Lübeck – Worte für das zu finden, was der U19 des VfB Lübeck am Samstag bei FT Braunschweig erleben musste, ist fast nicht möglich. Mit 0:10 gingen die Jungs von Trainer Norbert Somodi förmlich unter. Es war der negative Höhepunkt eines letztlich rundum gebrauchten Tages.

Fünf Stunden brauchte der Mannschaftsbus, bis er am Zielort angekommen war. Zwar wurde die Partie dadurch später angepfiffen, dennoch hatten die A-Jugendlichen nur eine halbe Stunde Zeit zur Vorbereitung. Zudem machte sich noch eine Magenverstimmung breit, gleich sieben Spieler mussten nacheinander auf die Toilette, ein weiterer noch während des Aufwärmprogramms. „So etwas habe ich tatsächlich noch nie erlebt“, sagte ein konsternierter Somodi. Murat Rasgele verletzte sich zu allem Überfluss auch noch beim Aufwärmen und so ging es mit zwei U17-Spielern in die Begegnung gegen die Freien Turner Braunschweig.

Der Spielverlauf ist selbsterklärend, zehn Schüsse gingen aufs Lübecker Tor, zehn Mal schlug es im Tor von Nico Heyden, der wahrlich nicht seinen besten Tag erwischte, ein. „Im Chancenverhältnis stand es wohl 12:10, bei den Braunschweigern war jeder Schuss ein Treffer. Der Sieg geht natürlich in Ordnung, aber nicht in der Höhe“, resümierte Somodi.

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Zur Pause stand es bereits 3:0 für den niedersächsischen Aufsteiger, nach dem Seitenwechsel erlebte der VfB dann sein endgültiges Waterloo. „Ich bin froh, wenn das Ganze ein Ende hat“, spielte Somodi auf die Situation um die noch bis Ende Oktober gesperrten vier Neuzugänge von der JFV Hanse an. Ab November dürfen die Jungs endlich in den Punktspielbetrieb eingreifen. „Der ganze Trainingsrhythmus ist durcheinander, wenn vier Spieler dabei sind, die am Wochenende gar nicht spielen dürfen. Wir brauchen Konkurrenzkampf und die Möglichkeit, neue Reize im Training zu setzen. Das ist unter diesen Umständen gar nicht möglich.“

So gilt es, noch einmal das nächste Heimspiel in zwei Wochen gegen Viktoria Hamburg zu überstehen um dann im November neu durchzustarten. „So schwierig hätte ich mir die Situation nicht vorgestellt“, so Somodi abschließend, der nun zusammen mit seiner Mannschaft die Möglichkeit hat, die Köpfe freizubekommen. Mit dem Spiel gegen Vicky in zwei Wochen steht nur noch ein Spiel im Oktober auf dem Programm.

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