
Hamburg – Am kommenden Sonntag um 15 Uhr wartet auf die Towers Hamburg in der Inselpark Arena eine echte Standortbestimmung. Mit ratiopharm Ulm kommt der Vizemeister der vergangenen Saison nach Wilhelmsburg – ein Gegner, der trotz personeller Veränderungen erneut für Tempo, Athletik und Talent steht.
Neues, erfahrenes Ulm
Head Coach Benka Barloschky hebt vor allem die Struktur des Ulmer Kaders hervor: „Ulm hat sich in den letzten Jahren damit einen Namen gemacht, jungen europäischen Toptalenten eine Bühne zu bieten.“ Zwar sei nach den Abgängen von Saraf und Essengue in die NBA ein neuer Zyklus angebrochen, doch die Qualität bleibe hoch. „Die Mannschaft ist etwas älter, erfahrener, physischer – um ein Gerüst für die jungen Spieler zu haben“, so Barloschky.
Mentaler Vorteil?
Die Towers gehen erneut als Außenseiter in die Partie, nehmen diese Rolle aber bewusst an. Kapitän Benedikt Turudić sieht darin sogar einen Vorteil: „Wir gehen in jedes Spiel als Underdog. Wenn es gelingt, mental diese Rolle anzunehmen, dann hilft das.“ Die Erwartungen von außen seien gering – intern jedoch umso größer. „Wir wollen beweisen, dass wir besser sind als bislang gezeigt.“ Zusätzliche Energie könnte die Rückkehr von Osaro Rich bringen, der sich auf sein Comeback freut. Gleichzeitig warnt er vor der Unberechenbarkeit der Ulmer: „Das Spiel am Sonntag wird tough. Ulm hat gerade viele Ausfälle zu beklagen, andere Spieler werden einspringen müssen. Das macht einen Gegner unberechenbarer und meistens gefährlicher.“


