Patrick Hagge: Gold und Silber bei der Senioren-DM (Foto: Arno Reimann)
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Baunatal – Mit sechs Medaillen sind die Senioren des LAC Lübeck von den Deutschen Senioren-Meisterschaften im hessischen Baunatal zurückgekehrt. Von einer dreitägigen Veranstaltung, in der nicht alles nach Plan und Regeln lief. Einmal Gold und fünfmal Silber stehen in der Bilanz.

Den einzigen LAC-Titel dieser Titelkämpfe sicherte sich Patrick Hagge (Foto) über die 100 m der M35 bei leichtem Gegenwind (-0,7 m/sek) hauchdünn in 11,39 vor Rene Pascal Menk (Wuppertal), der auf 11,40 kam. Über 200 m blieb Hagge wegen eines Fehlers in der Regelanwendung womöglich der zweite Titel verwehrt: Die Verantwortlichen hatten die beiden vorgenannten Sprinter nicht in denselben Zeitlauf gesetzt – wie es die Regel vorsieht. In getrennten Läufen kamen beide als jeweilige Sieger nach 23,16 Sekunden ins Ziel – nachträglich wurde Hagges zunächst angezeigte Zeit auch noch um eine Hundertselsekunde korrigiert auf 23,17 – und so blieb ihm eine der fünf Silbermedaillen des LAC-Teams.

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Bettina Belau hatte den silbernen Reigen eröffnet. Mit Weitsprung-Jahresbestleistung von 4,66 m fehlten nur 20 Zentimeter hinter der Dresdnerin Nancy Jungmann zum Erfolg in ihrer Altersklasse W45. Auch im Speerwurf lag sie mit 30,27 m nicht allzu weit hinter Titelträgerin Birte Rothkehl vom SC Melle 03 mit 32,02 m, sicherte damit ihre zweite Silbermedaille. Über 200 m lief  Bettina Belau in 29,51 wenig später die gleiche Zeit wie die Siebtplatzierte Karin Udelhoven aus Trier. Überlegene Siegerin war hier Jennifer Gartmann von der LG Westerwald, die die Strecke in 27,22 zurücklegte. Siebte wurde die vielseitige Athletin aus Ahrensbök im 100-m-Endlauf in 14,41, nachdem sie im Vorlauf bereits 14,29 erreicht hatte.

Zweimal Silber sicherte sich auch Mareike Becker. im Kugelstoßen ihrer neuen Altersklasse W40 verpasste sie mit 12,22 ihre Jahresbestmarke lediglich um drei Zentimeter. Meisterin wurde die ehemalige 18-m-Stoßerin und Olympiastarterin Nadine Kant (Hagenower SV/12,78). Hinter der ungewohnt nervös agierenden Dritten der Olympischen Spiele des Jahres 2000 in Sydney, Favoritin Kirsten Münchow (VfR Evesen, nur ein gültiger Versuch auf 45,52), eroberte Mareike Becker im Hammerwurf ihr zweites Silber dieser Meisterschaften. „Ihr immer noch nicht ganz wiederhergestellter Fuß verhinderte dabei eine durchaus mögliche Sensation, 42,23 sind für die Umstände allerdings auch eine respektable Leistung“, kommentiert LAC-Cheftrainer Uwe Mundt fest und ergänzt: „Zweimal unterliegt Mareike also in ihren Disziplinen letztlich nur Olympiateilnehmerinnen; etwas, was einem sicher nicht alle Tage passiert.“

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DM-Novizin Ina Tietgen war mit Leistung und Platzierung im Kugelstoßen der W50 überhaupt nicht zufrieden. Die 53jährige Bankkauffrau stand am frühen Morgen vollkommen neben sich und konnte das Antrainierte nicht wirklich ansteuern. „10,46 und der fünfte und leider auch letzte Rang entsprechen nicht annähernd ihrer Trainingsleistung, ist aber der Nervosität vor und bei ihrem ersten DM-Start geschuldet. Das ist für ehrgeizige Athleten gar nicht so ungewöhnlich und die eigentliche Stärke zeigt sich darin, wie man mit Niederlagen umgeht, im besten Fall wirken sie als Booster für das Training und sorgen für eine Jetzt erst recht!-Reaktion“, so Uwe Mundt.

Ingo Sonntag trotzte bei seinem Start mit der Kugel Schulterproblemen und langer berufsbedingter Trainingspause und stieß in der M50 die Kugel auf 12,69. Das reichte zwar nur zum sechsten und letzten Platz, aber der Fünfte stieß lediglich einen Zentimeter weiter, der Vierte auch nur acht.

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