„Zimmermann“ Conrad vernagelt seinen Kasten und hält zwei Punkte fest

VfL dreht fast verlorenes Spiel - Hansen erfolgreichster Vollstrecker

Der eingewechselte Nils Conrad avanciert in der zweiten Halbzeit zum Matchwinner
Foto: Lobeca/Marcus Kaben
Anzeige
Kanzlei Proff

Lübeck – Der VfL Lübeck-Schwartau hat sein Heimspiel von 1.293 Zuschauern in der Hansehalle gegen den HC Elbflorenz Dresden mit 29:27 (14:15) gewonnen, was den dritten Heimsieg in Folge darstellte. In einer ausgeglichenen – bis zum Ende spannenden Partie – wurde der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Torhüter Nils Conrad (neun Paraden) zum Matchwinner für den VfL. Bester Torschütze war Markus Hansen mit acht Treffern.

Gäste bestrafen hohe Fehlerrate des VfL konsequent

Es dauerte ein wenig, bis die Partie in der Hansehalle Fahrt aufnahm. Erst nach zehn Minuten erhöhten beide Mannschaften das Tempo und die Torgefahr. In einer ausgeglichenen Partie zeigten die Gäste aus Dresden immer wieder ihr gutes Tempospiel, der VfL überzeugte aus einem variablen Positionsspiel heraus, hatte mit Hansen und Klima zwei gut aufgelegte Eins-gegen-Eins-Spieler. Der starke Markus Hansen sorgte mit einem Treffer vom Kreis für die 11:10 Führung (20.), das Manko blieb aber, wie schon in Hüttenberg, die zu hohe Fehlerquote. So erzielte Elbflorenz einige einfache Tore und gestaltete die Partie ausgeglichen.

- Anzeige -
Markus Hansen steuert acht Treffer zum Heimerfolg bei
Foto: Lobeca/Marcus Kaben

In einer turbulenten und hektischen Schlussphase der ersten Halbzeit – mit einigen Zeitstrafen und technischen Fehlern auf beiden Seiten – waren es die Gäste, die sich effizienter zeigten und eine 15:14-Führung mit in die Pause nahmen.

Conrad als Matchwinner in der Crunchtime

Nach dem Seitenwechsel war der Schwung des VfL erst einmal verflogen. Es häuften sich erneut technische Fehler und Elbflorenz baute die Führung aus – Nils Kretschmer traf zum 20:17 (37.) für die Gäste. Erst der eingewechselte Nils Conrad brachte sein Team mit drei Paraden in Folge zurück ins Spiel, doch Finn Kretschmer vergab die Chance auf den 23:23-Ausgleich (49.). Zwei Minuten später war es Niels Versteijnen, der die Kugel zum 24:24-Ausgleich in den Winkel hämmerte (52.) – der Auftakt in eine spannende Schlussphase.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

Jetzt hatte der VfL das Momentum auf seiner Seite. Bruhn sorgte für die Führung, Conrad parierte und Versteijnen traf zum 27:25 (56.). Der Niederländer wurde in den Schlussminuten zum entscheidenden Faktor, besorgte auch die nächsten zwei VfL-Tore. Obwohl Skorupa 90 Sekunden vor dem Ende die Riesenchance auf die Drei-Tore-Führung vergab, war hinten Verlass auf Conrad, der gegen Kretschmer und Greß parierte. Am Ende gewannen die Lübecker diese packende Partie mit 29:27.

VfL-Trainer Piotr Przybecki sagte nach dem Spiel: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme mit dem Tempospiel von Dresden, immer wenn sie im Positionsspiel angreifen mussten, hatten wir einen guten Zugriff. Wir haben erneut zu viele Fehler gemacht und sind dadurch in Rückstand geraten. In der zweiten Hälfte hat Nils Conrad uns dann mit einigen Paraden zurück ins Spiel gebracht, wir haben eine kompakte Abwehr gestellt und vorne die Chancen genutzt. Wir haben uns diesen Sieg heute erkämpft.“

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.