Benka Barloschky, Head Coach (Towers Hamburg) im Fokus Foto: Lobeca/Henning Rohlfs
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Hamburg – Die Veolia Towers haben ihr erstes Heimspiel der Saison gewonnen. Das hauchzart nach Verlängerung mit 94:90 gegen die NINERS Chemnitz.

Verlauf

Dank der tatkräftigen Unterstützung von 2392 Fans startete das Spiel mit einem echten Knall: weißer Konfettiregen verzierte den Beginn der achten Bundesliga-Saison in der Hansestadt. Und auch die Veolia Towers hatten zum Start des zweiten Spieltages direkt einige Kracher im Gepäck. Erst verwandelte Kenneth Ogbe einen Dunk trotz Foul, wenig später ließ Nicolas Pavrette einen Alley-Oop folgen. Und auch defensiv feuerten die Hamburger aus allen Rohren, forcierten im ersten Viertel sechs Ballverluste bei Chemnitz. Lediglich aus der Distanz wollte nicht viel fallen, sodass sich der Spielstand nach den ersten zehn Minuten bei 22:22 einpendelte. Vier schnelle Punkte der Gäste zum Start des zweiten Abschnitts quittierte Benka Barloschky mit einer ebenso schnellen Auszeit. Nur 110 Sekunden später unterbrach sein Chemnitzer Counterpart das Spiel. Davon jedoch unbeirrt gingen die Hamburger in Führung. Das anschließende Ringen um jeden Zentimeter auf dem Spielfeld war mindestens so sehenswert wie das Panorama der Inselpark Arena beim Tipoff. Lautstarke Anweisungen des Hamburger Head Coaches von der Seitenlinie heizten zusätzlich ein. Auch ein kurzzeitiger Sechs-Punkte-Vorsprung der NINERS konnte die Veolia Towers nicht aus dem Konzept bringen. Die folgende Aufholjagd zum 42:43-Halbzeitstand hob die Fans ein weiteres Mal von ihren Sitzen. Nach dem Seitenwechsel vergingen zunächst über drei Minuten, ehe die Hamburger wieder Zählbares auf die Anzeigetafel bringen konnten. Trotz eines direkt folgenden Mitteldistanztreffers von Zakai Zeigler, der die Veolia Towers für einen Angriff sogar wieder in den Drivers Seat katapultierte, blieb das dritte Viertel zunächst punktearm. Doch weder der Intensität noch der Stimmung auf den Rängen tat das einen Abbruch. Trotz des nicht nachlassenden Einsatzes gelang es den Hanseaten aber nicht, Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Die sächsischen Gäste blieben weiterhin knapp vorn. Vor dem Gang in den Schlussabschnitt betrug die Hypothek drei Punkte (57:60). Der Beginn des vierten Viertels änderte daran ebenfalls nichts, Chemnitz erhöhte sogar. Was jedoch keinesfalls an der Widerstandsfähigkeit der Hamburger zerrte. Obwohl der volle Fokus der Defensivarbeit galt, ließen die Veolia Towers auch ihrer Angriffslust wieder freien Lauf. Erst David Muenkat, dann Kenneth Ogbe vollendeten mit einem Dunk. Das aufkeimende Momentum versuchten die NINERS mit einem 5:0-Lauf zu ersticken. Die Towers aber wussten den Kopf einmal mehr aus der Schlinge zu ziehen. Mit sieben unbeantworteten Punkten gelang den Hausherren ein mustergültiger Konter. Der Distanztreffer von Noah Thomasson, einer von nur sechs (21 %) Hamburger Dreiern in der regulären Spielzeit, war lange überfällig. Und sollte kein Lucky Punch bleiben. Bei noch ausstehenden 20 Sekunden versenkte der Towers-Topscorer einen weiteren Triple. Und brachte das Spiel damit in die Verlängerung (83:83). Die fünfminütige Zusatzzeit mutierte zunächst zu einer Kenneth Ogbe Gala. Der Hamburger Routinier erzielte sieben Punkte in Serie, die sein Team jeweils in Führung brachten. Doch auch sein Statement-Dunk, bei dem er sich erneut nicht durch ein Foul stoppen ließ, brachte das Spiel noch nicht ins Ziel. Stattdessen war es Teamkollege Zakai Zeigler vorbehalten, ausgerechnet mit einem Dreier, für die Entscheidung beim 94:90-Heimsieg gegen die NINERS Chemnitz zu sorgen.

Feedback

Benka Barloschky: „Sowohl der Konfettiregen als auch das Spiel haben mir sehr viel Spaß gemacht. Besonders hat mir heute die Intensität gefallen. Ich bin unfassbar stolz auf die Energieleistung und wie wir verteidigt haben – phasenweise war das überragend. Wir haben nicht gereboundet. Das in der ersten Halbzeit gerade ein Problem. Und wir waren auch noch in so vielen Situationen auch unglücklich. Aber wir haben auch so viele Chemnitzer Situationen wegverteidigt, Williams komplett aus dem Spiel genommen und unseren Gameplan fast zur Perfektion umgesetzt.“

Kenneth Ogbe: „Mein Ziel war es heute, auf dem Feld immer aggressiv zu sein, mehr Risiko als in den letzten Spielen zu gehen. Und ich glaube, es ist ein gutes Zeichen, wie wir heute nach dem Bonn-Spiel zurückgekommen sind. Wir haben auf jeden Fall einen Schritt nach vorn gemacht. Als Team funktionieren wir schon gut. Alle sind mit der richtigen Einstellung dabei.“

Noah Thomasson: „Es ist ein großartiger Sieg. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben. Chemnitz ist ein starkes Team. Ich hatte heute lange Zeit gestruggelt, aber die Coaches und das Team haben mir ihr Vertrauen geschenkt. Meine zwei letzten Freiwürfe haben mir dann das Selbstvertrauen in die letzten Würfe gegeben. Und glücklicherweise konnte ich die treffen, sodass wir das Spiel für uns entscheiden konnten.“

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  • Barloschky: Lobeca/Henning Rohlfs
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