Fünftes Spiel, fünfter Sieg. Der VfB Lübeck marschiert weiter an der Tabellenspitze der Regionalliga. Am Sonnabend stand nach 90 Minuten ein 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli II auf der alten Anzeigetafel der Lohmühle. Verdient war es, aber es war eine enge Kiste. Die ersten 45 Minuten sah man vom Gegner nichts. Ex-Lübecker Cemal Sezer wurde verletzt ausgewechselt. Ein anderer „Bekannter“ dafür kam für ihn und mischte die Grün-Weißen auf. Niklas Golke, Sohn des ehemaligen VfB-Profi Andre Golke (beendete seine Karriere 1998 in Lübeck) kam für ihn und machte die Hamburger nach seinem Anschlusstreffer wieder stark. Unnötig, denn die Grün-Weißen hatten bis dahin alles im Griff. Die zweite Hälfte war dafür eine Zitterpartie und man muss ehrlich sagen: Am Ende hat Lübeck auch etwas Glück gehabt. St. Pauli hätte sich einen Punkt verdient gehabt. Es ist eben so, wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt. Das kann sich rächen. Aber das tat es nicht. Fakt ist definitiv, dass der fünfte Lübecker Sieg in Folge ein ganz hartes Stück Arbeit war – kein Arbeitssieg, denn dafür waren zu viele Möglichkeiten vorhanden, die Partie vorher schon zu entscheiden.

Dass natürlich zwei Stützen wie Ahmet Arslan (inzwischen fünf Saisontore) und Yannick Deichmann nach einer Stunde innerhalb von nicht einmal zehn Minuten ausgewechselt wurden, ist in der Nachbetrachtung ein kleines Risiko gewesen. Die „frischen“ Kräfte Miguel Coimbra Fernandes und Ryan Malone (beides Neuzugänge) kamen nicht sofort in die Begegnung. Marvin Thiel und Dennis Hoins fehlten ebenfalls. Beide hatten muskuläre Probleme und wurden geschont.

Am Ende kann man sagen, dass es mit Glück reichte. Doch ist vielen klar gewesen: In der Vorsaison hätte es hier vielleicht keine drei Zähler gegeben. Die Mannschaft hat gekämpft, das war klasse und zahlte sich dann in dem Sieg aus. Nächste Woche fragt danach keiner mehr. Dennoch war es nichts für schwache Nerven. Und das bei Regen und Sonne.

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Nach dem Abpfiff gab es noch eine erneut tolle Aktion der VfB-Anhänger. Einer unten ihnen ist plötzlich erkrankt und liegt im Krankenhaus. Schon während des Spiels hing schon ein Banner am Zaun, das den Schriftzug „Niemals aufgeben Lüdi“ trug. Fans und Mannschaft stellten sich für ein „Gute Besserung“-Foto vor der Pappelkurve auf dem Rasen auf. Eine starke Szene und einfach menschlich.

Aktuell macht auf der Lohmühle fast alles Spaß. Die neue Tribüne sieht toll aus, die Fans liefern einen geilen Support ab und die Mannschaft zahlt es mit Toren und Siegen an sie zurück. So kann es gerne weitergehen.

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