
Bargteheide – Nach drei engen und nervenaufreibenden Spielen zwischen den Bargteheide Bees und den Berlin Dreams ist die Meisterschaft in der 1. Regionalliga Nord entschieden. Mit einem 2:1 nach drei Duellen setzten sich die Bees durch und krönen sich damit zum Meister der Saison 25/26.
Spiel 1
Das erste Finalspiel gegen den Hauptrundensieger aus Berlin stand in der Hauptstadt in der traditionsreichen Sömmeringhalle an. Beide Teams traten in diesem Duell in Bestbesetzung an. Bargteheide legte dabei einen überragenden Start hin, führte schnell schon mit 15:2, wobei Toru Dean brillierte und von seinen insgesamt 33 Punkten bereits 15 im ersten Viertel lieferte. Die Gastgeber kamen nach dem verschlafenen Start allerdings ebenfalls besser ins Spiel und glichen auf 29:29 aus. Im zweiten Viertel setzten sich dennoch die Gäste wieder deutlich ab und steigerten diese Führung im weiteren Verlauf des Spiels sogar noch auf 60:44. Die Berliner wurden allerdings immer stabiler in der Defensive und drehten die Partie mit einem 17:0-Run komplett. Die Stormarner glichen zwar kurz vor Schluss noch ein letztes Mal aus, aber Berlins Femi Giese erzielte vier Sekunden vor Schluss das 91:89 für die Gastgeber. Dean hatte dann noch ein letztes Mal die Chance auf den Ausgleich, doch der Ball sprang wieder raus. Geschäftsführer Said Ghalamkarizadeh: „Die Mannschaft und die Coaches haben eine unglaubliche Leistung gezeigt, auch wenn wir verloren haben. Wir können alle sehr stolz auf unser Team sein.“
Spiel 2
Im zweiten Duell der Finalserie hatten die Bargteheider Heimrecht. Erneut war es ein Spiel auf Augenhöhe, dass lange sehr ausgeglichen verlief. Kurz vor der Pause gelang es Marcel Hoppe die Heimmannschaft in Führung zu bringen, insgesamt erzielte er ganze 35 Punkte. Nach der Pause kam die Offensive der Bees immer besser ins Spiel und setzten sich auch in diesem Spiel zwischenzeitlich wieder auf 16 Punkte ab. Trotz eines 14:2-Runs der Berliner verteidigten die Schleswig-Holsteiner diesmal ihren Vorsprung und fanden die passenden Antworten, um so letztlich ein 93:88 über die Zeit zu bringen. Für die Gäste war es die erste sportliche Niederlage überhaupt in dieser Saison, die zudem dafür sorgte, dass es ein weiteres und entscheidendes Spiel um die Meisterschaft gab. Ghalamkarizadeh dazu: „Wir haben ein unglaubliches Spiel geliefert, die Fans haben zudem für einen absoluten Hexenkessel gesorgt.“
Spiel 3
Nachdem beide Teams jeweils ein Spiel gewonnen hatten, würde der Sieger der dritten und allesentscheidenden Partie automatisch zum Meister der 1. Regionalliga Nord werden. Dieses Spiel stieg erneut in Berlin und das nicht mal 48 Stunden nach Spiel 2. Auch auswärts gelang den Bees ein furioser Start und mit einem 17:2-Run Mitte des ersten Viertels setzten sie sich direkt deutlich ab. Das Heimteam unterstrich aber ebenfalls seine Qualität und arbeitete sich Punkt für Punkt heran, wodurch das Spiel weiterhin eng blieb. Beide Teams punkteten weniger, da sich die Müdigkeit nach diesen intensiven Playoffs breitmachte. Erneut setzten sich die Stormarner ab und erneut kamen die Berlin Dreams zurück und drehten die Partie sogar kurzzeitig. Nach einer Auszeit von Bees-Trainerin Sükran Gencay holten sich die Gäste die Führung zurück und nach einem harten Schlagabtausch und intensiver Defensivarbeit brachten die Bargteheide Bees ein 77:73 über die Zeit, was gleichbedeutend mit dem Meistertitel der Saison 25/26 in der 1. Regionalliga Nord und der überhaupt erst zweiten Niederlage der Berlin Dreams in der gesamten Saison. Ghalamkarizadeh ordnete den Triumph so ein : „Die Spieler und Trainer haben Unglaubliches geleistet. Dieser Titel wird für immer bleiben. Es wäre nicht möglich gewesen ohne die Menschen, die unser Projekt hinter den Kulissen von ganz unten aufgebaut haben und die vielen Helferinnen und Helfer und Fans, die uns heute den Extra-Schub gegeben haben.“
Bildquellen
- lobeca_205728_marcel_lienstaedt_20250322: Lobeca/Marcel Lienstädt
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