Torge Klemann mit 20 Toren bester VfL-Torschütze
Foto: VfL Bad Schwartau - privat
Anzeige
Kanzlei Proff

Bad Schwartau – Die neu formierte männliche Jugend A des VfL Bad Schwartau hat die Qualifikation zur Jugendbundesliga Handball (JBLH) in Cottbus verpasst und startet in der kommenden Saison in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (OL-HH/SH).

Im Modus Jeder-gegen-Jeden bei einer Spielzeit von 2 x 20 Minuten ging es am Wochenende des 12. und 13.September gegen die Mannschaften von HKUF Harrislee, HC Empor Rostock, LHC Cottbus sowie SG NARVA Berlin. Die ersten beiden Mannschaften qualifizierten sich für die JBLH.

Perfekter Start mit zwei Siegen

Nachdem die Mannschaft bereits am Freitagabend angereiste und gemeinsam mit dem großen Tross der Eltern einen angenehmen Abend im Hotel verbrachte, wurde es am Sonnabend (12.9.) ernst. Der erste Gegner hieß HKUF Harrislee. In der abgelaufenen Saison verlor der VfL Bad Schwartau in der OL-HH/SH zweimal mit mehr als zehn Toren gegen die Truppe von der dänischen Grenze. Die Vorzeichen waren somit klar, der VfL war eindeutig der Außenseiter.

Es kam anders. Harrislee wirkte zerfahren, aufgeregt und überfordert. Der VfL hingegen übernahm aus einer gut stehenden Abwehr und mit exzellentem Tempospiel sofort die Initiative. Nach sechs Minuten stand es bereits 5:1 und der Mannschaftsverantwortliche von HKUF nahm eine Auszeit, was den VfL nicht beeindruckte. Zur Halbzeit führten die Schwartauer mit 12:3, das Spiel war bereits entschieden. Am Ende hieß es 26:14. Damit gelang ein Einstand nach Maß in das Turnier.

Am Abend folgte die zweite Partie gegen das von vornherein als schwächster Vertreter eingeschätzte Team der SG NARVA Berlin. Die Berliner unterlagen zuvor hoch gegen HC Empor Rostock und so war die Rollenverteilung klar. Ein Sieg war Pflicht. Ähnlich wie gegen Harrislee entschied der VfL – mit einer gut aufgelegten Abwehr und sehr guten Torhütern – das Spiel frühzeitig. Die Berliner wurden klar mit 31:21 geschlagen. Der erste Turniertag endete mit 4:0 Punkten.

Anzeige

Nach einer kurzen Nacht im Hotel kam es am Sonntagmorgen zum vorgezogenen Endspiel gegen die Gastgeber aus Cottbus. Bei einem Sieg war die Qualifikation für die JBLH sicher, da Cottbus am Sonnabend gegen Rostock verloren hatte und der VfL somit uneinholbar zumindest auf Platz 2 gelegen hätte.

Chancenlos gegen den Gastgeber

Die Mannschaft von Trainer Mirko Baltic überzeugte nur am Anfang und forcierte das schnelle Umschaltspiel. Nach wenigen Minuten gelang es der Mannschaft aus dem Cottbusser Handball-Leistungszentrum ein ums andere Mal die Schwächen der jungen Schwartauer Mannschaft gnadenlos auszunutzen. In der Abwehr fand die Hintermannschaft keinen Zugriff auf den gegnerischen Rückraum und die Torhüter zeichneten sich – anders als am Vortag – nicht mehr aus. Ohne das Tempospiel wurden die Schwartauer in den Positionsangriff gezwungen, in dem sie gegen die gut eingestellte Mannschaft des LHC Cottbus nahezu chancenlos war. Am Ende stand eine 13:24-Niederlage auf der Anzeige.

Qualifikation nur noch theoretisch möglich

Im letzten Spiel waren die Chancen auf die Qualifikation für die JBLH nur noch theoretisch. Ein Sieg mit mindestens acht Toren gegen die bis dahin ungeschlagenen Rostocker musste her, um den direkten Vergleich mit Cottbus und Rostock zu gewinnen. Dieses gelang nicht. Rostock suchte früh die Entscheidung und schien beim 16:9 nach 25 Minuten endgültig durch zu sein. Aber das junge Schwartauer Team zeigte Moral und verkürzte den Rückstand noch. Rostock gewann am Ende das Spiel mit 19:17, blieb so während des gesamten Turniers ungeschlagen und qualifizierte sich somit genauso wie der LHC Cottbus verdient für die JBLH.

Für den VfL Bad Schwartau geht es nun in der OL-HH/SH darum, sich weiterzuentwickeln und die Chance im nächsten Jahr wieder an der Qualifikation zu JBLH teilnehmen zu können.

(PM)

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -