es geht favorisiert nach Dessau

Röhrig warnt vor unangenehmer Auswärtsaufgabe

Jan-Eric Speckmann (VfL Lübeck-Schwartau) im Fokus. Foto: Lobeca/Max Petershans
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Dessau – Der VfL Lübeck-Schwartau möchte seinen starken Saisonstart in der 2. Bundesliga fortsetzen. Nach dem 33:26-Heimsieg gegen den ASV Hamm-Westfalen und dem besten Saisonstart seit neun Jahren wartet am Sonntag um 17 Uhr die nächste Auswärtsaufgabe. In der Anhalt-Arena trifft die Mannschaft von David Röhrig auf den Dessau-Roßlauer HV, der bislang erst einen Saisonsieg feiern konnte.

Dessau wartet auf den zweiten Sieg

Die Gastgeber stehen nach sechs Spieltagen mit 2:10 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz und haben fünf ihrer bisherigen sechs Begegnungen verloren. Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen den TV Emsdetten folgte ein 31:29-Heimerfolg gegen die Eulen Ludwigshafen. Anschließend mussten sich die Sachsen-Anhalter gegen Hagen, Ferndorf, Potsdam und zuletzt beim Bundesligaabsteiger GWD Minden geschlagen geben. Trotz der schwachen Punkteausbeute warnt VfL-Trainer David Röhrig davor, den kommenden Gegner zu unterschätzen: „Man darf sich von den Punkten zum Saisonstart nicht täuschen lassen. Sie hatten etwas Verletzungspech und haben bereits gegen mehrere Topteams gespielt. Sie haben zu Hause wirklich unglücklich gegen Hagen verloren und Potsdam fast besiegt. In Minden haben sie fast 40 Tore geworfen.“

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VfB Lübeck

Defensive als größte Schwachstelle

Besonders in der Defensive offenbarte der Dessau-Roßlauer HV bislang einige Probleme. Mit 203 Gegentoren kassierte die Mannschaft von Trainer Vanja Radić die meisten Treffer der gesamten Liga. Auch das Torhüterduo um Philip Ambrosius und Janik Patzwaldt konnte mit insgesamt 50 Paraden bisher nur selten den Unterschied ausmachen. Offensiv gehören Marcel Nowak mit 35 Treffern und der erst 19-jährige Alen Hadzimuhamedović mit 31 Toren zu den wichtigsten Spielern. Letzterer hat nach dem Abgang von Spielmacher Fritz-Leon Haacke bereits viel Verantwortung übernommen. Zudem kommt es für den VfL zum Wiedersehen mit Kreisläufer Leon Ciudad, der die Lübecker im vergangenen Sommer in Richtung Dessau-Roßlau verlassen hatte.

Röhrig fordert mehr Leichtigkeit im Angriff

Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage erwartet Röhrig eine anspruchsvolle Begegnung. „Für mich ist Dessau-Roßlau eine absolute Mentalitätsmannschaft, was sich vor allem im Heimspiel zeigt. Sie bringen eine wahnsinnige Energie in der Abwehr auf die Platte, machen es super eng, sind gut in den Stopp-Fouls und arbeiten wie die Verrückten“, erklärt der VfL-Coach. Gleichzeitig möchte er die eigenen Stärken wieder stärker zur Geltung bringen: „Wir wollen mit breiter Brust auflaufen und müssen und wollen natürlich auch darauf achten, dass wir im Angriff wieder besser in die Timings kommen und wieder besser in die Breite spielen als zuletzt gegen Hamm und Emsdetten.“ Mit einem weiteren Erfolg könnten die Lübecker ihre starke Ausgangsposition in der oberen Tabellenregion festigen.

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