Kein Zucker schlecken - In der Abwehr wird kräftig zugepackt
VfL Bad Schwartau, Privat
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Bad Schwartau – Die männliche Jugend A des VfL Bad Schwartau hat in der Pokalrunde der Jugend-Bundesliga-Handball (JBLH) vor 150 Zuschauern in der Ludwig-Jahn-Halle das Derby gegen den THW Kiel mit 27:29 (13:13) verloren. Das Spiel war von der ersten Minute an körperbetont, aber nicht unfair und ein hochklassiges Derby auf Augenhöhe.

Es war das erwartet schwere Spiel und ein typisches Derby, ein hochklassiges Spiel mit wenigen Fehlern auf beiden Seiten und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Beim ersten Torwurf durch Sebastian Potz zeigte die Kieler Abwehr, dass es an diesem Tag keine leichten und schmerzfreien Tore für die Schwartauer A-Jugendlichen geben sollte. Statt einer gelben Karte gab es Abwurf und somit war klar in welche Richtung sich dieses Spiel entwickeln sollte.

Die U19 nahm den Kampf an und sorgte ihrerseits dafür, dass sich die Mannschaft von Klaus-Dieter Petersen jedes Tor hart erkämpfen musste. Die Einstellung stimmte und insbesondere der Mittelblock mit Herbers und Schramm schränkten in der ersten Halbzeit den Aktionsradius des Kieler Kreisläufers gut ein und ließ den Kieler Angriff insgesamt nicht zur Entfaltung kommen. Mirko Baltic: „Wir haben in der Abwehr sehr gut gestanden, Einstellung gezeigt und den Kielern den Schneid abgekauft.“

Der VfL setzte sich nach sieben Minuten erstmals mit drei Toren ab und hatte in der ersten Halbzeit meistens die Nase vorn. Die sehr gut eingestellte Kieler Abwehr machte das Spiel in der Mitte zu, sodass das Spiel breiter anlegt wurde und die Außen zu einigen Chancen kamen. Diese Chancen wurden oft nicht konsequent genutzt. Der THW verhinderte so, dass die Jungs von Trainer Baltic sich weiter absetzten und kam seinerseits mit dem Halbzeitpfiff zum leistungsgerechten Ausgleich.

Die Kieler kamen besser aus der Kabine, setzten sich mit zwei Toren ab. Das Spiel wankte jetzt hin und her, allerdings hielten die Jungzebras immer einen kleinen Vorsprung, zwangen den Schwartauer Nachwuchs dadurch irgendwann eine offensivere Deckungsvariante zu wählen und im Angriff riskanter abzuschließen. „Insgesamt bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Beide Mannschaften haben am oberen Limit gespielt und ich bin sehr stolz, dass meine Jungs dieses sehr gute Niveau über die gesamte Spielzeit gehalten haben“, so Baltic.

Am kommenden Sonntag (9.2.) geht es für den Schwartauer Nachwuchs zum Spitzenreiter zur HSG Handball Lemgo. Das Hinspiel gewann der VfL gegen eine ersatzgeschwächte Lemgoer Mannschaft mit 35:22. So einfach dürfte es dieses Mal nicht werden, zumal zahlreiche Spieler (Potz, Hagen, Potratz und Puchert) angeschlagen sind. Trotzdem ist ein Sieg möglich, wenn die Mannschaft die gezeigte Leistung wieder auf die Platte bringt und die verletzten Spieler einsatzfähig sind.

Spielfilm: 3:1 (4.), 6:3 (8.), 8:5 (12.), 9:9 (23.), 12:10 (27.), 13:13 (30.), 13:15 (34.), 17:15 (38.), 17:20 (43.), 21:24 (51.), 23:27 (56.), 26:28 (59.), 27:29 (60.)

Es spielten: Müller-Belau, Schröter – Puchert (8/6), Adam (4), Hagen (4), Potz (3), L. Laveaux (2), Herbers (2), Klemann (2), Schramm (1), Potratz (1), T. Laveaux, Seyfferth, Simowitsch

(PM/kbi)