Lübeck – Die Mannschaft des Automobil Club von Lübeck e.V war, der diesjährige Ausrichter der ersten Überregionalen Meisterschaft des Jahres 2022, bei dem sich nur die Top-Fahrer im Stadtteil Blankensee messen durften. Der Av Lübeck hat die Veranstaltung gemeinsam mit dem ADAC Schleswig-Holstein e.V bis ins kleinste Detail geplant und für die Fahrer und Begleiter der sechs Norddeutschen Regionalclubs (Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Ost Westphalen Lippe, Hansa, Weser-Ems, Berlin-Brandenburg) vorbereitet.

Neben einem Livemusik-Gitarrensolo zu Beginn der Veranstaltung, Glücksrad sowie Kinderschminken und die Möglichkeit sich im Sim-Race Anhänger des ADAC einen Eindruck vom Motorsport zu holen, wurde den Besuchern dieser Veranstaltung auch kulinarisch etwas geboten. Norddeutsche Küche stand auf dem Speiseplan.

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Die Mannschaft des ausrichtenden Clubs hatte den sichtlich schwierigsten Job an diesem durchwachsenen Sonntag. Mit etwas Sonne, viel Regen, aber auch Gewitter mit orkanartigen Böen und Hagelschauern mussten sie einiges über sich ergehen lassen, um den 90 Startern eine gute Grundlage für einen Endlauf zu gewährleisten. Für die erfahrenen Macher des AvL kein Problem. Neben dem Besuch von Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und dem Auftritt der Junioren- und Aktiven-Tanzgruppe der Lübschen Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess, gab es auch sportlich einiges zu berichten.

Die vier qualifizierten Fahrer des AvL, Joris Blöcker, Carlos Hellberg, Luca Andre Gehrke und Felix Köppe hatten gute Chancen ihre Duelle für sich zu entscheiden. Auf gewohntem Terrain und vor heimischem Publikum waren die Weichen gestellt. Aber es war ein Endlauf, bei dem nur die Besten gegeneinander antraten, und das sollten auch diese vier Fahrer bald merken.

Blöcker versagten die Nerven

Mit Top-Zeiten in seiner Klasse, aber jede Menge Strafsekunden, schaffte Joris Blöcker es nur auf den 14. Platz. Es waren wohl nicht seine Bedingungen oder der Druck war für ihn einfach noch zu groß. 24 Strafsekunden haben ihm sofort symbolisiert, das er nicht auf das Treppchen kommen würde. Angefressen verschwand Blöcker für eine Weile in der Menge der Zuschauer, um sich Trost von seiner Familie zu holen. Zur Siegerehrung war er dann wieder da und nahm seinen Preis entgegen.

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Hellberg trotz Pylonen-Fehler Vizemeister

Nach außen hin ruhig und Cool, aber innerlich schlotterten ihm die Knie. Carlos Hellberg fuhr konstant, sauber, sicher und schnell. Ein Fahrer, auf den man sich verlassen kann. Aber auch für ihn reichte es in diesem entscheidenden Moment nicht. Im zweiten Wertungslauf fuhr der Lübecker zu eng durch ein deutsches Eck und schob eine Pylone aus ihrer Markierung. Zwei Strafsekunden wurden zu seiner Fahrzeit hinzuaddiert. Auch Hellberg war sauer. Nach dem Aushang der Ergebnisliste freute er sich dann aber doch wieder etwas, denn der zweite Platz und somit Norddeutscher-Kart-Slalom-Vize-Meister der Klasse 2 im Jahr 2022 war das Ergebnis.

Da war nichts zu machen

Nervös waren sie alle. Zu viele Zuschauer, zu viel Familie. Das erhöhte den Druck der Piloten enorm. Luca Andre Gehrke schaute sich die Strecke im Trainingslauf gut an und nach dem ersten Wertungslauf wurde er noch auf dem zweiten Platz geführt. In seiner zweiten Wertungsrunde verbesserte er seine Zeit nochmal, doch Fehler blieb es nicht. Durch einen zu groß gefahrenen Radius im Ypsilon schob auch er eine Pylone aus ihrer Markierung und erntete zwei Strafsekunden. Für Gehrke wurde es am Ende der 5. Platz, wobei der Pylonen-Fehler es nichts daran änderte.

Vielleicht ein Opfer des Outdoorsports

Felix Köppe musste durch seinen dritten Platz in der Schleswig-Holstein-Meisterschaft ziemlich früh bei diesem Endlauf an den Start. Mit Startnummer vier von 18 Startern hatte er mit einer noch recht nassen Fahrbahn zu kämpfen, die Stück für Stück abtrocknete und dadurch den später startenden Fahrern deutlich schnellere Rundenzeiten ermöglichte. Köppe schmälerte seine Chancen auf einen Sieg durch einen Pylonen-Fehler im ersten Wertungslauf. Anscheinend vom auf ihm lastenden Druck befreit fuhr er in seinem zweiten Wertungslauf die schnellste fehlerfreie Zeit und rettete sich dadurch auf den sechsten Platz.

Bei Sonnigem Wetter holte sich im Anschluss jeder der 90 Starter seinen Preis und jede Menge Beifall bei der Siegerehrung abholen. Die frischgekürten fünf Norddeutschen Kart-Slalom-Meister hatten den größten Spaß daran und genossen diesen Moment sichtlich. Beim Bundesendlauf Anfang Oktober in Friedrichshafen haben dann alle wieder die Chance sich den nächsten Titel zu holen. Dieses Mal müssen sie sich aber gegen 50 weitere Gegner durchsetzen.

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