Die Oberschule zum Dom zählt jetzt zu den 15 "Partnerschulen Talentförderung". Ihre Schülerinnen und Schüler sind auch erfolgreich bei "Jugend trainiert für Olympia" und beim Staffeltag der Lübecker Schulen mit der "Senatsstaffel" der Jungen (12x200 m) und Mädchen (8x100 m) - Foto: Arno Reimann

Lübeck – 15 schleswig-holsteinische Schulen sind jetzt als „Partnerschulen Talentförderung“ ausgewählt worden. Sie bauen in den kommenden zwei Jahren ihren Sport-Schwerpunkt in der Sekundarstufe 1 und 2 aus und können 2024 endgültig als „Partnerschule Talentförderung“ zertifiziert werden. Aus Lübeck sind die Oberschule zum Dom und die Holstentor-Gemeinschaftsschule dabei, aus Ostholstein die Johann-Heinrich-Voß-Schule in Eutin.

Kooperation mit Vereinen und Verbänden

Gemeinsam bilden die Schulen ein Netzwerk zur sportlichen Talentförderung und kooperieren mit Sportvereinen in den Kreisen, Sportfachverbänden sowie den umliegenden Grundschulen. „Wir gehen damit im Sportland Schleswig-Holstein einen neuen Weg, um sportliche Talente von Kindern und Jugendlichen früh zu erkennen und sie individuell zu fördern. Junge Talente sollen ihre eigene Karriereplanung entwickeln können und haben als Partner die Schule und die Verbände für den Leistungssport an ihrer Seite“, sagte Bildungsministerin Karin Prien in Kiel.

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Baustein für den Sportland-Prozess

Für Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack sind die Partnerschulen ein wichtiger Baustein im Zuge der Umsetzung der Bund-Länder-Vereinbarung zur Leistungssportreform und ein wichtiger Baustein im gesamten Sportland-Prozess: „Ich freue mich sehr, dass diese 15 Partnerschulen jetzt zu einem immer größer werdenden Netzwerk für den Leistungssport gehören. Die Partnerschulen ergänzen perfekt unser bereits gestartetes Konzept mit Landesstützpunkten für einzelne Schwerpunktsportarten überall im Land. Damit verbessern wir spürbar die Rahmenbedingungen für junge Nachwuchssportlerinnen und -sportler.“

Individuelle Lösungen für Leistungssportler

„Mit den Partnerschulen Talentförderung gelingt es uns, im Verbundsystem Schule und Leistungssport noch effizientere Lösungen anzubieten“, so Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein. „Damit kann zukünftig noch besser erreicht werden, die Verbindung von Leistungssport und Schule zu optimieren und individuelle Lösungen für die Athletinnen und Athleten zu finden.

Zu den 15 „Partnerschulen Talentförderung“ zählen:

• Oberschule zum Dom Lübeck

• Holstentor-Gemeinschaftsschule Lübeck

• Johann-Heinrich-Voß-Schule Eutin

• Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll

• Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz

• Herderschule Rendsburg

• Johannes-Brahms-Schule Pinneberg

• Jürgen-Fuhlendorf Schule Bad Bramstedt

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• Kurt-Tucholsky-Schule Flensburg

• Hans Geiger Gymnasium Kiel

• Thor Heyerdahl Gymnasium Kiel

• Gemeinschaftsschule Probstei Schönberg

• Auguste Viktoria Schule Itzehoe

• Fördegymnasium Flensburg

• Hermann-Tast-Schule Husum

Die Schulkonferenzen der jeweiligen Schule hatten den Beschluss gefasst, Partnerschule zu werden –  die Schulträger unterstützen dies. Die leistungssportliche Ausrichtung der Schule ist Teil des Schulprogramms. Bei Stellenbeschreibungen und der Auswahl der Sportlehrkräfte wird auf die besondere sportliche Schwerpunktbildung der Schule hingewiesen. Talentsichtung findet in Abstimmung mit umliegenden Grundschulen statt. An den Grundschulen sind in den beiden vergangenen Schuljahren bereits Bewegungschecks eingeführt worden, um alle Kinder besser individuell fördern zu können.

Kooperationsvereinbarungen mit Fachverbänden

Die Partnerschulen schließen eine Kooperationsvereinbarung mit Landesfachverbänden ab und verfügen über die erforderlichen Trainingsstätten, um ein wirksames motorisch-kognitives Lernen zu ermöglichen. Für die anfallenden Aufgaben an der Schnittstelle Schule-Leistungssport wird eine Lehrkraft mit der Koordination verbindlich beauftragt – als Talentkoordinatorin oder Talentkoordinator. Diese Lehrkraft koordiniert zusammen mit dem Koordinator beziehungsweise der Koordinatorin des Vereins eine regelmäßige Abstimmung zwischen den Klassenlehrkräften beziehungsweise zuständigen Sportlehrkräften und den Trainerinnen und Trainern der beteiligten Vereine und Landesfachverbänden. Sie sichert den geförderten Schülerinnen und Schülern im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Beispiel Rücksichtnahme bei der Stundenplangestaltung, der Hausaufgabenbelastung, der Terminierung von Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen zu, sofern ein bestimmter sportlicher Status (Landeskader oder Nachwuchskader) festgestellt worden ist.

Aufgaben der Partner sind unter anderem: Sie informieren die Schulen bei Zugehörigkeit zu einem Landes-, Nachwuchs- oder Bundeskader frühzeitig über die Saisonplanung und stellen ihnen die Trainings- und Wettkampfpläne zur Verfügung. Jährliche Teilnahmen beispielsweise am bundesweiten Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ und deren erfolgreiche Gestaltung auf Landes- sowie Bundesebene sind ein gemeinsames Ziel der Schule und der kooperierenden Partner.

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