VfL Lübeck-Schwartau legt vor heimischer Kulisse nach – über 1 Million Euro vom Land für neue Hansehölle

42 Tore gegen Dormagen – Hansehalle nach Modernisierung offiziell eröffnet

Paul Holzhacker (VfL Lübeck-Schwartau). Foto: Lobeca/Max Petershans
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Lübeck – Der VfL Lübeck-Schwartau hat seinen erfolgreichen Saisonstart in der 2. Bundesliga fortgesetzt. Nach dem 34:23-Auswärtserfolg beim TuS N-Lübbecke gewann die Mannschaft von Trainer David Röhrig am Sonnabend ihr erstes Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen mit 42:31 (21:18). Bester Torschütze der Lübecker war Paul Holzhacker mit neun Treffern. Neuzugang Adam Thorstensen steuerte zehn Paraden zum deutlichen Erfolg bei.

Bereits vor der Partie gab es in der Hansehalle einen besonderen Anlass. Der neue Anbau der Sport- und Veranstaltungshalle wurde offiziell eröffnet. Das Land Schleswig-Holstein förderte die Modernisierung mit rund 1,15 Millionen Euro aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm IMPULS.

Dormagen geht einmal in Führung

Sportlich erwischte der VfL mit einem 3:1-Lauf den besseren Start. Jan-Eric Speckmann brachte die Gastgeber nach vier Minuten in Führung. Dormagen fand anschließend besser in die Partie, setzte seine Stärken im Tempospiel ein und lag nach elf Minuten mit 7:6 vorne. Es sollte der einzige Rückstand der Lübecker bleiben.

Der VfL übernahm wieder die Kontrolle und Oliver Juhl erhöhte nach 16 Minuten auf 12:9. Die Gäste ließen sich allerdings nicht abschütteln und hatten nach einem 3:0-Lauf die Möglichkeit, noch vor der Pause auszugleichen. Röhrig reagierte mit einer Auszeit. Eine Parade von Thorstensen und zwei Treffer von Holzhacker sorgten schließlich für die 21:18-Pausenführung.

Thorstensen hält seinen Kasten sieben Minuten sauber

Nach Wiederbeginn gelangen Dormagen zunächst zwei Treffer. Danach ließ Thorstensen mehr als sieben Minuten kein Gegentor zu. Der VfL nutzte diese Phase und setzte sich durch Tore von Ole Hagedorn erstmals auf 27:20 ab.

Gegen die von Dormagen immer wieder eingesetzte 5:1-Abwehr verkürzten die Gäste noch einmal auf fünf Treffer. Die Lübecker antworteten mit einem 4:0-Lauf. Magnus Holpert traf elf Minuten vor dem Ende zum 33:24.

In der Schlussphase wurde es deutlich. Sören Hartwich erzielte in der 54. Minute seinen ersten Pflichtspieltreffer vor heimischer Kulisse und legte wenig später zum 37:27 nach. Auch Leo Zink traf erstmals im VfL-Dress in der Hansehalle. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Max Botta nach Vorlage von Holpert sein Debüttor. Hartwich setzte mit seinem Treffer zum 42:31 den Schlusspunkt.

Röhrig: „Ein großartiges Ergebnis“

VfL-Trainer David Röhrig sagte nach der Partie: „Das ist natürlich ein großartiges Ergebnis. Wir freuen uns über die zwei Punkte, aber auch darüber, dass wir torverhältnismäßig ein gutes Statement gesetzt haben. Allerdings muss man sagen, dass der Weg dahin wirklich brutal schwer war. Im Angriff haben wir über 60 Minuten hinweg das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, in der Abwehr hingegen haben wir fast 40 Minuten lang überhaupt keinen Zugriff bekommen. Wir hatten uns gegen das schnelle Angriffsspiel der Dormagener viel vorgenommen, konnten aber nur wenig umsetzen. Adam Thorstensen war dann natürlich der entscheidende Faktor, weil er uns vor der Pause die Führung überhaupt erst ermöglicht hat, indem er so gut verteidigt hat. Nach der Pause hat Adam gut weitergemacht. Außerdem fand ich, dass wir in der Abwehr einige Dinge besser gemacht haben: wie wir uns im Zweikampf stellen und auch, wie wir entscheiden, ob wir helfen oder nicht. Dadurch konnten wir gegen einen zunehmend müde werdenden Gegner mehr Ballgewinne erzielen und die Grundlage für diesen Sieg legen.“

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Rund 1,15 Millionen Euro vom Land

Neben dem sportlichen Erfolg stand die Modernisierung der Hansehalle im Mittelpunkt. Finanzministerin Silke Schneider eröffnete am Sonnabend gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Sport den neuen Anbau. Die Halle verfügt über 2.296 Plätze und wurde unter anderem an die Anforderungen des Spielbetriebs der Handball-Bundesliga angepasst.

Herzstück der Arbeiten ist ein zweigeschossiger Anbau auf dem ehemaligen Parkplatzgelände. Dort befinden sich unter anderem ein neuer Presseraum, TV-Produktionsbüros sowie Multifunktions- und Regieräume. Hinzu kommen eine neue LED-Beleuchtung, eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach, neue Kamerapodeste, eine verbesserte Soundanlage und ein mobiler Hallenboden.

Schneider sagte: „Für den Handball in Deutschland ist Schleswig-Holstein zweifellos ein Kernland. Und die Hansehalle Lübeck ist die größte und bedeutendste Sporthalle im südlichen Schleswig-Holstein. Die Investition in Sportstätten wie die Hansehalle Lübeck ist deshalb kein reines Infrastrukturprojekt, sondern eine direkte Strukturförderung für das soziale und sportliche Herz unseres Landes.“

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