
Lübeck – Mit gerade einmal 19 Jahren gehört Adam Laszewski vom TuS Lübeck 1893 bereits zum ersten Schiedsrichter-Förderkader „Klare Linie“ der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck. Der Basketball-Schiedsrichter hat früh Verantwortung übernommen und erlebt auf dem Spielfeld sowohl die schönen als auch die herausfordernden Seiten des Ehrenamts.
„Ist mir sehr ans Herz gewachsen“
Sein Weg zur Pfeife begann dabei eher zufällig. In seinem Verein wurde nach Interessierten für die Schiedsrichterausbildung gesucht. Laszewski meldete sich – zunächst aus einem pragmatischen Grund. „Anfangs war es tatsächlich die Aufwandsentschädigung, die mich dazu bewegt hat“, erzählt er offen. Nach und nach habe sich das jedoch grundlegend verändert: „Über die Zeit ist mir das Schiedsrichtern sehr ans Herz gewachsen.“
Jedes Spiel ein Highlight
Besondere Einzelspiele hebt der junge Referee gar nicht unbedingt hervor. Für ihn sind es vielmehr die Momente auf dem Feld, die in Erinnerung bleiben. Ein echtes Highlight sei jedes Spiel, das gemeinsam mit einem guten Schiedsrichter-Team geleitet werde und ohne größere Probleme verlaufe. „Wenn man ein spannendes Spiel mit tollen Kollegen pfeift und am Ende alles reibungslos funktioniert hat, dann ist das für mich jedes Mal etwas Besonderes“, sagt Laszewski.
Besonders schätzt er dabei die Begegnungen mit den Menschen im Sport. Über die Jahre habe er sich ein Netzwerk aus Trainern, Spielern und Vereinsverantwortlichen aufgebaut. Es freue ihn, wenn er bei Spielen wiedererkannt werde – natürlich im positiven Sinne.
Düstere Schattenseiten
Doch die Tätigkeit bringt auch Herausforderungen mit sich. Gerade in engen und emotionalen Spielen müsse man häufig Entscheidungen in unübersichtlichen Situationen treffen. Hinzu kämen gelegentlich Kommentare von Zuschauern oder Eltern, die nicht immer sachlich ausfallen.
Laszewski berichtet zudem, dass er in seiner noch jungen Laufbahn bereits Beleidigungen und sogar Gewaltandrohungen von Spielern nach Partien erlebt habe. Solche Erfahrungen gehörten leider ebenfalls zum Alltag vieler Schiedsrichter.
„Eine große Chance“
Umso wichtiger sei für ihn die Teilnahme am Förderkader „Klare Linie“. Das Projekt bietet Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern unterschiedlicher Sportarten die Möglichkeit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren. „Für mich ist das eine große Chance, sich mit Schiedsrichtern aus verschiedenen Sportarten zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen“, erklärt Laszewski. Besonders die Workshops und die Unterstützung durch Ansprechpartner aus den jeweiligen Sportarten seien ein großer Mehrwert.
Mit seinem Engagement steht der Lübecker beispielhaft für eine junge Generation von Schiedsrichtern, die Verantwortung übernimmt und den Sport aktiv mitgestaltet. Genau solche Persönlichkeiten möchte das Projekt „Klare Linie“ fördern und sichtbar machen.










