Lübeck – Der FC Lütjensee richtete am am letzten Samstag in Trittau das sechste Turnier der diesjährigen Youngster-Cup-Serie für Fechter aus. Angereist waren Fechter der Jahrgänge 2002 und jünger aus mehreren Bundesländern, Polen und Russland. Der Lübecker Nachwuchs war fast vollständig vertreten, Trainerin Friederike Janshen beratend mit dabei.

Lennart Voigt und Stine Bohlmann starteten in den Schülerwettbewerben. Die Mädchen bestritten zunächst zwei Vorrunden, aus denen Bohlmann als Drittplatzierte in den Direktausscheid ging. Hier traf sie auf Dauerrivalin Marlin Hack, Ratzeburg, der sie mit 8:10 unterlag. Somit ergab sich für die Lübeckerin Platz fünf in der Gesamtwertung.

Im Teilnehmerfeld der Jungen 2004/05 erkämpfte sich Lennart Voigt in der Vorrunde Platz 1 auf der Setzliste und damit ein Freilos, fegte mit einem 10:0 den Polen Robacki aus der 16er-K.o.-Runde und besiegte danach den Berliner Pfeiffer mit 9:3. Erst im Halbfinale musste sich Voigt das erste Mal knapp Philipp Ahlvers aus Halle mit 9:10 geschlagen geben und belegte so einen guten dritten Platz. Damit holte er sich die Führung in der Youngster-Cup-Gesamtwertung vor Tyler Harms aus Berlin zurück. Ob der Lübecker Linkshänder diese dann halten und den Serien-Gesamtsieg für die Saison 2015/16 nach Hause tragen kann, entscheidet sich beim Finalturnier im Juni in Spremberg.
Im Wettbewerb der weiblichen B-Jugend 2002/03 gingen Lea Sophie Drescher und Frauke Godau für den HFCL an den Start. Beide qualifizierten sich in der Vorrunde mit einem Freilos für das Viertelfinale. Godau verlor hier knapp mit 9:10 gegen die Linkshänderin Alina Kaergel aus Cottbus, die derzeit Platz zwei in der Serien-Gesamtwertung hält, und erreichte Platz fünf.
Drescher bezwang zunächst Nora Behrens aus Hamburg und traf danach im Halbfinale auf Kaergel, der sie mit 7:10 unterlag und sich somit über Bronze freuen konnte.
Ein ebenso kampfstarkes Teilnehmerfeld fand Moritz Fröhlich bei den Herren der B-Jugend vor. Er landete in der bestbesetzten Vorrunde, mit dabei der Deutsche Meister Leander Helm aus Berlin. Fröhlich konnte nicht ein Gefecht gewinnen, besiegte jedoch im Direktausscheid den an vier gesetzten Heide aus Halle klar mit 10:4. Der Pole Haladuda, auf den der Trittauer danach im Viertelfinale traf, war dann aber doch im wahrsten Sinne des Wortes eine Nummer zu groß für ihn. Mit einem 0:10 schied Fröhlich hier mit Platz acht aus.
Mit zwei dritten, zwei fünften und einem achten Platz in diesem gut besetzten Turnier fuhr der HFCL ein ganz ordentliches Ergebnis ein. Schon am nächsten Wochenende steigt mit dem Petermännchen-Pokal in Schwerin ein weiteres großes Fechtevent für die jungen Florettkünstler im Norden. Bereits jetzt sind rund 200 Starter gemeldet.