Wie geht es weiter? – das geht uns alle an!

Foto: Lobeca/Kaben
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Tierisch Schick

Ein Kommentar von Chefredakteur Roland Kenzo:

Tja, was soll man sagen…? Die Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Ich kann mir vorstellen, dass das Thema Corona den einen oder anderen nervt – oder alle – mich auch! Doch wir können nicht einfach so weitermachen wie bisher, denn sonst bewegen wir uns auf einen zweiten Lockdown hin. In Wales ist das bereits der Fall. Über 14.000 Fälle, davor mehr als 11.000 Neuinfektionen mit dem Virus SARS-Cov-2 gab es zuletzt bei uns in Deutschland. Die Anzahl der Tests ist natürlich im Gegensatz zum Frühjahr gestiegen, aber eben auch die Anzahl an positiven Resultaten… Es langweilt vielleicht, aber es macht es einfach nicht besser. Stundenlang könnten nun die „Hobby-Virologen“ weiterphilosophieren, doch es wird nichts bringen. Wir haben ein Problem!

Ist im November Schluss?

Und dieses Problem hat nun den Sport erreicht. Dabei ist es gar nicht die Ausübung von Fußball, Handball, Basketball (wo schon TuS Lübeck und BG Ostholstein zurückzogen – wegen Corona) oder was auch immer, sondern das Davor und Danach. Der Landrat im Herzogtum Lauenburg hat am vergangenen Freitag appelliert, dass man auf Umkleidekabinen und Duschen sowie Zuschauer verzichten soll. Auf anderen Sportplätzen haben die Vereine selbst eine Maskenpflicht eingeführt und im Kreis Pinneberg ist man ab Montag wieder dort, wie man schon einmal war. Zehn Personen dürfen dort maximal zusammen trainieren. Das wird uns in der Region Lübeck vermutlich in den kommenden Tagen auch blühen. Möglich, dass noch ein Wochenende gespielt wird, aber der November wird sich wohl eher auf sportliche Wettkämpfe im Profibereich beschränken.

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Selbst schuld!

Wir haben es uns selbst zuzuschreiben. Auch das ist keine neue Erkenntnis, denn der Chef-Virologe Professor Dr. Rupp vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein warnte schon vor zwei Monaten in einem Interview bei uns, dass es „allen auf die Füße fällt“. Vereine sagen Spiele schon aus eigener Initiative ab, weil sie verantwortungsbewusst handeln wollen oder einfach die Hygienevorschriften nicht einhalten können. Wie auch? Das Ehrenamt ist ja so „uncool“ und es finden sich immer weniger Menschen, die etwas tun, weil sie damit anderen eine Freude machen – und damit auch sich selbst. Aber das ist ein anderes Thema… Andere und das sind nicht mehr so wenige, wie noch vor ein paar Wochen, fordern eine Unterbrechung der Saison. Man könnte es als „vorgezogene Winterpause“ verstehen und darauf hoffen, dass die Fallzahlen wieder heruntergehen. Dann könnte man im Januar oder Februar wieder weiterspielen. Der Hamburger Handballverband hat bereits so ähnlich entschieden. Da ist erst einmal Pause. Im Saarland und in Bremen haben die Fußballer für zwei Wochen die Reißleine gezogen. Wann passiert das bei uns? Die Dynamik ist so hoch, dass hier niemand in die Glaskugel schauen kann und Schleswig-Holsteins Fußball-Boss Uwe Döring hat innerhalb einer Woche schon von Zuversicht bis Warnung hin- und hergeschwenkt. Aber auch er hat nur die Zahlen, die täglich auf uns alle einprasseln…

Wo soll das hinführen?

In Bayern wird man sich gerade denken, dass dort alles richtig gemacht wurde – zumindest im Fußball. Der Landesverband unterbrach die Saison 2019/20 und spielte seit September einfach dort weiter, wo man aufhörte. Alle anderen haben zum Teil kleinere Ligen geschaffen, um mehr Flexibilität zu schaffen. War es am Ende doch die richtige Entscheidung? Es war zumindest eine Entscheidung und so eine haben die anderen Sportverbände ebenfalls getroffen. Wie das mit dem Handball weitergeht ist auch so eine Frage. Da ist man drinnen… muss man mehr dazu sagen? In der 2. Bundesliga wurden an diesem Wochenende vier Spiele abgesagt… wo soll das hinführen?

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#FlattenTheCurve

Viele Fragen, die sich viele Menschen stellen. Am Ende ist es aber auch glasklar. Es geht nicht darum uns zu beschneiden und uns unseren Spaß zu nehmen, sondern wie im Frühjahr das Gesundheitssystem nicht zu überlasten – und auch hier nicht wegen der jüngeren Generation, sondern für Mama, Papa, Onkel, Tante, Oma und Opa… diese Gruppe gilt es zu schützen. Macht mit, so wie im Frühjahr und verzichtet auf private Partys oder große Menschenansammlungen auf engstem Raum. Ihr erinnert euch: #FlattenTheCurve

In diesem Sinne: bleibt gesund!
Euer Roland Kenzo