Pansdorf – Nachdem der TSV Ratekau bereits vor einigen Wochen das Ende der JSG Ratekau-Pansdorf verkündete, hielt man sich von Pansdorfer Seite bewusst bedeckt und wollte dies nicht bestätigen. Nachdem aber die Vorstände beider Vereine Gespräche geführt hatten, stand fest, dass eine Rettung der JSG Ratekau-Pansdorf von Ratekauer Seite nicht gewünscht ist und eine Fortsetzung der JSG im Sinne der Jugendlichen nicht zu erwirken war. Dies stößt beim TSV Pansdorf auf jede Menge Unverständnis.

„Es ist sehr enttäuschend, dass die JSG Ratekau-Pansdorf aufgelöst wird. Viele Trainer und Funktionäre haben mich bereits in den letzten Tagen angesprochen und fragten nur mit viel Kopfschütteln, was denn los sei. Denn was in den letzten 2,5 Jahren aufgebaut wurde, lässt sich schon als erfolgreiche Verbindung bezeichnen. Auch Gespräche mit den Spielern zeigten, dass die gerne weiterhin mit ihren Freunden in der JSG spielen möchten. Diese Möglichkeit besteht nun leider nicht mehr und die Fußballer werden vor die Wahl gestellt, für welchen Verein sie am Ende spielen wollen. Dies kann normalerweise nicht im Sinne der Verantwortlichen sein. Am Ende gibt es nur Verlierer auf beiden Seiten durch die Auflösung und am meisten sind es die Jugendlichen, die darunter leiden.“, sagt Pansdorf-Jugendleiter Tim Schlichting.

Die JSG Ratekau-Pansdorf besteht seit Sommer 2012 und hat derzeit fünf Mannschaften von der A- bis C-Jugend im Spielbetrieb gemeldet. Die A- und B-Jugend spielen zudem in der Verbandsliga. Dieses Verbandsligarecht bleibt nach der Auflösung auch beim TSV Pansdorf.

„Schade, dass wir nun gezwungen werden, das Ende der JSG einzuläuten, aber wir müssen nun nach vorne gucken und werden den TSV Pansdorf nun wieder in der Jugend allein aufstellen. Da wir bisher auch den Löwenanteil an Spielern und Trainern in der SG gestellt haben, werden wir kaum Probleme haben auch weiterhin alle Jugenden zu bestücken. Dennoch werden wir einige Maßnahmen durchführen, die wir nun vorbereiten. Ziel ist es, dass wir sowohl zwei A-Jugenden, zwei B-Jugenden und auch zwei C-Jugenden an den Start bringen – wie bisher auch jeweils eine leistungsorientierte und breitensportorientierte Mannschaft. Wir sind sehr optimistisch, dass das so klappen wird“, fügt der Jugendleiter der TSV Pansdorf Tim Schlichting noch hinzu.

Bereits am vergangenen Mittwoch lud der TSV Pansdorf zu einem Elternabend für alle Beteiligten der JSG um über die gesamte Situation zu informieren und aufzuzeigen wie es nun für die Jugendlichen weitergeht. Die rund 35 anwesenden Elternteile zeigten Unverständnis über die Ratekauer Entscheidung, blickten aber auch positiv in die Zukunft des TSV Pansdorf.

Auch ein Kennenlern-Training für interessierte neue Spieler aus der A- bis C-Jugend aus der Region wird es Ende März geben. Dazu wird der TSV Pansdorf aber zeitnah noch informieren.
Derweil verkündete der TSV Ratekau bereits seine neue Spielgemeinschaft. Gemeinsam mit dem Sereetzer SV will man sich dort nun neu positionieren. Diese Tatsache stößt nicht nur bei den Verantwortlichen aus Pansdorf auf viel Unverständnis. „Wieso wird eine gut funktionierende SG in der Jugend gelöst um am Ende gleich mit dem nächsten Verein eine Spielgemeinschaft zu bilden?“, fragen sich viele Mannschaftsverantwortliche aus der Region.

Die Gemeinde Ratekau verliert mit der JSG Ratekau-Pansdorf auf jeden Fall ein Aushängeschild für seinen Jugendfußball und ob die neue SG der Ratekauer an die erfolgreiche Zeit (u.a. Aufstieg und Pokalsieg der B-Jugendlichen) anknüpfen kann, wird sich zeigen. Der TSV Pansdorf jedoch wird auch zukünftig alles daran setzen, dass auch weiterhin die Erfolge im Jugendfußball gefeiert werden können.