VfL Bad Schwartau U19 beim Team Time Out
Foto: VfL Bad Schwartau Privat
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Bad Schwartau – In der Nordstaffel der Jugend-Bundesliga-Handball (JBLH) hat der VfL Bad Schwartau U19 sein letztes Vorrundenspiel gegen den TSV GWD Minden mit 27:34 (11:16) verloren und die Vorrunde mit 6:12 Punkten auf Platz 7 beendet. Die Mannschaft von Trainer Mirko Baltic spielt ab dem ersten Adventswochenende (30.11. oder 1.12.) in der Pokalrunde in Hin- und Rückspiel gegen die Teams der Vorrunde, die Platz 5 bis 10 belegten, um den Einzug in die K.o.-Runde (Viertelfinale) des DHB-Pokals. Die vier Mannschaften, die anschließend das Final-Four-Turnier erreichen, haben die direkte Qualifikation für die JBLH in der Saison 2020/21 doch noch erreicht.

Bereits vor Beginn war das Spiel bedeutungslos für beide Mannschaften geworden. Der TSV GWD Minden hatte sich im Vorwege für die Meisterrunde qualifiziert und der VfL Bad Schwartau hatte diese verpasst. Die Partie war ein Abziehbild des bisherigen Saisonverlaufs der Schwartauer Jungs. Die ersten 15 Minuten eine hervorragende Leistung, danach 13 Minuten ohne Tor und eine relativ normale zweite Halbzeit spiegeln quasi die gesamte Saison wider.

Mats Schramm setzt zumTorwurf an
Foto: VfL Bad Schwartau Privat

Schwartau kam gut ins Spiel, führte schnell 3:1. Die Mindener 3:2:1-Deckung kam dem eigenen Angriffsspiel entgegen. So baute der VfL die Führung auf 7:3 aus, bevor Minden die erste Auszeit in dem Spiel nahm. Minden stellte die Deckung um, spielte jetzt mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung und die Schwartauer verloren völlig die Linie. Minden drehte das Spiel und das Baltic-Team erzielte während des Mindener 10:0-Laufs fast 15 Minuten kein Tor.

Mehrfach scheiterten die Angreifer dabei frei am überragenden, gegnerischen Torhüter, sie brachten den Ball nicht im Tor unter. Baltic: „Wir haben in jedem Spiel diese Phasen. Wir spielen eigentlich gut und verlieren durch zwei oder drei falsche Entscheidungen und Disziplinlosigkeiten den Kopf. Die Jungs sind fit und trainieren gut, lassen sich aber zu leicht verunsichern. Da haben wir ein Kopfproblem.“

Im zweiten Spielabschnitt festigte sich das Schwartauer Spiel. Der Gastgeber ging besser mit der aggressiven, gegnerischen Deckung um, setzte selbst in der Abwehr Akzente und gewann den einen oder anderen Ball. So wurde es möglich, kurz vor Schluss noch einmal auf drei Tore zu verkürzen. Einfache, unnötige Fehler nach guten Ballgewinnen ließen am Ende aber kein besseres Ergebnis zu. Am Ende war der Mindener Sieg verdient, fiel aber etwas zu hoch aus.

Sebastian Potz setzt sich durch
Foto: VfL Bad Schwartau Privat

Trainer Baltic resümiert: „Wir haben viele gute Spiele gemacht, sind körperlich und taktisch gleichwertig. Zu oft haben wir aber die Punkte nicht eingefahren und es verpasst uns selbst zu belohnen. Die verbliebenen Mannschaften sind mit uns auf einem Niveau. Wir müssen in der Pokalrunde jetzt einen Schritt voran machen und uns selbst belohnen. Die neue Zielvorgabe ist Platz 2. Dafür müssen wir uns stabilisieren, um die engen Spiele dann für uns zu entscheiden.“

Der VfL beginnt die Pokalrunde mit einem Heimspiel am Adventswochenende. Der Gegner steht noch nicht fest, da der Spielplan noch nicht durch den DHB bekannt gegeben wurde.

Spielfilm: 3:1 (4.), 6:3 (9.), 9:5 (13.), 9:15 (24.), 11:16 (30.), 14:18 (35.), 17:22 (40.), 20:26 (48.), 24:28 (53.), 27:30 (56.), 27:34 (60.)

Es spielten: Müller-Belau, Schröter – Schramm (5), Potz (5), Seyfferth (5), M. Hagen (4/1), N. Hagen (3), Puchert (2), Laveaux (2), Steingrübner (1), Herbers, Brandes

(PM/kbi)