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Barmenia Roland Kahl

Siek – Im mit Spannung erwarteten Bezirksderby der 3. Bundesliga Nord kassierte der Favorit SV Siek eine 3:6-Klatsche beim stark aufspielenden Gastgeber TSV Schwarzenbek. Siek darf sich aufgrund der nächsten schweren Spiele in Celle, gegen Hertha BSC, Brackwede und Hamm nun wohl auf einen unangenehmen Abstiegskampf einstellen.

„Vielleicht kapiert das jetzt der eine oder andere Spieler oder Verantwortliche auch“, sagte Abteilungsleiter Stefan Zilz. Er warnte bereits seit zwei Wochen vor der schweren Aufgabe in Schwarzenbek. Er legte noch einmal mit deutlichen Worten nach: „Einige lassen sich immer noch von der letztjährigen Vizemeisterschaft blenden und träumen weiterhin vor sich hin. Doch die Realität holt einen schneller ein, als man denken kann.“

Zuvor traten beide Teams vor der tollen Kulisse von 243 Fans, etwa die Hälfte davon aus Siek, wie erwartet in Bestbesetzung an. Nach den ersten beiden Doppeln hieß es 1:1. Während das Doppel Cords/Khazaeli eines ihrer schlechteren Spiele gegen Lundquist/Wegner ablieferten und mit 0:3 unterlagen, bogen Wang/Kim ihr Doppel gegen Spreckelsen/Nimtz nach einem 1:2-Satzrückstand noch um und gewannen die Sätze 4 und 5 deutlich.

Sieks Kim Doyub unterlag danach gegen den Schweden Fredrik Lundquist mit 1:3. Am Nebentisch war zudem Schwarzenbeks Youngster Frederik Spreckelsen drauf und dran die erste faustdicke Überraschung zu schaffen. Der wie entfesselt aufspielende Akteur hatte keinerlei Respekt vor Sieks Spielertrainer Wang Yansheng, der sich gerade so mit 12:10 im Schlusssatz den knappen Sieg sichern konnte und sein Team mit 2:2 zunächst im Rennen hielt.

Der einzige vollauf überzeugende Sieker Einzelsieg gelang dann Daniel Cords, der den früheren Sieker Sascha Nimtz zu jeder Zeit beherrschte und sicher mit 3:1 gewann. Am Nebentisch verspielte Patrick Khazaeli dafür eine 2:1-Satzführung und ein 5:2 im vierten Durchgang, verpasste somit eine 4:2-Führung der Stormarner.

Als dann im Spitzenspiel Wang Yansheng gegen den Schweden Fredrik Lundquist völlig überraschend und in der Höhe auch deutlich unterlag (0:3), bahnte sich die so nicht erwartete Auswärtspleite schon an. Im Youngster-Duell zwischen Frederik Spreckelsen und Sieks Kim Doyub (3:2) nahm das Unheil weiter seinen Lauf. Letztlich sorgte Sören Wegner für den verdienten 6:3-Heimerfolg und lange Gesichter beim SV Siek.

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